Sweetgirl

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: Januar 2017

Titel der amerikanischen Originalausgabe „Sweetgirl (Ecco/HarperCollins, New York, 2016)

Umschlaggestaltung: buxdesign, München

Satz, Fotosatz: Amann, Memmingen

Druck und Bindung: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm

ISBN: 978 – 3 – 423 – 26126 – 5

Gedruckt auf säurearmen, chlorfrei gebleichtem Papier

Das Buch ist auch als Kindle Edition erhältlich

 

Über den Autor:

Travis Mulhauser stammt aus Michigan, ist Dozent für Englisch und lebt mit seiner Familie in North Carolina. „Sweetgirl“ ist sein erster Roman.

Blick ins Buch:

„Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der zwar ziemlich unterbelichtet, aber trotzdem höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen… Es folgt eine atemberaubende Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit gefährlichen Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd tatsächlich ein paar Leichen, teils aus Versehen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.“

Covergestaltung:

Ebenso wie der Inhalt, weist auch das Cover einen starken Gegensatz auf. Ein in Schwarz/Weiß gehaltener Scherenschnitt zeigt dunkle Berge und schneebedeckte Bäume. Im Vordergrund sind Fußspuren und der Titel des Romans zu sehen. Wer den Roman kennt weiß, dass die Gestaltung sehr gut gelungen ist.

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Aufbau und Schreibstil:

Das Buch besteht aus 23 Kapiteln, insgesamt sind 245 Seiten zu lesen.

Die Handlung ist spannend, dramatisch  und auf eine gewisse Art magnetisch. Die  Sprache ist einfach und gut verständlich zu lesen. Die Dialoge sind informativ und logisch aufgebaut. Der Schreibstil ist fesselnd, mitreißend und packend.  Der Spannungsbogen, der von Anfang an aufgebaut wird, hält sich bis zum Ende.

Meine Meinung:

„Sweetgirl“ ist inhaltlich als ein einziges Oxymoron zu bezeichnen. Sprich, der Autor schuf mit seinen Formulierungen gegensätzliche, einander widersprechende oder sich gar gegenseitig ausschließende Begriffe. Ihr alle kennt doch das Unsinnsgedicht: „Dunkel war`s, der Mond schien helle, schneebedeckt die grüne Flur, als ein Wagen blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr…..“  Und so ist es auch in diesem Buch. Darin ist zum Beispiel die Rede von Percys Hassliebe zu ihrer Mutter. Shelton besitzt eine scharfsinnige Dummheit und Carletta stieß einen stummen Schrei aus. All das sind so genannte Oxymora, die als Stilmittel den Zweck erfüllen, dramatische Steigerungseffekte oder Unsagbares zum Ausdruck zu bringen.  Beim Leser ruft diese Art zu schreiben natürlich unterschiedlichste Stimmungen hervor. Ich habe mitgefiebert, ich ekelte mich, ich wurde wütend und mir wurde warm um mein Herz. Kurzum, ich fuhr auf einer Art Achterbahn der Gefühle während des Lesens. „Sweetgirl“ ist ein mitreißender Roman, der mir überaus gut gefallen hat.

Fazit:

Travis Mulhauser gelang ein vortreffliches Debüt. Als Leser durchwanderte ich Höhen und Tiefen, Mitgefühl und Unbarmherzigkeit, Zuneigung und Antipathie, sowie Hoffnungslosigkeit und Glück. Ein fesselnder Inhalt der „an die Nieren geht“.

Es lohnt sich, die Welt durch die Augen von Percy zu betrachten.  Zur Belohnung erhält der Leser, um es als Oxymoron auszudrücken, den offenen Abschluss, der mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte. „Sweetgirl“ erhält von mir ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen!  

 

Ein herzliches „Danke“ an den dtv Verlag, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte!

4 comments on “Sweetgirl

    1. Liebe Annette, ich finde es einfach spannend, einen Text auch auf bestimmte Stilmittel zu „untersuchen“. Und das Wort klingt einfach toll, oder? Schön, dass dir meine Rezension wieder gefällt. Bis bald, meine Liebe.

  1. Guten morgen Mia, ich finde deine Vorstellungen immer äußerst interessant, auch wenn ich selbst leider keine Zeit zum lesen habe. Ich wünsche dir einen schönen Tag. LG Nadel

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