Simsalabim sagt meine Handtasche!

Zitat:“ Die Handtasche ist für Frauen eine zweite Heimat, eine Art Fluchtort. Sie offenbart ein sehr persönliches Stück von sich selbst und ist eigentlich wie ein zweiter Körper. Gleichzeitig ist die Handtasche auch ein Überlebens Paket – da haben Frauen theoretisch alles drin, um mal schnell das Land zu verlassen“ (Rosanna Pierantognetti, Handtaschen Therapeutin).

Bei mir ist das nicht anders. Als ich einst den Film „Tage wie dieser“ mit Michelle Pfeiffer und George Clooney im Kino sah, war ich sichtlich beeindruckt, was besagte Schauspielerin alles in ihrer Handtasche mit sich herum trug. Natürlich fand ich es überspitzt dargestellt, so viel Krimskrams hat doch niemand in seinem Täschchen. Falsch, kann ich aus heutiger Sicht sagen, genau so ist es!! Meine Handtasche gleicht ebenfalls einer Art Zauberkasten.

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Neben den üblichen Utensilien, wie Portemonnaie, Kugelschreiber, Lesebrille, Tüschlossenteiser für das Auto, Taschentüchern und Schlüsselbund beinhaltet meine Handtasche tatsächlich Dinge, die nicht alltäglich sind.

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So habe ich zum Beispiel stets zwei kleine Stoffbeutel mit dabei. Diese erwiesen sich bereits mehrfach als sehr hilfreich, um zum einen Lebensmittel oder anderes vom Kaufmann gut und sicher nach Hause zu tragen, zum anderen aber auch, um völlig verdreckte Kinderkleidung zu verstauen. Mein großer Dino war in jüngeren Jahren eher mit einer Art „Erdferkel“ zu vergleichen, da er im Kindergarten und in den ersten beiden Schuljahren sich anscheinend in seiner Spielzeit draußen „robbend“ auf dem Boden fortbewegte. So war jedenfalls damals meine Vermutung, da dieses Kind mehrfach eingesaut (von oben bis unten) beim Abholen vor mir stand. Einmal war es dermaßen schlimm, dass er sich noch auf dem Schulparkplatz bis auf die Unterwäsche ausziehen musste, weil sonst der Innenraum meines Autos sich in ein „Schlammloch“ verwandelt hätte. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Heute haben seine Hosen nur noch riesige Löcher an den Knien.

In meiner Handtasche sind ebenfalls dauerhaft Feuchttücher, Hände- und Flächendesinfektionsspray, sowie Handcreme zu finden. Wie oft kommt es vor, wenn ich alleine oder auch mit den Kindern unterwegs bin, dass die Hände gereinigt werden sollten oder der Gang zur öffentlichen Toilette sich nicht vermeiden lässt. Stellt euch vor, ihr seid zum Einkaufsbummel mit euren Kids los gezogen, habt nach einer gefühlten Ewigkeit endlich 1 neue Jacke oder 1 Paar Schuhe gefunden, kommt zurück beim Auto an und es heißt:“ Mama ich habe Hunger“. Gut, praktischer Weise gibt es ja in fast jedem Einkaufszentrum nahe der Ausgänge Schnellbäckereien, die eine reichliche Auswahl an Brötchen, Kuchen oder anderen süßen Teilchen haben, aber niemals eine Toilette zum Hände waschen! Ich finde nichts ekeliger, als dass die Kinder, die mit ihren kleinen Händen beim gesamten Einkauf überall dran waren, nun etwas essen, ohne vorher die „Patscher“ gereinigt zu haben. Dank der Feuchttücher und dem Händedesinfektionsmittel ist das bei uns jedoch kein Problem.

Ebenso kann ich einen Toilettendeckel, -sitz, Spültaste, Türgriff und Wasserhahn in einer öffentlichen Toilette rasch reinigen. Du findest das spontan empfunden total übertrieben? Dann frage ich dich folgendes: hast du schon einmal einer Reinigungskraft zugesehen, wie diese (nicht alle) mit einem Tuch alle Toiletten nach einander abwischt, ohne den Lappen ein einziges Mal zwischendurch im Wassereimer ausgespült zu haben? Klar macht sie das, weil sie zum einen total unter Zeitdruck steht (sie hat im Einkaufszentrum viele Toiletten zu putzen), zum andern wird sie mehr als mies bezahlt, da würde ich mir vermutlich auch kein Bein raus reißen. Aber stell dir weiterhin vor, sie macht dieses in Zeiten, in denen Magen-Darm-Viren unterwegs sind, um Durchfall Epidemien auszulösen…. Pfui Spinne, bei diesem Gedanken schüttelt es mich.
Das Parfümpröbchen, das ich ebenfalls stets in meiner Tasche habe (immer wieder ein neues) sorgt für frischen Duft. Besser „Opium“ in der Nase, als sonstige unangenehmen Gase, oder?

Nun, da Desinfektionsmittel für die zarte Haut der Hände „ungesund“ ist, habe ich natürlich für die Pflege stets auch eine feuchtigkeitshaltige Handcreme mit dabei. Denn wie heißt es so schön: das Alter einer Frau erkennt man nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Händen.

Des Weiteren hat es sich mehr als bewährt, in der Handtasche Pflaster und Taschentücher aufzubewahren. Nicht nur meine Kinder profitieren davon, sondern auch andere. Sogar einer älteren Dame, die sich an einem kaputten Glas geschnitten hatte, konnte ich bereits behilflich sein. Ihr war im Kaffee das Wasserglas vom Tisch gefallen, weil sie mit einer unbedachten Handbewegung während ihrer Unterhaltung mit ihrer Freundin, selbiges vom Tisch „fegte“. Als sie die Scherben vom Boden aufsammelte, schnitt sie sich in den Finger. Vom Anblick ihres tropfenden Blutes erschrocken, wurde die Dame kreideweiß und schnappte nach Luft. Ihre Freundin fragte deshalb laut in den Raum, ob jemand ein Pflaster hätte. Das war mein „Stichwort“ für: Mama im Einsatz. Ich stand auf, nahm meine Handtasche und ging zum Tisch der alten Damen. Ohne lange zu fragen, wickelte ich der blutenden Frau zuerst ein Papiertaschentuch um den Finger. „Fest drücken“ war dazu meine „Anweisung“. Sie schaute mich verdutzt an und tat wie ihr geheißen. Dann holte ich einen Taubenzucker aus meiner Tasche und bot ihn der Frau an. Die Dame lächelte und nickte. „Ach Mädle, Sie sind ja toll! Sogar etwas für den Kreislauf haben Sie dabei“ äußerte die Freundin begeistert. Bald darauf war der Schreck überwunden, und der verletzten Dame ging es wieder gut. Rasch noch ein Pflaster über die nicht mehr blutende Schnittwunde geklebt, und die Welt war wieder in Ordnung. Zum Dank für meine Hilfe, hat die Dame mir meinen Kaffee und das Stück Käsekuchen mit Sahne bezahlt. Darüber habe ich mich sehr gefreut!

Die gelbe Trillerpfeife wird von mir als meine „zweite Stimme“ bezeichnet. Soll heißen, wenn meine natürliche Stimme nicht ausreicht, schafft es der Ton der Trillerpfeife garantiert. In der Schule kennen mich die anderen Mütter bereits. Anfangs erntete ich verständnislose, verdutzte oder ärgerliche Blicke, wenn ich lautstark das Trillern ertönen ließ. Warum ich trillere möchtest du wissen? Nun, ab und zu rennen meine beiden Dinos kreuz und quer nach der Schule über das große Schulgelände, ohne Anstalten zu machen, dieses in den kommenden Minuten unterbrechen zu wollen, obwohl ich ihnen bereits zusätzlich gewährte Spielzeit eingeräumt habe. Ein intensiver Trillerton teilt meinen Kindern dann mit: „Mama hat keinen Bock mehr länger zu warten. Wer nicht binnen weniger Sekunden beim „Sammelplatz“ ist, darf alleine nach Hause laufen“. Mit meiner ureigenen Stimme könnte ich diese Botschaft niemals übermitteln, denn von vor dem Schulhaus bis hinter das Schulhaus in den Schulgarten hinein reicht diese mit Gewissheit nicht aus. Zu spüren bekam diese „Message“ bislang nur ein einziges Mal Dino 1. Seitdem klappt alles wie am Schnürchen.
An dieser Stelle teile ich euch auch still und heimlich mit, dass mein Ehemann mittlerweile ebenfalls eine Trillerpfeife besitzt, da ihm als Mann etwas ganz „entsetzliches“ passiert ist. Philipp und ich waren im Frühjahr shoppen. Neue Kleidung für mich suchen und natürlich bei Gefallen kaufen. Da kann es schon einmal passieren, dass ich mich völlig vertieft ohne Abmeldung von meinem Göttergatten entferne. Ich gehe sehr gerne mit Philipp einkaufen, weil er meistens super Klamotten für mich findet.

Also, ich lief in die eine Richtung und verschwand zwischen den Kleiderständern und er schaute in die andere Richtung, um nach „Futter für meinen Kleiderschrank“ Ausschau zu halten. Als er sich umdrehte war ich unsichtbar. Mein Gott, was für eine furchtbare Situation – Ehemann war frauchenlos. Gedanken wie:“ Jetzt ist sie weg, und ich bin wieder allein allein…“ müssen ihm durch den Kopf geschossen sein. Kein Handyempfang. Kein Rufen und nach mir fragen brachte den gewünschten Erfolg. Wie ein Häuflein Elend fand ich ihn am Ausgang wieder. Kopf gesenkt, die Ohrwatscheln hingen tief nach unten, und wenn er gekonnt hätte, hätte er sein „Schwänzchen“ auch noch zwischen die Beine geklemmt. Oh weh, Papa hatte Mama verloren.

Diese unbeschreiblich markerschütternde Situation wird sich allerdings niemals wiederholen, denn Philipp hat seitdem auch eine Trillerpfeife in der Tasche. Gnadenlos bringt er sie zum Einsatz, wenn ich ihm abhanden zu kommen drohe. Er steht dann da zwischen den Kleiderständern trillert und ruft laut nach mir. Wie peinlich denkst du? Nein, finde ich. Zum einen ist mir dieses zwar irgendwie unangenehm, da alle sich nach ihm und mir umdrehen, aber andererseits finde ich es auch total süß, stimmt`s? Hast du auch so einen anhänglichen Superhelden an deiner Seite?

Im roten Täschchen, das auf meinem Foto zu sehen ist, befindet sich Medizin. Genauer gesagt, ein Anti-Allergikum in Tropfen- bzw. Tablettenform, ein Kortison Saft (ebenfalls im Falle einer allergischen Reaktion zu verwenden) und ein kreislaufstabilisierendes Tropfenfläschchen. Wozu braucht Mia das schon wieder? Du schüttelst deinen Kopf und denkst, die spinnt doch?

Nee nee, das hat durchaus seine Berechtigung. Abgesehen davon, dass Philipp deshalb mein Leben retten konnte, haben meine Tropfen auch schon einmal bei einem Besuch im Zoo jemandem geholfen. Welche Anekdote soll ich euch erzählen?

Ach, einfach beide: Vor ein paar Jahren lud mich Philipp an unserem Hochzeitstag ins italienische Restaurant ein. Die Babysitterin war engagiert. Wir hätten einen richtig tollen Abend haben können, wenn mir nicht ein Schwertfisch einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Bestellt hatte ich einen Salat mit Putenstreifen, bekommen habe ich einen mit Schwertfischstücken. Da auf der Speisekarte „Pesce Spada“ stand, und ich kein Italienisch kann, dachte ich, das sei die Pute. Nun, der Salat schmeckte vorzüglich und die Fleischstücke waren wunderbar zart und schmackhaft. Ich hatte noch nicht viel gegessen, als ich plötzlich merkte, dass mir schwindelig wurde. Danach fing mein Herz wie rasend an zu schlagen. Kalter Schweiß brach aus meinen Poren und ein Zittern am gesamten Körper folgte. „Philipp, mir geht es gar nicht gut“ konnte ich noch zu meinem Mann sagen, dann drohte ich vom Stuhl zu kippen. Gott sei Dank, kommt mein Ehemann beruflich aus dem medizinischen Sektor. Er erkannte sofort die Symptome und handelte. Meine Handtasche auf, Anti-Allergikum raus und Tropfen sowie Kortison Saft in den Mund gekippt. Schlucken konnte ich noch. Als der Notarzt kam, war ich dank der Medikamente stabilisiert. Es stellte sich im Krankenhaus heraus, dass ich gegen ein bestimmtes Betäubungsmittel allergisch bin (woher auch immer). Stellt euch vor, genau dieses Medikament wird Schwertfischen verabreicht, wenn sie in Gefangenschaft gehalten werden, bevor ihnen ihr Schwert abgesägt wird, damit sich die Tiere nicht gegenseitig im Schwimmbecken verletzen. Ich sage euch, diesen Hochzeitstag werden wir unser Leben lang gewiss nie vergessen!!

Die zweite Geschichte war folgende: Im Zoo wurde ein Mann, der neben uns an der Kasse stand von einer Wespe in den Hals gestochen. Sie war ihm in den Kragen seines Hemdes gekrabbelt. Als er mit einer Hand fühlte, was da kribbelt, stach sie zu. Auch hier war Philipp, mein Held, zur Stelle. Meine Medikamente halfen dabei, eine allergische Reaktion zu vermeiden. Dem Mann ging es am Nachmittag wieder gut. Seine Frau hatte sich Philipps Handynummer aufgeschrieben und angerufen. Es tut gut, helfen zu können, findest du nicht?

Und last but not least können Beutel für „Hunde-Groß-Geschäfte“ auch zweckentfremdet bei „Dinosaurierdurchfall“ helfen. Gänseblümchen sind meiner Meinung nach entzückend aussehende Blumen. Aber wie ich schon sagte, zum Ansehen. Manchmal zieren zwei bis drei selbiger Blume auch schon einmal einen Salat. Wer diese isst, spürt keinerlei Folgen. Wenn man jedoch, wie Dino 1, etwa 20 bis 30 Stück davon verspeist, hat das eine absolut „durchschlagende“ Wirkung.

Es war Sommer, die Kinder spielten draußen mit ihren Kameraden, alles war schön und entspannt. Am Nachmittag war Oma angekündigt. Sie wollte mit uns in die Stadt fahren, um für Dino 2 den Schulranzen mit auszusuchen und zu bezahlen. Wie geplant, so durchgeführt.

Als wir im Laden standen, und Dino 2 mit einem Leuchten in den Augen einen Ranzen nach dem anderen ausprobierte, sagte Dino 1 mit einem Mal:“ Du Mama, ich muss mal“. „Wir gehen gleich zum Klo“ war meine Antwort. „Mama, ich muss!“ kam es dann dringlicher klingend von Dino 1 zurück. „Ach Mann“ antwortete ich etwas genervt „ halte doch bitte noch einen Augenblick an! Wir sind bestimmt bald fertig“. „Ich kann nicht anhalten!! MAMA, ich muss JETZT“ kam zurück. Also das kann doch nicht wahr sein, dachte ich. „Was ist denn los?“ fragte ich meinen großen Sohn gereizt. „Ich muss zum Klo. Ich muss ganz dringend!!“ antwortete dieser. „Ich habe vorhin glaube ich Blödsinn gemacht. Ich wollte Tobi imponieren und habe Gänseblümchen gegessen“. Auf meine empörte Frage, wie viele, antwortete er mit: „Na ja, auf jeden Fall mehr als 10“. In seinem Gesicht konnte ich sehen, dass er die Wahrheit sprach. Es war dringend!

Ich ging zu einer Verkäuferin und fragte, ob wir kurz die Toilette benutzen dürften. Nein, die sei wirklich nur für die Angestellten. Aber eine öffentliche gäbe es die Passage runter, gleich bei H & M um die Ecke. Da mein Dino allerdings mittlerweile schon einen puterroten Kopf hatte, weil er sich Mühe gab das, was unbedingt raus wollte, zurück zu halten, musste eine andere und vor allem zügige Lösung her. Nur guter Rat war teuer. Wo um Himmelwillen kann man in einem Taschengeschäft sein „Geschäft“ verrichten, wenn es für Kunden keine Toilette gibt?

Unsere Rettung war eine Umkleidekabine in der linken Ladenecke, da es auch Ledermäntel zur Anprobe gab. Dino 1 und ich also da rein. Im ersten Moment war ich erneut ratlos, denn ich konnte meinem Kind ja schlecht erlauben, seine Notdurft auf dem Kabinenboden zu verrichten. Dann kam mir die zündende Idee. Brutus Hundehäufchentüten! Und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Mein Dino hockte sich hin, ich hielt die Tüte unter seinen Po und „ab ging die Post“. Ich weiß, das ist irgendwie unappetitlich, aber genau so ist es doch im Leben, oder? Mein Kind war erleichtert! Dank Feuchttüchern, Händedesinfektionsmittel und Co kamen wir anschließend sauber aus der Kabine zurück. Die gefüllte Tüte entsorgte ich rasch vor dem Laden im öffentlichen Mülleimer, denn der daraus wabernde Geruch war absolut ekelhaft. Ja Leute, bei uns ist immer etwas los. Den Schulranzen konnten wir dann noch in aller Ruhe aussuchen. Alles war wieder im Lot.

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Dem nicht genug, befinden sich in meiner Handtasche weitere Utensilien, wie zum Beispiel ein Draht. Damit lässt sich wunderbar eine Autotüre öffnen, wenn Frau Bruckmann, also ich, den Schlüssel im inneren des Wagens liegen lässt. Nun ja, bei meinem früheren Auto war das so. Da funktionierte alles noch mechanisch. Heute ist mein Auto elektronisch verschlossen. Aber das geht eben nur mit Schlüssel. Dennoch ist der Draht in meiner Handtasche geblieben, denn ich weiß, eines Tages werde ich ihn brauchen!
Ein Magnet und Sockenwolle sind grandiose Helfer, wenn Mia “Dusselig“ ihren Haustürschlüssel wieder einmal in einem Gullideckel versenkt hat. Und das Taschenmesser ist multifunktionell einsetzbar (zum Beispiel, um Wolle abzuschneiden oder den Namen unseres verstorbenen Katers Patrick in einen Baumstamm zu ritzen). Natürlich darf mein Talisman, mein Glückshündchen, nicht fehlen, denn ohne ihn verlasse ich nicht das Haus.

Nun wisst ihr den Inhalt meiner Tasche, aber was genau sagt das über meine Persönlichkeit aus? Würde Frau Rosanna Pierantognetti einen Blick in meine Handtasche werfen, käme sie gewiss zu dem Ergebnis, dass ich ein eindeutiger „Survivaltyp“ bin (eine neue noch unentdeckte Spezies). Die Handtaschen-Therapeutin hat nämlich durch unzählige Blicke in Handtaschen vier Handtaschentypen klassifiziert:

 Die Spaßhaberin:

Comuniteen: Moderne, coole und funktionale Tasche. Aber immer eine andere, deren Inhalt aus einem Smartphone, Notebook, Studentenausweis besteht. Die Trägerin ist immer in Bewegung, technik-affin, hat Lust auf Neues und ist immer up-to-date.

oder

Star Shine: Süße, glitzernde, klimpernde sexy Tasche, ausgestattet mit einem MP3-Player, Handy mit Strassaufklebern, Star-Magazinen. Frau trägt farbige Kontaktlinsen. Sie ist lebenslustig, interessiert an neuen Dingen, ist modisch und schwärmerisch.

 

 Die Glücksstrategin:

Lady Macchiato: Dieser Taschentyp hat eine hochwertige, edle Tasche in einer modernen Farbe. Im Inneren befinden sich neues Parfüm, viele Kreditkarten und Bargeld, Smartphone. Frau ist zielbewusst, stilvoll, weiblich, ein urbaner Stadtmensch, sie lebt im Hier und Jetzt, ist sehr kontaktfreudig.

oder

Pippilotta de Luxe: Besitzt viele moderne und trendige Taschen, Modell wird ständig gewechselt. In der Tasche befinden sich Quittungen, große Sonnenbrille und Kondome. Die Trägerin ist optimistisch, vielseitig interessiert und offen für Neues.

 Die Alleskönnerin:

Tigerwoman: Die Tasche hat ein elegantes, hochwertiges, klares und klassisches Design. Beinhaltet Organizer, Visitenkarten-Case, Extra-Strumpfhose. Dieser Typ Frau ist kämpferisch, zielstrebig und hat Angst sich zu öffnen.

VIB Mommy: Bunte Muster, helle Farben, Messenger-Bag. Beinhaltet alles fürs Kind. Angefangen vom Babyphone bis hin zur Plastikdose mit Obst und Keksen. Die Trägerin ist vielseitig, modisch und gut organisiert.

 Die Friedensstifterin:

Lohas Lifestyle: Stabile, robuste Tasche, meist aus gegerbtem Leder, Canvas oder Baumwolle. Ihr Inhalt besteht aus strahlungsarmem Handy, Biokosmetik, Yoga-Matte und 1 Packung Nüsse. Diese Frau ist ökologisch eingestellt, lebt bewusst und setzt sich für unsere Zukunft ein.

oder

Pontia Pilates: Geräumige Tasche aus leichten Materialien, darin befindet sich ayurvedische Kosmetik, Chai-Tee und Erinnerungsstücke. Frau ist spirituell, innerlich ruhig, interessiert an astrologischen Themen und ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

(Quelle: www.gofeminin.de / Artikel: „Zeig mir deine Handtasche und ich sage dir, wer du bist!“)

Und, liebe Leserin, welcher Handtaschentyp bist du? Schreibt mir eure Antworten. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Mit dieser Kolumne nehme ich Teil an der Blogparade von Sandra Dietzel.
Thema:“ Zeigt her Eure Handtasche“

https://onlinetagebuchvonsandra.blogspot.de/2015/12/blogparade-zeigt-her-eure-handtasche.html

 

14 comments on “Simsalabim sagt meine Handtasche!

  1. Mein Gott,
    wie passt das alles in deine Handtasche rein?
    Aber sehr lustige Anekdoten… Wie kann sowas alles nur einer einzigen Person passieren?*lach*
    Ich kann mich ürigens am ehesten beim Typ VIB Mommy eingruppieren. Entweder ich gehe mit dem Wickel-Rucksack raus (ja, tatsächlich ein Rucksack, schließlich muss ich ja für alle Eventualitäten gewappnet sein!) oder einfach nur mit Geld in der Jacke.

    Ich frage mich jetzt ernsthaft was in deinen Koffern drin ist wenn du verreist… Müsst ihr oft für Übergewicht bei Koffern zahlen?

    Liebe Grüße,
    Franzi

    1. Liebe Franzi, ich bin selbst überrascht, welches Fassungsvermögen meine kleine Tasche hat . Und zu deiner Koffer-Frage: da habe ich einen zusammen mit meinen Kindern, weil ich mich hier wirklich auf das Notwendige beschränken kann, aber Philipp…. Er hat seinen eigenen Koffer, weil sein „gesamter“ Kleiderschrank mit verreisen darf plus diverse Extras, die MANN eventuell benötigen könnte. Damit kommen wir tatsächlich dem kritischen Reisegewicht sehr nahe!

  2. Gott hast du herrlich geschrieben. Ich musste einige Male richtig lachen, da ich mich in gewisser Weise wieder erkannt habe.

    Mein Mann sagt immer: deine Handtasche ist schwerer als ein Koffer. Einmal stand sie auf dem Beifahrersitz neben mir und der piepte….Warnung für nicht angeschnallt Der Gute hatte meine Handtasche für menschlich gehalten. Aber ich bin immer gut ausgerüstet wie du .

    Liebe Grüße Sabine

    1. Oh, das Erlebnis mit dem hupenden Beifahrersitz hatte ich auch schon. Ich wusste erst gar nicht was los ist ( lach) weil ich im Traum nicht daran gedacht hätte, dass meine Handtasche der “ Übertäter“ ist.

  3. Hallöchen Mia

    Vielen Dank für deinen Besuch auf meiner Bloghütte. Ich habe die Blogparade von Sandra auch schon gesehen aber mich noch nicht dran gesetzt mit zu machen aber ich glaube meine alte zerrissene Handtasche will keiner sehen. 🙂 Aber vieleicht mache ich noch mit hab ja noch etwas Zeit.
    Sehr schöne und lustige Geschichte die da geschrieben hast war sehr amüsant sie zu lesen.

    Liebe Grüße Moni und einen schönen Blogger Comment Day

    1. Liebe Moni, vielleicht ist der Inhalt deine Tasche ja besonders interessant. Eine Blogparade wird umso “ bunter“, je mehr mit machen. Vielleicht findest du die Zeit dafür. LG Mia

  4. Hallo Mia!

    Ja, das leidige Thema „mit deiner Handtasche kannst du spontan auswandern und würdest nichts vermissen“. Diese Tests kommen ja immer mal wieder im TV, da heißt es dann „Frau trägt durchschnittlich xy Teile in ihrer Handtasche“. Und dann kommt von vielen Seiten der Blick zu mir ^^ (ich sprenge jede Statistik 😀 ) Deshalb musste ich bei deinem Beitrag allzu oft Schmunzeln und fand mich wieder! Danke für diese wundervolle Unterhaltung an einem trüben Sonntag 🙂

    Herzliche Grüße!
    Eva

  5. Liebe Mia,

    das ist wohl die lustigste Erzählung über den Inhalt einer Tasche, die ich je gelesen habe! Ich schau sicher öfter vorbei und genieße deine humorvolle und bodenständige Art zu Schreiben!

    Alles Liebe,
    Jules

  6. Verrückt, was alles in deiner Handtasche steckt 😉 Vermutlich schlummert bei mir auch noch viel mehr als erwartet, aber ich versuche immer wieder aufzuräumen, damit ich nicht soviel Gewicht unnötig rumschleppe. Und in der Tat, wie die anderen auch schon schreiben, du hast einen sehr angenehmen Schreibstil 🙂

    LG Malene

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