Rioja für den Matador

Fakten:

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: 2006 / 10. Auflage 2015

Umschlagsfoto: Paul Grote

Gesamtherstellung: Druckerei C. H: Beck, Nördlingen

ISBN: 978 – 3 – 423 – 20930 – 4

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

 

Über den Autor:

Paul Grote, geboren 1946, berichtete 15 Jahre lang als Reporter für Presse und Rundfunk aus Südamerika, wo er die professionelle Seite des Weinbaus kennen lernte. Seit 2003 lebt er als freier Autor in Berlin. Sein Gespür für Wein, sein Wissen und seine Erfahrung spiegeln sich in allen seinen Krimis wieder.

Blick ins Buch:

„Mitten in die Auseinandersetzungen einer Großkellerei und einer jungen engagierten Kooperative platzt der deutsche Journalist Henry Meiyenbecker, der für eine seiner Reportagen in Spaniens berühmteste Weinregion gereist ist. Als kurz darauf der Önologe der Kooperative, Jaime Toledo, bei einem Autounfall ums Leben kommt, ist Meyenbecker alarmiert. Zunächst deutet nichts auf ein Verbrechen hin. Der Journalist lässt jedoch nicht locker. Je tiefer er gräbt, desto mehr Menschen bringt er gegen sich auf. Geht es um Wein, oder geht es um andere Dinge? Bald wird die Rioja für ihn zur tödlichen Arena. Und der Tag des Stierkampfes rückt immer näher…“

Covergestaltung:

Unter Verwendung eines Fotos aus dem Privatbesitz des Autors wurde das Cover gestaltet. Der Titel des Krimis und der Name des Autors sind mittig platziert.  Wer den Inhalt des Krimis kennt weiß,  dass Titelbild und Inhalt hervorragend  zusammenpassen.

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Aufbau und Schreibstil:

Der Kriminalroman besteht aus einem Prolog, 17 Kapiteln und einem Epilog. Insgesamt sind  337 Seiten zu lesen.

Der Roman ist in chronologischer Reifenfolge schrieben. Die Sprache ist gut verständlich und einfach zu lesen. Ich finde in der Schreibweise spiegelt sich  spanisches Temperament wieder. Wie beim Flamencotanz, dessen Reiz die Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen ausmacht, ist auch der Schreibstil im Tempo abwechslungsreich. Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt. Die Hauptfigur, Henry Meyenbecker, ist das tragende Glied der gesamten Handlung, um dessen Tun sich das restliche Geschehen des Krimis rankt.  Der Spannungsbogen wird geschickt aufgebaut und hält sich bis zum Ende des Romans.

Meine Meinung:

Während des Lesens entstand bei mir der Eindruck, dass der Aufbau des spannenden Krimis mit dem sogenannten Dominoeffekt vergleichbar ist. Als Dominoeffekt bezeichnet man eine Abfolge von meist ähnlichen Ereignissen, von denen jedes einzelne zugleich die Ursache des folgenden ist. Alle Ereignisse gehen auf ein einzelnes Anfangsereignis zurück.

Im Krimi ist der Ursprung allen Geschehens eine geplante Reportage, die der deutsche Journalist Henry Meyenbecker über eine junge, aufstrebende Weinbaugenossenschaft schreiben möchte.  Kaum in Rioja angekommen, folgt ein Zwischenfall dem nächsten. Gemäß der Redensart „Unverhofft kommt oft“ wurde ich als Leserin in den Strudel einer temporeichen Geschichte  hineingezogen, die mich erst am Ende des Romans aus deren Verlauf entließ.

Fazit:

 „Rioja für den Matador“ ist das zweite Buch, das ich von Paul Grote gelesen habe.  Wieder ist der sympathische Journalist die Hauptfigur der Handlung. Äußerst findig trägt er auch in diesem Roman maßgeblich zur Lösung des Kriminalfalles bei. Nicht nur die Geschichte gefiel mir äußerst gut, sondern auch die Beschreibung der spanischen Region, den dort ansässigen Bevölkerung und deren Lebensgewohnheiten.  Diese Paarung  und die Schreibgewandtheit  von Paul Grote schufen ein Lesevergnügen der besonderen Art.  Wer Wein nicht nur im Geschmack kennen möchte, bekommt durch die Kriminalromane von Paul Grote viele Facetten aufgezeigt. Deshalb gebe ich dem Roman 5 von 5 möglichen Sternen.

 

Ich danke dem dtv Verlag für die Zusendung des Buches!

2 comments on “Rioja für den Matador

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