Neulich bei Bruckmanns

„Dies ist das Geheimnis der Liebe, dass sie solche verbinde, deren jedes für sich sein könnte und doch nichts ist und sein kann ohne das andere.“
(Friedrich Schelling 1775 – 1854, deutscher Philosoph)

Letzte Woche trug es sich zu, dass im Hause Bruckmann der Haussegen mehr als schief hing. Eigentlich könnte ich sagen, hier ging eine Atombombe hoch. Aber nun schöne der Reihe nach!

Es war Montag. Philipp packte seine sieben Sachen, um wieder einmal zum Kunden zu fahren. Dieses Mal nach Rheinland Pfalz. Er ist an den Abreisetagen stets wortkarg und leicht reizbar, da es ihm schwer fällt, Haus und Familie zu verlassen. Ich bin ebenso meistens mies gelaunt, weil ich meinen Mann in die Gesellschaft fremder Menschen, meistens Frauen, entlassen muss. Warum? Nun, er geht in Firmen und bereitet diese auf die Zertifizierung vor. Dafür müssen in den Häusern QM-Standards eingeführt werden. Das heißt, die Arbeitsabläufe im Betrieb werden nach bestimmten Richtlinien verändert, modifiziert und bearbeitet. Meistens verbringt er mehrere Wochen bei seinen Kunden. Während dieser Zeit wohnt er nahe seines Arbeitsortes im Hotel. Da die Firmenchefs anscheinend alle lieber mit Sekretärinnen und Assistentinnen arbeiten, hat mein Mann während des Arbeitsprozesses überwiegend mit fremden Frauen zu tun.

Zu meinem Leidwesen, muss ich sagen. Ich bin zwar hübsch, intelligent und eine „Bozibumä“ (lies zu diesem Begriff meine erste Kolumne aus 2015), aber es fällt mir schwer, mir nicht vorzustellen, dass diese fremden Frauen, meinem Mann keine schönen Augen machen.

Ich vertraue meinem Mann. Es gab noch nie einen Grund, es nicht zu tun. Ich werde aber knatschig, wenn Frau Müller, Frau Meier oder Frau Schulze das hundertste Mal hier anrufen, um „Philipp“ zu sprechen (und nicht „Herrn Bruckmann“).

Auch diese Woche war es wieder der Fall. Frau Hüschel, die persönliche Assistentin von Herrn Wohlers, dem Chef einer großen IT-Firma rief für meine Begriffe zu oft an. Ich sagte ihr zum bestimmt einhundertneunundsiebzigsten Mal, dass mein Mann bereits auf dem Weg zur Firma sei. Die Aussage, sie habe für Philipp dieses Mal ein Hotel gebucht, das auf ihrem Weg von oder zur Arbeit liegt, stieß mir sehr sauer auf. Auf meine leicht bissige Frage, warum sie das getan hätte, antwortete sie mir:“ Na, es ist doch meine Aufgabe, ihn hin und her zu fahren. Bisher musste ich stets Umwege in Kauf nehmen. Dieses Mal war aber ein Zimmer im „Osterhof“ frei. So können Philipp und ich noch bei einem Absacker vielleicht das ein oder andere besprechen.“ Das hätte sie besser nicht geäußert, denn in genau diesem Moment gingen bei mir alle Alarmanlagen an, meine Schotten dicht und meine Phantasie begann zu galoppieren.

Kaum aufgelegt, rief ich Philipp im Zug an. Ohne ihn zu Wort kommen zu lassen, schnodderte ich ihn an, wie lange er denn mit dieser Frau Hüschel schon ein Verhältnis hätte. Da ich ihm diese Frage nicht das erste Mal gestellt hatte, war auch Philipp in Sekundenschnelle auf 180!
Ja und was soll ich sagen? Das eine Wort ergab das andere und alles wieder zurück. Wir schrien uns zu allerletzt an und beendeten das Telefonat beidseitig in großer Wut.
„Normalerweise“ beruhigen wir uns in den darauf folgenden Stunden wieder und abends können wir wieder friedlich miteinander sprechen. An diesem Montag war es nicht so. Philipp hatte mich vor seiner Abreise gebeten, ihn mit meinen doofen Unterstellungen in Ruhe zu lassen, aber ich habe es nach dem Telefonat mit Frau Hüschel einfach nicht geschafft.

Keine Ahnung warum, aber an diesem Montag rotierten meine Worte in Philipps Kopf weiter und weiter. Und wieder weiter und weiter. Wie in einem Dampfkochtopf stieg in Philipp die Wut über meine Worte kontinuierlich an. Er blockierte mich beim SMS schreiben, er blockierte mich bei den Anrufen.

Als er in seinem Hotelzimmer angekommen war bekam ich einen knallharten Anruf. „Hör zu“ meinte Philipp „meine Geduld ist am Limit angekommen! Ich lasse mir das von dir kein einziges Mal mehr unterstellen. Ich habe dich noch nie betrogen und werde es auch nie tun. Aber da du das anscheinend nicht kapierst, sage ich dir folgendes: es ist Schluss, aus und vorbei bei uns!“

Ungläubig starrte ich den Telefonhörer an, den ich noch immer in der Hand hielt, obwohl Philipp längst aufgelegt hatte. Ja spinnt der denn jetzt total, fragte ich mich? Etwa später war ich bei: der hat sie doch nicht mehr alle; ich lasse mir so ein Verhalten nicht bieten. Wiederum eine gute Stunde später war ich überzeugt davon, dass er absichtlich diesen Streit vom Zaun gebrochen hatte, damit er mit mir Schluss machen kann, um sich diese Hüschel zu krallen.

Da kroch auch in mir die Wut empor. Mit mir macht so keiner Schluss. Der wird mich kennenlernen!

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Also rief ich meine Schwiegereltern an. Ich schrie meinem Schwiegervater ins Ohr, dass sein missratener Sohn, mir die Ehe gekündigt habe, weil er sich eine Neue gesucht hätte. Daran seien doch mein Schwiegervater und seine Frau schuld, weil sie beide Philipp anscheinend kein Benehmen beigebracht hätten.

Natürlich hinterließen diese Worte bei der Gegenpartei ihre Spuren. Philipp wurde von seiner aufgebrachten Mutter angerufen. Wie er dazu käme, mich und die Kinder so schändlich im Stich lassen?

Das wiederum hatte zur Folge, dass mein Mann wütender und wütender wurde.

Mitten in der Nacht zum Dienstag klingelte mein Handy. Schlaftrunken wankte ich die Treppe von oben nach unten in die Küche. „Hallo?“ krächzte ich. Da hörte ich es schniefen und schluchzen. Philipp war am anderen Ende der Leitung. Er weinte bitterlich. Besorgt fragte ich ihn, was denn los sei? Ob etwas passiert wäre? Dass er wegen mir, dem Stress und all den vielen bösen Worten, die zwischen uns gefallen waren weinte, kam mir nicht in den Sinn. „Du merkst doch auch gar nichts mehr“ schrie er mich an und legte auf. Ich stand noch minutenlang barfuß auf den kalten Küchenfliesen und hörte ich mich hinein. Was sollte ich eigentlich von all dem halten?
Leider schien meine innere Stimme der Meinung gewesen zu sein, dass nachts um drei Uhr sie nicht zu antworten hätte, denn außer einem lauten Magenknurren kam keine weitere Reaktion. Mit einem Wienerwürstchen in der Hand stapfte ich die Treppe wieder nach oben ins Schlafzimmer. Aufgewühlt legte ich mich zurück ins Bett. Wie lange ich wach lag weiß ich nicht, aber zum Glück sind ja noch Ferien, die Kinder bis zum nächsten Montag außer Haus.

Den gesamten Dienstag über hüllte sich Philipp in Schweigen. Ich interpretierte das so, dass er Abstand braucht, um sich aus seiner Wut herunterfahren zu können. Für mich war somit die Angelegenheit erledigt. Der meldet sich bestimmt heute Abend wieder ganz normal, wie immer!

Tat Philipp nicht. Er meldete sich erneut spät in der Nacht. Immer noch aufgebracht sagte er, dass er am Donnerstag nach Hause käme, ich solle bis dahin meine Sachen gepackt haben, ich könnte gehen. Es sei schließlich alles SEIN Eigentum. Alles von seinem hart verdienten Geld bezahlt. Da war ich mit einem Schlag glockenhell wach. Nee, so nicht!

Und ob ihr es glauben wollt oder nicht, da stritten wir doch tatsächlich um kurz nach vier Uhr mitten in der Nacht um Teller, Tassen und anderes unnützes Zeug. Die Angst, ich könnte ohne etwas auf der Straße sitzen, machte mich zur zähnefletschenden Hyäne.

Am Mittwoch habe ICH dann jegliche Art der Kontaktaufnahme unterbunden, indem ich sämtliche Endgeräte auf stumm stellte.

Abends kam eine SMS von Käthe, meiner Schwiegermutter. Sie äußerte ihre Sorge, dass Philipp sich so komisch anhören würde. So wirr irgendwie. Ob ich ihn nicht mal anrufen wollte? Nein, wollte ich nicht, aber ich machte es, weil Käthes Worte bei mir eine gewisse Unruhe auslösten. Philipp wird doch keinen Quatsch machen, dachte ich mir. „Hi ich bin das“, sagte ich, als er ans Telefon ging. Und tatsächlich, er redete wirr. Er verwechselte Namen, Ereignisse aus der Vergangenheit und widersprach sich in einer Tour. „Sag mal, was ist los mit dir?“ fragte ich. Gar nichts, war seine Antwort. Was ich mir jetzt schon wieder einbilden würde? „Ich komme morgen heim. Hast du deine Sachen gepackt?“ kam noch von ihm hinterher. Dabei klang seine Stimme für mich bedrohlich. Der will mich tatsächlich raus schmeißen, dachte ich mir. Damit es nicht erneut zu einem Wortgefecht kam, legte ich ohne tschüss zu sagen auf.

Was mache ich denn jetzt? Weil mir nichts Besseres einfiel rief ich Wolfram, meinen Schwiegervater, an. Ich sagte ihm, dass Philipp mich morgen aus dem Haus schmeißen wolle, und dass auch ich den Eindruck wie Käthe hätte, mit ihm sei nicht alles in Ordnung. Okay, meinte Wolfram, er käme morgen früh auf neun Uhr zu mir. Zum Glück sind die Kinder bei Tante Pia. Wir haben Osterferien, und die Jungs wurden zum Golfkurs für Kinder eingeladen.

In der Nacht auf Donnerstag habe ich extrem schlecht geschlafen. Die ganze Zeit zermarterte ich mir den Kopf, was ich unternehmen könnte, um den Rausschmiss zu verhindern. Zum Anwalt fahren, fiel mir ein, aber das würde ja den Streit gewiss immer schlimmer machen.

Am nächsten Morgen war mein Schwiegervater pünktlich um neun Uhr bei mir. Wir saßen blöd rum und warteten, dass Philipp eintrifft. Er hatte sich auf 10 Uhr angekündigt. Während der einen Stunde des Wartens rief Philipp bestimmt 25 Mal an, um ins Telefon zu brüllen, dass er es ernst meinen würde, mich zum Teufel zu jagen. Dabei klang es so, als ob seine Zunge schwer sei. Er lallte ab und zu und vermischte Vergangenheit mit Gegenwart.

Wolfram registrierte das ebenfalls. „Mensch Mia, das können wir nicht länger ignorieren. Mit Philipp stimmt etwas nicht. Es ist bestimmt gut, wenn ich mit ihm zu seinem Hausarzt fahre sobald er da ist.“, meinte er besorgt.

Da ich noch nicht mit meinem Hund seine Morgenrunde gelaufen war, weil ich selbigen vor lauter Stress und Anspannung vergessen hatte, holte ich dieses schleunigst um 9.30 Uhr nach, während mein Schwiegervater weiterhin zuhause wartete.

Hätte ich gewusst, was Wolfram während meiner Abwesenheit anrichtet, wäre ich nicht los gelaufen. Da hat mein Schwiegervater doch mein so genanntes Merkbuch auf dem Küchentisch gefunden, als er nach einem Glas in den Schränken suchte. Darin befinden sich sämtliche Telefonnummern. Vom Hausarzt angefangen über die Nummer der Babysitterin, bis hin zu aktuellen Kundennummern meines Mannes.

Wolfram wollte eigentlich nur Gutes tun, aber in seiner „Tüddeligkeit“ verwechselte er die Rufnummern und rief deshalb beim Hausarzt an, die Sekretärin möge doch dem Chef ausrichten, dass sein Sohn ein paar Tage Urlaub wegen einer familiären Angelegenheit nehmen würde. Beim Kunden meines Mannes hingegen bat er um einen dringenden Termin in der Praxis, weil sein Sohn irgendwie durcheinander zu sein scheint. Hätte bestimmt etwas mit seinem Ehekrach zu tun.

Ihr könnt euch denken, was passierte! Beide Angerufenen meldeten sich bei meinem Mann. Die Arztpraxis meinte, mit seiner Urlaubsplanung hätten sie nichts zu tun, und der Chef der IT-Firma informierte Philipp, dass er sich nach einem anderen QM-Manager umsehen würde, Philipp solle sich gerne um seine Ehe kümmern. Er, Herr Wohlers, bräuchte jemanden, der mit freiem Kopf arbeitet.

Peng! Noch mehr Öl, das auf Philipps eh schon brodelndes Feuer gegossen wurde!

Hier zuhause angekommen kam es zu einem unglaublichen Streit zwischen Philipp und seinem Vater. Zu guter Letzt warf Philipp Wolfram aus dem Haus. Mit ihm alleine, wusste ich nicht, wie ich mich verhalten sollte. Aus diesem Grund war ich einfach stumm. Still. Sagte kein Wort.

Philipp ließ sich in der Küche auf einem Stuhl nieder, holte sich mehrere Flaschen Wasser aus dem Kühlschrank, und trank und trank. Er schrie mich an, er hätte vor lauter Stress die letzten Tage das Trinken vergessen. Das sei ihm jetzt erst aufgefallen. Ich solle seine Sachen einpacken, er würde ins Hotel ziehen. In meiner Nähe bliebe er keine Sekunde länger.

Unfähig, den Befehl auszuführen, blieb ich einfach weiterhin stumm auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzen. Deshalb holte mein Mann selber einen Koffer aus dem Keller und begann seinen Kleiderschrank auszuräumen. „Hör auf damit!“ meinte ich zu ihm. Das brachte ihn wieder in Rage, und er stopfte seine restlichen Sachen schlampig in den Koffer. Wieder weinend, nahm er den Koffer hoch und verließ ohne ein Wort und ohne sich umzudrehen das Haus.

Rums, fiel die Haustüre ins Schloss. Da stand ich nun. Alleine. Mein Gott, was ist da nur passiert?

Weil mein Kopf sich leer anfühlte und ich keine bessere Idee hatte, fing ich an zu putzen. Das ganze Haus. Alle Betten bezog ich frisch. Jedes Regal wurde abgewischt, jeder Türrahmen, alle Fenster geputzt. Ich befand mich wie in einem „Putzrausch“. Nur nicht nachdenken müssen. Als es schließlich ganz gewiss nichts mehr zu putzen gab, sank ich auf dem Sofa zusammen. Ich rief Kerstin, meine Nachbarin an, ob sie mit Brutus eine Runde laufen könnte, ich hätte übelste, miese Kopfschmerzen.
„Gott du Arme“ waren ihre Worte, als sie mich beim Abholen meines Hundes sah „du siehst ja total fertig aus. Leg dich bloß schnell hin. Ich bring dir Brutus später wieder rüber.“ Weg war sie.

Da spürte ich, wie sich bei mir die Tränen ganz langsam aus dem Bauch ihren Weg nach oben in die Augen bahnten. Der innere Schmerz wurde von Minute zu Minute größer. Und dann begann auch ich an zu weinen. Stundenlang kullerten mir die Tränen über das Gesicht. Was ist nur passiert? Was habe ich nur getan? Wie konnte es nur zu dieser aktuellen Situation kommen?

Irgendwann kam eine Nachricht von Philipp. Er sei drei Querstraßen weiter im Hotel Kruse. Er wäre immer für mich da, wenn ich ihn mal bräuchte, aber so ginge es einfach nicht weiter.

Stunden später versiegten meine Tränen. Ich war leer. Ich musste erst einmal den Speicher wieder auffüllen, damit ich weiter um meinen Mann weinen könnte.

Um endlich Entspannung finden zu können, ließ ich mir ein Vollbad ein, denn nun hatte ich tatsächlich Kopfschmerzen bekommen. Bevor ich in die Wanne stieg, brachte Kerstin mir Brutus zurück. Sie sah mich kritisch an, sagte aber zum Glück nichts.

Weil ich diese erdrückende Stille nicht mehr länger aushalten konnte, holte ich mir aus dem Zimmer meines großen Sohnes dessen Radio ins Bad. Ich stellte mir einen guten Sender ein und ließ mich ins warme Wasser und den duftenden Badeschaum sinken. Ach, das tat gut.

Mit einem Mal saß ich allerdings senkrecht in der Badewanne, als von der Gruppe „Die Firma“ das Lied Eine wie keine im Radio gespielt wurde. Das Lieblingslied von Philipp. Ein Zeichen!

Ich sprang aus der Wanne, zog mir ohne mich abzutrocknen meinen Bademantel an, rasch in die Puschen geschlüpft und rannte mit Schaum in den noch nassen Haaren aus dem Haus. Drei Straßen weiter. Zum Hotel Kruse. Der Portier schaute nicht schlecht, als ich außer Puste vor ihm stand und japsend nach dem Zimmer von Philipp Bruckmann fragte.

Zimmer 37. Die Quersummer der Zahl ergibt die 10. Im Tarot die Zahl für das „Große Glück“. Erneut ein Zeichen!

Oben angekommen, traf ich Philipp weinend im Zimmer an. Gerade hörte das Lied auf. Er hatte es ebenfalls im Radio gehört. Ein Zeichen!

Was soll ich euch sagen? Wir reden seit diesem Moment nahezu ohne Punkt und Komma miteinander. Wir besprechen all das, was die vergangenen Jahre nicht mehr kommuniziert wurde. Wir erzählen uns, was wir erlebt haben. Wie erklären uns, was wir vermisst haben, was uns gestört hat. Wir formulieren Bitten. Wir äußern Sorgen und Ängste. Wir quasseln, wir ratschen. Wir lachen.

Um es kurz zu machen. Jeder Mensch trägt sein eigenes individuelles Päckchen. Das hat er/sie bei sich, überall. Und ich denke, eine Partnerschaft gelingt dann, wenn beide Teile sich gemeinsam um die Weiterentwicklung bemühen.

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Ehe ist Arbeit. Ehe ist Kommunikation. Wir hatten uns verloren. Aus einem gemeinsamen Weg wurden zwei einzelne Wege, die parallel zu einander verliefen. Zwar in die gleiche Richtung, aber ohne Berührungspunkte.

Doch wir sind wie Yin und Yang. Beide einzelne Individuen, die dennoch ohne einander nicht existieren können. Das ist uns klar geworden. Unglaublich, dass es so weit kommen musste, um uns diesen „Sachverhalt“ erneut vor Augen zu führen.

10 comments on “Neulich bei Bruckmanns

  1. Liebe Mia,
    ich bin mir sicher, solche Ausnahmesituationen gibt es in vielen Ehen/Familien.
    Ich finde es sehr schön und mutig von Dir, so offen darüber zu schreiben.
    Schön, wenn man es alleine wieder in den Griff bekommt, ansonsten sollte man den Mut haben, sich Hilfe von außen zu holen, z.B. einen guten Therapeuten.
    Da ich in der Psychiatrie arbeite, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass z.B. die Zahl der Menschen, die an Depressionen erkranken oder sonstige psychische Probleme haben, stetig zunimmt.
    Wichtig ist nur, dass man erkennt, wenn man Hilfe braucht und diese Hilfe dann auch annimmt.
    Viele Suizide in Deutschland passieren aufgrund unerkannter bzw. unbehandelter Depressionen. Wir sind da alle gefordert, auf uns, und auf unsere Nächsten zu achten!
    Ein schöner, mutiger und ermutigender Artikel!
    LG und weiterhin gute Genesung!
    Vera

    1. Liebe Vera, ich danke dir! Dein Beitrag ist konstruktiv und sehr schön formuliert! Du kannst ganz beruhigt sein, bei uns hat niemand eine versteckte Depression. Der Streit war wie ein reinigendes Gewitter! Philipp und mir ist dadurch so vieles klar geworden! Ich denke, der liebe Gott hat uns eine Botschaft geschickt, und dafür sind wir sehr dankbar!!

  2. Liebste Mia, mein lieber Schnuffel,
    ich bin im Nachhinein dankbar für diesen Streit, die Aktionen meines Vaters und alles in allem.
    Mich hat es wieder auf unseren gemeinsamen Weg gebracht und gelehrt, dass nicht nur Du immer etwas ändern sollst an Deinem Verhalten, sondern dass auch ich die verdammte Pflicht habe über mich nachzudenken und daraus die nötigen Folgerungen für uns zuziehen. Ich bin dir fern gewesen und hatte nur dass Geschäfft im Kopf. Du bist mein Mädchen, für uns würde ich alles tun. Ich liebe Dich über alles, du bist meine und sonst gibt es niemals eine. In Liebe Dein Schnuffel ( Phillip)

  3. OMG
    Gugug meine liebe Mia!
    Und nochmal OMG… Aber es ist so eine typische Situation. Ein Wort trifft ins nächste und der Weltuntergang ist perfekt! Ich bin froh, dass ihr alles wieder geregelt habt!!!!!
    Aber so witzig mit deinem Schwiegervater. Das ist auch so typisch! Ich hoffe, die Firma hat sich im Nachhinein nicht nach jemanden Neuem umgeschaut????
    Ich drück dich!!!!!!!!!

    1. Meine Liebe, danke für deine Anteilnahme! Tja, dank Wolfram ist mein Mann den Auftrag los. Aber mein Philipp ist sehr geschäftstüchtig. Ab morgen ist er in Hessen. Aber nur noch für 7 Tage. Ab sofort arbeitet er überwiegend von zuhause aus!

      1. Oh Mist!!! Dann ist die Firma aber auch doof!!! Sie hätten doch mal ein Auge zu drücken können…. Denn eigentlich ist es zum schmunzeln…

  4. Liebe Mia, danke das du uns teilhaben lässt an all den Höhen und Tiefen!
    Ich ´liebe´ deine Art die Dinge in Worte zu fassen.
    Du hast vollkommen Recht das die Ehe harte Arbeit bedeutet. Jeden Tag aufs Neue.
    Toll finde ich das Phillip sich hier in den Kommentaren verewigt hat.
    Ihr geht euren gemeinsamen Weg…
    Viele liebste Grüße
    Nadine

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