Morgen stirbst du

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Vermittelt durch die Literarische Agentur Thomas Schlück GmbH, Garbsen

Umschlaggestaltung: Johannes Wiebel

Satz: Greiner & Reichel, Köln

Druck und Bindung: Druckerei C. H. Beck, Nördlingen

ISBN: 978 – 3 – 423 – 21652 – 4

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

Das Buch ist auch als Kindle Edition erhältlich.

Über den Autor:

Reinhard Rohn, 1959 in Osnabrück geboren, lebt in Köln und Berlin und arbeitet als Verlagsleiter. Er hat zahlreiche Kriminalromane ins Deutsche übersetzt, bevor er selbst mit dem Schreiben von Spannungsromanen begann. Unter dem Pseudonym Arne Blum hat er außerdem drei Romane mit Kim, dem Detektiveschwein, veröffentlicht. Bei dtv erschien 2015 sein Kriminalroman „Leise, stirb leise“ , der erste Fall für Lena Larcher.

Blick ins Buch:

„Nachdem die Kölner Hauptkommissarin Lena Larcher Mann und Sohn bei einem Autounfall verloren hat, gelingt ihr nur mühsam, sich zurück ins Leben und in den Beruf zu kämpfen. Doch bei einem Treffen ihrer Trauergruppe begegnet sie einem Mann, der ihr Interesse weckt. Kurz darauf wird dieser tot in einem heruntergekommenen Hotel in Köln aufgefunden. Der Tote war Journalist und hatte offensichtlich über die sogenannten Bilderberger recherchiert, eine geheime Gruppe einflussreicher Personen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Adel. Lena ist die Einzige, die nicht  an Selbstmord glaubt. Wo sind die Papiere des Toten, wo sein Smartphone  und sein Laptop? Da gibt es einen weiteren Todesfall. Aus dem Rhein wird eine junge Frau geborgen. Ihr Gesicht ist  komplett zerstört, einziges Erkennungsmerkmal: zwei tätowierte Flügel auf ihrem Rücken. Kannte der  Journalist die Tote? Beharrlich setzt Lena Larcher ihre  Ermittlungen fort und entdeckt gefährliche Zusammenhänge. Zu spät bemerkt sie, dass sie in eine Falle gelockt wird. Und zwar  von jemandem, den sie sehr gut kennt…“  

Covergestaltung:

Zu sehen ist eine große Brücke über einen großen, breiten Fluss. Im Hintergrund sind beleuchtete Gebäude einer großen Stadt zu sehen. Über der Brücke ist eine schwarze Feder abgebildet, auf die der Titel des Romans gedruckt ist. Eine Feder ist häufig als Symbol für die Verbindung zwischen Leben und Tod zu deuten. Wer den Inhalt des Romans kennt weiß, dass die Covergestaltung sehr gelungen ist.

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Aufbau und Schreibstil:

Der Roman besteht aus 51 Kapiteln, die in chronologischer Reihenfolge geschrieben sind, und einem Epilog. Insgesamt sind 391 Seiten zu lesen.

Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist scharfsinnig  konstruiert und spannungsreich. Die Protagonisten wirken vertrauenswürdig und aufrichtig.. Der Spannungsbogen, der vom Autor von Anfang an aufgebaut wird, hält sich bis zum Schluss.

Meine Meinung:

Ein vermeintlich eindeutiger Fall entpuppt sich als „Büchse der Pandora“. Wie in der griechischen Mythologie überliefert, enthielt sie für alle Menschen unbekannte Übel. Genauso ist es in diesem Krimi. Je tiefer sich die Hauptfigur, Kommissarin Lena Larcher,  in den verworrenen Fall einarbeitet, desto mehr tun sich neue Abgründe auf und  der wahre Hintergrund des Geschehens offenbart sich.

Der Roman ist nicht ganz einfach zu lesen, da sich die eigentliche Handlung mit der Vergangenheit kreuzt. Hierbei steht das Leben des Journalisten Jörn Falk im Focus – kurz vor seinem Tod. Um die Handlung zu verstehen, werden vom Leser Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert. Dennoch liest sich der Kriminalroman flüssig und unterhaltsam. Ich konnte mich sehr gut in die Hauptfiguren einfühlen. Ihre Charakterisierung wirkt glaubwürdig, wahrhaftig und echt.  

Fazit:

„Morgen stirbst du“ ist mein erster Fall mit Lena Larcher. Der Vorläufe von Reinhard Rohn namens „Leise, stirb leise“ ist mir nicht bekannt. Dennoch ist die aktuelle Geschichte, unabhängig davon, sehr gut zu verstehen.

Mir gefällt, dass trotz fehlender Brutalität, der Roman bis zur letzten Seite spannend ist, weil sich der Fall Stück für Stück zusammensetzt. Dem Autor ist ein intelligent aufgebautes Stück gelungen, das den Leser bis zum Ende fesselt. Sehr gerne vergebe ich deshalb fünf von fünf möglichen Sternen.

 

 

Ich bedanke mich vielmals beim dtv Verlag für diese ansprechende Lektüre!

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