Die sieben Farben des Blutes

Fakten:

Verlag: Blanvalet, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Erscheinungsdatum: 17. Juli 2017

Umschlaggestaltung: Johannes Wiebel/ punchdesign

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN: 978 – 3 – 7341 – 0344 – 5

Das Buch ist auch im Kindle-Format erhältlich

 

Über den Autor:

Uwe Wilhelm, geboren 1957 in Hanau, hat Germanistik und Schauspiel studiert. Seit 1987 arbeitet er  als Autor für Drehbücher, Theaterstücke und Sachbücher. Er hat mehr als 120 Drehbücher u.a. für Bernd Eichinger, Katja von Garnier und Til Schweiger verfasst. Uwe Wilhelm ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Berlin.

Blick ins Buch:

„Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit.  Nur Staatsanwältin Helena Faber ist davon überzeugt, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst  „Dionysos“ nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde…“.

Covergestaltung:

Auf einem mattiert schwarzen Hintergrund steht im Vordergrund in marmoriertem Weiß der Buchtitel. Die Ziffer Sieben fügt sich wie ein Hologramm in den Titel ein. Darin sichtbar ist in Rot „fließendes Blut“.  Mir gefällt die Gestaltung sehr gut. Sie macht neugierig und passt zudem hervorragend zum Inhalt des Buches.

Aufbau und Schreibstil:

Das Buch besteht aus einem Prolog, viel Kapiteln und einem Epilog. Insgesamt sind 474 Seiten zu lesen.

Die Handlung ist packend, dramatisch, mitreißend und spannungsreich. Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung besteht  anfangs aus unterschiedlichen Handlungssträngen, die sich später zu einem  (in chronologischer Reihenfolge geschrieben) Strang verbinden.  Darin sind  punktuell Rückblicke in die Vergangenheit  eingeflochten. Der Spannungsbogen wird von Anfang an aufgebaut und hält sich bis zum Schluss. 

Meine Meinung:

Ich fühlte mich als Leserin zu Beginn des Buches wie eine „Turmspringerin“.  Nach dem Sprung tauchte ich erst einmal ab. Während des Aufstieges an die Oberfläche umgaben mich viele Luftblasen, die sich schließlich wieder zu einer geschlossenen Wasserfläche vereinten.

Das soll heißen, als Leserin war ich von der ersten Seite an mitten im Geschehen. Noch nicht wissend, wohin die Geschichte führt, ließ ich mich durch die darauf folgenden Seiten treiben. Unterschiedliche Handlungsstränge umgaben mich dabei. Das mag anfangs leicht verwirrend sein, doch ab einem gewissen Punkt, fügt sich die Handlung  zusammen. Dann ereignen sich die Geschehnisse in chronologischer Reihenfolge.  Es entsteht mehr und mehr Klarheit, die mich bis hin zum Ende begleitete. 

Ein temporeicher Thriller, in dessen Verlauf sich die Ereignisse regelrecht jagen. Das Einzige, das meinen Lesegenuss störte, war das Ende des Buches. Auf den letzten Seiten kommt es zu einer (meiner Meinung nach) überflüssigen Kehrtwende. Ich verstehe zwar gut, dass der Autor der Handlung noch einmal einen gewaltigen Spannungsschub „verpassen“ möchte, aber mir hat dieses leider nicht so gut gefallen.

Fazit:

Der Thriller ist ganz gewiss nichts für schwache Nerven!  Uwe Wilhelm  produziert durch die Kaltblütigkeit des Mörders ab der ersten Seite einen Spannungsbogen, der bis zum Zerreißen gespannt ist. Gänsehaut und Angstschauer durchrieselten meinen Körper. Ich wurde zwischen Ekel und Faszination hin und her gerissen. Sehr gut gefielen mir die Dialoge, die das Geschriebene sehr lebendig wirken ließen.

Ein gelungenes Werk, dem noch zwei weitere Bände folgen werden!

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

The Final Seven: Das Spiel beginnt

Fakten:

Verlag: „beTHRILLED“ – Das eBook-Imprint von Bastei Entertainment / für die deutschsprachige Ausgabe: Copyright, 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Erscheinungsdatum:  Juni 2017

Originalverlag: Erica Spindler; erstmals veröffentlicht  bei Double Shot Press

Originalausgabe: „The Final Seven“

Textredaktion: Sandra Lode

Covergestaltung: Christin Wilhelm

Das Buch ist auch als Taschenbuch erhältlich

 

Über die Autorin:

Erica Spindler wuchs in Rockford, Illinois, au und studierte an der Delta State Universitiy und Universitiy of New Orleans. Sie war als Malerin tätig, ehe sie sich der Schriftstellerei zuwandte. Zuvor erschienen die Thriller der New-York-Times-Bestsellerautorin im Knaur Verlag und bei Mira. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von New Orleans.

Blick ins Buch:

„New Orleans Detective Michaela Dare ist diszipliniert und zielstrebig. Sie braucht keinen neuen Partner – schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris, den respektlosen Charmeur und Draufgänger, der ihr vom FBI vorgesetzt wird. Obendrein soll ihre Aufgabe darin bestehen, Zachs Bodyguard zu spielen, während er die Bösen jagt. Doch Micki stellt bald fest, dass ihr Parner mehr drauf hat als ein verschmitztes Lächeln – und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die nur Zachs spezielle Fähigkeiten aufhalten können…“

Covergesteltung:

Schemenhaft ist das Gesicht einer Frau zu erkennen. Erst bei genauer Betrachtung fällt auf, dass darin eine dunkle Gestalt „versteckt“ ist. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass die Gestaltung sehr gut zum Inhalt passt.

Aufbau und Schreibstil:

Das eBook umfasst insgesamt 60 Kapitel. Ich benötigte knappe 6 Stunden, um das gesamte Buch zu lesen.

Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist komplex und spannungsreich.  Der Spannungsbogen, der von Anfang an besteht,  steigert sich bis zum Ende hin permanent.

Meine Meinung:

Mir hat das E-Book sehr gut gefallen. Der Leser erlebt neben einer spannenden Story eine Art  „andere Welt“. So genannte Psi-Phänomene wie beispielsweise außersinnliche Wahrnehmung, Präkognition (also die Fähigkeit in die Zukunft sehen zu können) oder Telepathie werden so geschickt in die Handlung eingebunden, dass es mir durchaus möglich erschien, das Beschriebene zu erleben. Der Autorin gelingt es dadurch vortrefflich, eine andere Qualität von Spannung zu erzeugen. Das Geschilderte ist nicht wirklich greifbar, es ist unheimlich und zeitgleich ungemein verlockend. Ich ließ mich sehr gerne auf das „Was wäre wenn“-Gedankenspiel ein und wurde nicht enttäuscht. Das „Andere“ ist erfrischend neu und  hat mich regelrecht begeistert.  Ich habe „The Final Seven“ an einem einzigen Nachmittag gelesen.

Fazit:

Der Anfang der Lightkeeper-Serie ist als „gelungen“ zu bezeichnen. Erica Spindler hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte zu packen und  neugierig zu machen, wie es mit Zach und Micki weitergeht. Die Fortsetzungsgeschichte „Triple Six“ erscheint im Herbst als eBook. Ich freue mich schon darauf!

Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 möglichen Sternen.

 

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das spannende Buch.

Jedes Team funktioniert nur so gut, wie…

Ich habe eine verdammt anstrengende Woche hinter mir. Grund für meinen persönlichen Stress ist eine Entwicklung in der Schule, die ich so, wie sie im Moment verläuft, nicht hinnehmen kann.

Kurzer Lagebericht:

Die Schulklasse meines älteren Sohnes besteht aus 38 Kindern. Alle gemeinsam haben von Montag bis Freitag in einem (für diese Klassenstärke) viel zu kleinen Klassenzimmer Unterricht. Das ist zumindest meine persönliche Meinung.

Dazu kommt, dass auch diese Klasse die spezifischen Schülertypen wie:  Den Streber, den Klassenclown, den Anführer etc. vorweist.

Nun gibt es euch zu erzählen, dass speziell die beiden Lehrerinnen im Fremdsprachenunterricht große Probleme mit dieser Klasse haben. Es mangelt am Respekt der Schüler gegenüber den Lehrerinnen. Den Lehrkräften fehlt, meiner Ansicht  nach, eine natürliche Autorität.

Auch mein Sohn gehörte lange Zeit zu denjenigen, die den Unterricht störten, ja teilweise sogar unmöglich machten. Der Unmut der Eltern, die berechtigter Weise äußerten, dass dieser Zustand nicht länger tragbar sei, wuchs.

Letztendlich kam es zu einem Gefühlsausbruch auf dem vergangenen Elternabend. Mein Mann und nicht nahmen nicht daran teil, weil Philipp das Geld verdienen an erste Stelle setzte, und  ich in gewisser Form auch. So trug es sich zu, dass die aufgebrachte Elternschar sich auf die nicht objektive Suche nach Schuldigen begab. Sehr schnell stand zumindest bei einer sehr kleinen Elterngruppe, die sich bereits vor diesem Elternabend regelmäßig zu treffen schien, fest, dass mein Sohn und sein bester Freund (und damit auch wir Eltern) zur Verantwortung für das Scheitern des Unterrichtes zu ziehen seien. Emotionsgeladen gaben diese Eltern ihren persönlichen Frust an mich und die Eltern des anderen Kindes weiter. Ein sehr unschöner Schlagabtausch war die Folge. Unzählige E-Mails wurden geschrieben. Letztendlich ging das ganze sogar bis zur Schulleitung.

Dann, Ende der Woche, fand ein persönliches Treffen statt. Anwesende waren wir Eltern, deren zwei Kinder als die federführenden Täter klassifiziert wurden, die beiden Fremdsprachen-Lehrerinnen, zwei Personen der oben genannten kleinen Elterngruppe, die sich selbst als die Elternvertreter der gesamten Klasse bezeichneten und der Klassenlehrer. Wobei anzumerken ist, dass der Klassenlehrer gleichzeitig der Pädagogische Leiter der Schule ist. Eine unglückliche Kombination, wenn ihr mich fragt! Bei diesem Gespräch kristallisierte sich allzu schnell heraus, dass es gar nicht darum ging, eine gemeinsame Lösung zu ENTWICKELN, sondern einen bereits durch die anderen Beteiligten gefassten Entschluss durchzusetzen. Besonders die Französischlehrerin und die beiden Elternvertreter waren sich da rasch einer Meinung.

Dagegen habe ich nur zu sagen: NICHT MIT MIR! Ich lasse mich von niemand mundtot quatschen. Keiner drückt mir einfach so seine eigene, persönliche Meinung auf. Ich lasse mich auch nicht von vorab geschlossenen Beschlüssen überrennen. So trug es sich zu, dass es zu einem Machtgerangel kam, anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen, eine Annäherung zu versuchen. Viel zu häufig viel das Wort „Kontrolle“!

Kurze Wortdefinition: „Kontrolle ist die Überwachung oder Überprüfung einer Sache, Angelegenheit oder Person und somit ein Mittel zur Herrschaft oder Gewalt über jemanden oder etwas!“

Ganz ehrlich, Leute, so kann die Angelegenheit nur im Voraus zum Scheitern verurteilt sein! So kann niemals ein friedfertiges Miteinander entstehen. So wird der Fremdsprachenunterricht niemals erfolgsgekrönt werden!

Mir ließ das Ende des Gespräches seither keine Ruhe. Im Grunde genommen wollen wir doch alle das gleiche Ergebnis: Die Lehrerinnen sollen einen guten Fremdsprachenunterricht führen können, in dem die Kinder den erforderlichen Lernstoff in ruhiger Atmosphäre gemeinsam erarbeiten.  Aber solange es um die Ausübung von MACHT geht, wird genau dieses nicht gelingen!

Ich möchte euch anhand eines einfachen Beispiels aufzeigen, was meiner Meinung nach die Lösung ist. Ich habe dafür „Hundeschlitten fahren“ gewählt:

Das Wichtigste an einem Hundeschlitten ist ein gut trainiertes Gespann,  das mit  dem Musher (Lenker) zusammenabreitet. Dabei lenkt der Musher den Schlitten mittels speziell gerufener Kommandos. Diese setzen die Hunde, insbesondere der Leithund, um. Die Kommandos dienen vorwiegend dem Richtungswechsel. Die Geschwindigkeit des Schlittens regelt der Schlittenführer über die Bremse. Dabei ist eine der wichtigsten Aufgaben, permanent genügend Druck auf die Bremse zu geben, damit die Zugleine gleichmäßig gespannt bleibt. Das angestrebte Ziel des Hunderennens wird aber nur erreicht, wenn das  GEGENSEITIGE  VERTRAUEN zwischen Mensch und Tier stimmt.

Was will ich euch damit sagen? Ich verrate es euch!

In anderen Worten gesprochen ist es meiner Meinung nach wichtig, dass ein Lehrer sich nicht nur selbst als Lernbegleiter sehen darf. Nur der Architekt für Lernumgebungen zu sein, ist eindeutig zu wenig. Will ein Lehrer etwas erreichen, muss er sich vielmehr als Regisseur verstehen, als Aktivator, der seine Klasse im Griff und jeden Einzelnen im Blick hat. Das heißt, jedem Schüler muss ganz klar sein, was der Lehrer von ihm will. Ganze Stunden erweisen sich als wirkungslos, weil der Lehrer zu Beginn nicht klarmacht, worauf es ihm/ihr in den folgenden  45 Minuten ankommt.  Zwar steuert ein guter Lehrer den Unterricht von der ersten bis zur letzten Minute, er nimmt hierbei jedoch  – und das ist das Besondere – immer die Perspektive seiner Schüler ein.

Der neuseeländische Bildungsforscher Hattie sagt folgendes: „Viel zu viele Lehrer erklären die fehlenden Lernfortschritte mit den Schwächen ihrer Schüler. Dabei benennen die Lehrer den mangelnden Fleiß der Schüler oder die fehlende Unterstützung des Elternhauses. Stattdessen müsste der Lehrer sich fragen, was ER/SIE falsch macht, wenn seine/ihre Klasse beim Lernen nicht vorankommt.“ Die Empirie gibt Hattie anscheinend recht!

Und auch hier gilt wieder zu betonen: eine Klassengemeinschaft funktioniert nur so gut, wie sie vom Lehrer geleitet wird!

EINE pädagogische Methode für ein besser funktionierendes Lernklima könnte folgende sein. DER SCHMILEYPLAN.

Schüler/Schülerinnen, die durch häufiges Stören den Unterricht blockieren, bekommen einen Wochenübersichtsplan, auf der ihr Stundenplan abgebildet ist. In den Kästchen für jedes Fach befinden sich jeweils drei Smileys: ein lachender, ein weinender und einer, der neutral schaut. Die Schüler müssen sich nach jeder Schulstunde ein Feedback des Fachlehrers abholen. Wenn sie eine Woche lang nur lachende Gesichter von allen Lehrern erhalten haben, bekommen sie eine selbstgewählte Belohnung, die natürlich im Vorwege abgesprochen und protokolliert wurde. Zum Beispiel eine Wunschstunde im Fach Sport. Anders herum müssen sie mit einer ebenfalls im Voraus abgesprochenen Konsequenz rechnen, die auf dem Wochenplan angekündigt wird.

Ziel sollte sein, den Schwerpunkt dabei auf die BELOHNUNG, als auf die STRAFE zu legen. Wer immer nur gestraft wird, legt sich eine Art „Schutzpanzer“ zu. Der Vorteil des Smileyplans ist, neben der Motivation, dass jeder Schüler ein direktes Feedback nach jeder Schulstunde bekommt, im Idealfall natürlich Lob, das den Schüler zu weiterem positiven Verhalten anspornt.

Diesen Smileyplan habe ich mir natürlich nicht eben mal ausgedacht. Nein, dieser existiert bereits. Petra Autering unterrichtet Deutsch und Englisch am Freiherr-von-Stein Gymnasium in Münster. Sie arbeitet mit diesem Plan und äußerte in einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „ … Es ist schön zu erleben, wie so aus einigen schlimmen Störern motivierte Kinder werden können, die auch von ihren Mitschülern die Rückmeldung bekommen, „dass sie ja richtig nett sein können“!

Zuvor ist es jedoch wichtig, dass  der Lehrer, bei dem es im Unterricht grandios vieles schief läuft, das Vertrauen aller Schüler und Schülerinnen gewinnt. Auch hierfür gibt es genügend pädagogisch bewährte Methoden, die zum Einsatz kommen könnten.

Und das Leute, das ist der richtige Weg. Diesen werde auch ich bei uns an der Schule einführen. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor mir,bzw. vor uns (an der Schule).

PACKEN WIR ES AN!

 

 

 

 

Wir sind die Guten

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: 9. Juni 2017

Umschlaggestaltung: dtv

Satz: pagina GmbH, Tübingen

Druck und Bindung: CPI- Ebner & Spiegel, Ulm

ISBN: 978 – 3 – 423 – 26149 – 4

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

 

Über die Autorin:

Dora Heldt, 1961 auf Sylt geboren, ist gelernte Buchhändlerin und lebt heute in Hamburg. Mit ihren Romanen führt sie  seit Jahren die Bestsellerlisten an, die Bücher werden regelmäßig verfilmt.

Blick ins Buch:

„Ein Jahr ist vergangen, seit das Ermittlerteam um Karl Sönningsen , Hauptkommissar a.D., der Polizei von Westerland erfolgreich gezeigt hat, wie man einen Serientäter stellt. Seitdem herrscht Ruhe auf der Insel. Bis Karls Team durch den Anruf einer Bekannten alarmiert wird: Deren Mieterin ist spurlos verschwunden. Es handelt sich bei der Vermissten um ebenjene junge Frau, die bei Charlotte und Inge, zwei der Hobby-Detektivinnen, ohne das Wissen der Ehemänner, im Haushalt hilft. Mit der Ruhe ist es vorbei auf Sylt. Und während Karl Sönningsen sein Ermittlerteam um sich schart, um heimlich die verschwundene Frau zu finden, stochert die Polizei von Westerland im Fall eines unbekannten Toten am Fuß des Roten Kliffs mal wieder im Nebel.“

Covergestaltung:

Zu sehen ist die  Abbildung einer rötlich schimmernden Steilküste. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass dieses sehr gut zum Inhalt des Buches passt.

Aufbau und Schreibstil:

„Wir sind die Guten“ besteht aus  einem Prolog und  ist  in den darauf folgenden Seiten in  chronologischer Reihenfolge geschrieben. Insgesamt erwarten den Leser 500 Seiten.

Der Inhalt ist kurzweilig, vergnüglich, unterhaltsam und fröhlich gestaltet. Der Schreibstil ist spritzig und anregend. Die Dialoge geistreich, witzig und sehr amüsant.

Es wird von  Anfang an ein Spannungsbogen aufgebaut, der sich bis zum Ende hält.

Meine Meinung:

Dieser Roman ist von „Spannung“ gekennzeichnet. Ohne grausames Blutvergießen steht dieses Mal ein Verbrechen, das in der Vergangenheit seine Wurzel hat, im Vordergrund. Das Ermittlerteam um Karl taucht erst tröpfchenweise auf, dann steigert sich das Handeln des Rentnerteams zum Rinnsal und erst gegen Ende des Romans treten die sympathischen Senioren in den Fokus des Geschehens. Natürlich sind sie es wieder, die den Kriminalfall zur Auflösung führen.

Ich habe mich erneut königlich amüsiert. Diese rüstigen älteren Herren und Damen um Karl sind einfach  wieder nur herzerwärmend dargestellt. Sie sind eigensinnig, schrullig, starrköpfig und gleichzeitig ungemein liebeswert.

Auch wenn der Roman eine gewisse Länge aufweist, ich habe mich keine  Minute damit gelangweilt.

Fazit:

Dora Heldt ist in ihrem Roman erneut gelungen,  in eine  spannungsreiche Handlung das typisch Norddeutsche einzuflechten.  Da ticken die Uhren langsamer. Freundschaften sind eine Sache fürs Leben.  Vielleicht könnte der Norddeutsche etwas mit Lakritze verglichen werden: der Menschenschlag ist bittersüß, nicht leicht zu konsumieren und nicht jedermanns Geschmack, aber dennoch angenehm und unvergesslich. 

Mit „Wir sind die Guten“ kann man als Leser jedenfalls  nichts falsch machen. Ein Kriminalroman, der  beim Lesen  garantiert Vergnügen bereitet. Deshalb vergebe ich gerne 5 von 5 möglichen Sternen. 

 

Herzlichen Dank an dtv Premium für die unterhaltsame Lektüre!

Jetzt gibt`s was auf die Ohren

Nur noch fünf Wochen, dann beginnen die Sommerferien bei uns. Wir freuen uns schon sehr, endlich hier für ein paar Tage raus zu kommen. „Tapetenwechsel“  ist Balsam für die Seele. Mal für eine gewisse Zeit raus aus dem Alltag zu sein, tut einfach gut!

Wir haben uns entschieden, dieses Jahr mit dem Auto zu fahren. Zum einen sind wir von Flug- und Zugfahrzeiten unabhängig, zum anderen soll unser Hund mit verreisen. Das geht am besten, wenn wir Koffer, Kinder und Haustier in unserem großen Auto verstauen.

Da die Reise in den Süden geht, wir aber in Hamburg wohnen, werden wir nachts fahren. Zu dieser  Zeit des Tages ist es nicht heiß, es fahren kaum LKW`s , und die Staugefahr ist gering. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kinder schlafen werden, zumindest für eine längere Zeit der Fahrt. Das erspart uns Eltern die dauerschleifenähnliche Frage:“ Mama, wann sind wir da?“.

Klingt doch alles perfekt durchdacht, oder?

Nun, einen Haken hat die ganze Geschichte leider doch. Ich hasse es, wenn es mucksmäuschenstill im Auto ist. Klar, das Radio wird während der Fahrt leise an sein. Es soll mich etwas, mit hoffentlich munterer Musik, unterhalten und dabei aber nicht die Kinder stören. Aber das reicht mir nicht. Ich brauche jemanden zum Quatschen. Jemanden, der mit mir über Gott und die Welt spricht, damit ich wach bleibe. Jemanden, der mit mir zusammen fährt, also sozusagen das Vier-Augen-Prinzip wahrt. Ist sicherer. Du weißt ja nie, ob sich nicht doch eine Wildschweinfamilie ausgerechnet dann auf den Weg über die Autobahn macht, wenn du gerade dort lang fährst, oder?

Aber dieser „Jemand“ ist garantiert nicht mein Mann Philipp. Der sitzt kaum im Auto, da fallen ihm bereits die Augen zu. Das Motorengeräusch soll daran schuld sein, meint er. Also bedeutet das, wenn wir in die Ferien los fahren, werden wir es gerade mal bis kurz hinter den Elbtunnel schaffen,  bevor  es ohrenbetäubend neben mir schnarchen wird… Da kommt bei mir keine Freude auf!

Ich möchte, dass mein Mann als Beifahrer dieses Mal wach bleibt. Mit starkem Kaffee und Red Bull sind gewiss ein paar Stunden raus zu schlagen, aber auf die Länge der Strecke gesehen immer noch zu kurz. Außerdem darf ich dann jede Stunde anhalten, weil Philipp pieseln muss. Das kennst du bestimmt auch, oder?

Nein, es muss etwas sein, das seine Aufmerksamkeit vollständig fesselt!

Nachdem ich mir diesbezüglich wirklich ein paar Tage den Kopf zerbrochen habe, kam mir die grandiose Lösung in den Sinn: Philipp braucht etwas auf die Ohren.

Mein Mann liebt Krimis, wie ich. Allerdings kommt er nicht dazu, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen, weil er, wenn er zum Beispiel in der Bahn sitzt, spätestens nach der dritten Seite eingeschlafen ist. Im Auto ist das nicht anders.

ABER, wenn er ein gutes Hörbuch hätte, war ich mir ziemlich sicher,  würde  er wach blieben. Und wie es dann bei mir so ist, wenn ich eine Idee habe, ich musste diese augenblicklich umsetzten.

Ich stöberte umgehend lange im Netz und fand schließlich den Link zu“ audible“. Es handelt sich hierbei um ein Amazon Unternehmen.  Das stimmte mich sofort positiv, denn ich gehöre zu denjenigen, die mit dem Service von Amazon sehr zufrieden sind– wie viele andere Nutzer auch.

Und die Bestellung  eines Hörbuchs ist ganz einfach. Du meldest dich bei „audible“ an, suchst dir in deinem Lieblingsgenre ein Hörbuch aus, bestellst es und kannst es in Nullkommanichts anhören. Die ersten dreißig Tage sind sogar kostenlos. Danach erhältst du für 9,95 Euro pro Monat deine Wunschbücher fürs Ohr. Du hast dabei keinerlei Mindestvertragslaufzeit, sondern kannst  jederzeit kündigen. Das finde ich ein faires Angebot.

Du kannst dir die Geschichten dann über dein Smartphone, dein Tablet oder am Computer anhören. Kurz gesagt: also überall dort, wo du gerade bist.

Ich habe es getestet und bin absolut begeistert!

Philipp bekam von mir „AchtNacht“ von Sebastian Fritzek zur Probe. Die ungekürzte Geschichte dauert  8 Stunden und 39 Minuten. Und  was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg. Mein Mann setzte sich Samstagabend mit Kopfhörern neben mich ins Bett. Ich las in meinem aktuellen Krimi.  Irgendwann löschte ich gegen Mitternacht mein Licht, Philipp hörte. Ich schlief ein. Philipp war immer noch wach und hörte sich seine Kriminalgeschichte an. Die gesamte Nacht lang!  

Natürlich war er dann gestern todmüde und schlief nahezu den halben Tag, so dass ich mit den Jungs alleine ins Freibad gefahren bin, aber das war mir das Experiment wert! Philipps Resümee ist grandios. Ihm hat das Hörbuch unglaublich großen Spaß bereitet. Die Aufmachung der Geschichte war spannend, der Sprecher super, der Klang 1A.

Logisch also, dass ich für unsere Fahrt in den Urlaub auch einen Krimi bei „audible“ bestellen werde. Jussi Adler-Olsen hat sich Philipp ausgesucht. Bei „Selfies“ beträgt die Spieldauer 17 Stunden und 16 Minuten. Ich weiß heute schon, dass die Autofahrt in den Süden ein Genuss werden wird, endlich!!

Und falls du jetzt sagst, meine Idee ist auch die Lösung für dein „Beifahrerproblem“, dann teste doch „audible“ 30 Tage kostenlos.

Hier ist der Link dazu:

http://www.audible.de/cat/Krimi-Hoerbuecher/656425031

 

Ich wünsch dir ganz viel Spaß damit! Lass mich doch in den Kommentaren wissen, ob du auch so ein „Problem“ beim Autofahren hast, und was ist deine Lösung dafür?

 

© Der Inhalt der Kolumne ist das geistige Gut von Mia Bruckmann und darf nur durch sie verändert und an Dritte weitergeleitet werden. Der Text unterliegt dem deutschen Urheberrecht. 

Der Näher

Fakten:

Verlag: Bastei Lübbe AG, Köln

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Umschlaggestaltung: www.buerosued.de

Satz: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

Druck und Verarbeitung: CPI books GmbH, Leck – Germany

ISBN: 978 – 3 – 404 – 17454 – 6

Das Buch ist auch als Hörbuch und E-Book erhältlich

 

Über den Autor:

Rainer Löffler, Jahrgang 1961, interessiert sich seit jeher für die Abgründe der menschlichen Seele. Mit dem Schreiben begann er unter Fred Feuerstein für das Magazin MAD. Als die Grenzen des satirischen Journalismus ihn zu sehr einengten, wandte er sich  dem Spannungsroman zu und schuf mit dem Ermittler Martin Abel eine Figur, die sich tief ins Dunkel der menschlichen Psyche begeben muss, um ihre Fälle zu lösen. Rainer Löffler lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Stuttgart.

Blick ins Buch:

„In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet seine Opfer nicht nur, er pflanzt ihnen auch etwas in den Körper….“

Covergestaltung:

Auf einem Hintergrund, der einem Jeansstoff ähneln könnte, ist der Buchtitel erhaben aufgedruckt. Passend zum Inhalt des Romans sind es unregelmäßige Kreuzstiche, so als ob der Titel aufgestickt, anstatt aufgedruckt,  wurde.  Ich finde das sehr originell und natürlich äußerst passend zur Story.

Aufbau und Schreibstil:

„Der Näher“ besteht aus einem Prolog, sieben Handlungstagen und einem Nachwort. Insgesamt sind 436 Seiten zu lesen.

Die Handlung ist packend, dramatisch, mitreißend und spannungsreich. Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung ist in chronologischer Reihenfolge geschrieben.  Darin sind  punktuell Rückblicke in die Vergangenheit des Täters eingeflochten. Der Spannungsbogen wird von Anfang an aufgebaut und hält sich bis zum Schluss.  

Meine Meinung:

Es passiert mir selten, dass ich das Verlangen habe, einen Thriller nur bei Tageslicht zu lesen. Beim Buch „Der Näher“ war es wieder einmal so weit. Der Inhalt des Buches ist dermaßen schockierend und erregend, dass ich die Spannung im Dunkeln nicht ausgehalten hätte.  Die Ereignisse gingen mir emotional „durch Mark und Bein“. Der Autor erzeugt auf geniale Weise eine Art „Bedrohung“, die permanent beim Lesen mitschwingt. An manchen Stellen gruselte es mich regelrecht. Ich war restlos  in der Handlung „gefangen“, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr weglegen konnte. Die Schicksale der Protagonisten zogen mich in ihren Bann. Ich habe jede einzelne Seite dieses Thrillers in vollen Zügen genossen.

Fazit:

Der Thriller ist für Fans der Spannungsliteratur nahezu ein „Muss“. Besonders die Erläuterungen im Nachwort gestalten den Inhalt noch plastischer, als er eh bereits ist. Mit „Der Näher“ bekommen Sie phantastische Krimilesestunden geschenkt. Ich wünsche Ihnen schaurig schöne Momente damit!  

Ganz klar erhält der Thriller von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

Meinen herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das phantastisch geschriebene Buch!

 

Niemand wird sie finden

Fakten:

Verlag: cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlaggruppe Random House

                 GmbH, München

                 Die englische Originalausgabe erschien 2016 unter dem Titel: „ Last Seen

                 Leaving“ bei Feiwel & Friends

Erscheinungsdatum: 22. Mai 2017

Umschlagkonzeption: semper smile, München

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

Druck: CPI books GmbH, Leck

ISBN: 978 – 3 – 570 – 17334 – 3

 

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich

 

Über den Autor:

Caleb Roehring, geboren in Ann Abor, Michigan, ist Autor und TV-Producer. An chronischem Fernweh leidend, hat er bereits in Chicago, Los Angeles  und der finnischen Hauptstadt Helsinki  gelebt. Er hat über dreißig Länder bereist und kann Empfehlungen abgeben, wie man trotz eines bescheidenen Budgets die schönsten Orte zu sehen bekommt. Als ehemaliger Schauspieler kann er auch Kameraerfahrung vorweisen. Er trat in Film und Fernsehen auf und bewegte sich sieben Jahre lang in der schrägen Welt des Reality-TV. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, harrte  er unter anderem nur in Unterwäsche in einem winterlichen Maisfeld aus, feierte mit einem waschechten Rockstar rauschende Partys, plauderte mit einem skandalgebeutelten Politiker und musste sogar vor einem wütenden Strauß fliehen. Niemand wird sie finden ist sein erster Roman.

Blick ins Buch:

„Als in der Woche vor Halloween die Polizei eines Abends auf Flynn wartet und ihn beschuldigt, am Verschwinden seiner Freundin January beteiligt zu sein, setzt sich für ihn eine unberechenbare Ereigniskette in Gang. Denn obwohl Flynn Januarys Freund ist, hat er sie  seit fast einer Woche nicht mehr gesehen. Den Polizisten den Grund dafür zu nennen, würde aber einen ganzen Fragenkatalog auf den Plan rufen, den Flynn nicht beantworten will. Nicht jetzt. Nicht vor seinen Eltern. Nicht vor seinen Freunden. Und wenn er ganz ehrlich ist, ganz besonders nicht vor sich selbst.

Dann spitzt sich die Lage zu und man beginnt, Januarys Verschwinden als Mordfall einzustufen. Flynn begibt sich auf Spurensuche und entdeckt dabei, dass January ebenfalls Geheimnisse hatte und bei weitem nicht das Mädchen war, das er so gut zu kennen glaubte. Die Liste der Verdächtigen ist lang, die Motivlage unübersichtlich und am Ende werden Wahrheiten ans Licht kommen, deren Ausmaße auch Flynns Leben vollkommen verändern werden.“

Covergestaltung:

In hellem Weiß leuchtet dem Leser der Titel des Romans entgegen. Es sieht so aus, als ob er an eine Häuserwand geschrieben wurde. Erst bei genauer Betrachtung ist im Hintergrund der Kopf einer jungen Frau erkennbar.  Da auch in der Handlung des Buches vieles im Hintergrund „schlummert“, finde ich die Gestaltung sehr gelungen.

Aufbau und Schreibstil:

Das Buch besteht aus 29 Kapiteln und einem Epilog. Insgesamt sind 402 Seiten zu lesen. Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist logisch konstruiert und spannungsreich.  Der Spannungsbogen, der sich von Anfang an aufbaut, hält sich bis zum Schluss.

Meine Meinung:

Der Aufbau des Romans gleicht einem Labyrinth. Durch zahlreiche Richtungsänderungen wird der Inhalt des Romans zu einem Rätsel. Alles was vordergründig logisch erscheint, entpuppt sich letztendlich als Irrweg. Mir hat das sehr gut gefallen. Der Roman bekommt dadurch Tempo, das mich packte. Ich las das Buch an einem einzigen Tag durch, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet.

Fazit:

Der sehr sympathische Hauptdarsteller des Romans, Flynn, ist mir rasch ans Herz gewachsen. An seiner Seite rätselte, suchte und „schwitzte“ ich mit ihm. Immer wieder gerät er in unvorhersehbare Situationen, die von ihm rasches Handeln erfordern. Ich konnte sein dabei entstehendes Herzklopfen förmlich fühlen. „Niemand wird sie finden“ bereitete mir beim Lesen großen Spaß. Ich kann deshalb das Buch ohne Bedenken ausdrücklich empfehlen!  

 

Meinen herzlichen Dank an die Verlaggruppe Random House GmbH für die spannende Lektüre!

Das Opfer Null

Fakten:

Verlag: Copyright der deutschsprachigen Ausgabe by Penguin Verlag in der                 

              Verlagsgruppe  Random House GmbH, München

Erscheinungsdatum : 9. Mai 2017 

Umschlaggestaltung: Cornelia Niere

Satz: Greiner & Reichel, Köln

Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN: 978 – 3 – 328 – 10091 – 1

 

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich

 

Über den Autor:

Frederico Inverni ist das Pseudonym eines italienischen Autors, „Das Opfer Null“ ist sein erster Roman. Um sein Buch für sich selbst  sprechen zu lassen, hat er sich entschieden, anonym zu bleiben.

Blick ins Buch:

„Seit dem Tod seiner Familie ist für den ehemaligen  verdeckten Ermittler Lucas  nichts mehr, wie es war. Er isst nicht, er schläft nicht, er empfindet nichts. So muss sich die ewige Dunkelheit anfühlen. Doch dann tötet ein Serienmörder vier Frauen, und die Polizei ist auf Lucas‘ Hilfe angewiesen. Denn niemand kann Tatorte so gut lesen wie er. Gemeinsam mit der jungen Psychiaterin Anna entwickelt er ein Täterprofil, scheint den Killer langsam zu durchschauen. Aber dann wird die Mordserie unterbrochen. Etwas muss geschehen sein. Und Ann beginnt Lucas zu hinterfragen. Denn auch sie hat in ihrem Leben schon in viele Abgründe geblickt…“  

Covergestaltung:

Schemenhaft ist in Schwarz und Grau ein Männergesicht erkennbar. Es ähnelt einer Phantombildzeichnung. In hellem Gelb ist darüber der Titel des Buches gedruckt. Helles Gelb in Verbindung mit Schwarz deutet in der Psychologie auf „Gefahren“ hin. Somit ist die Buchgestaltung hervorragend gelungen!

Aufbau und Schreibstil:

Der Text besteht aus 104 Kapiteln. Insgesamt sind 432 Seiten zu lesen.

Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist komplex und spannungsreich.  Der Autor hat den Inhalt genial „verschachtelt“ aufgebaut, so dass der Spannungsbogen, der von Anfang an besteht, sich bis zum Ende hin permanent steigert.

Meine Meinung:

Stellen Sie sich ein abgewickeltes Wollknäuel vor.  Der Wollfaden ist unübersichtlich verwickelt, verschlungen und verknotet. Sie suchen den Anfang des Fadens und beginnen ihn ordentlich in einen Wollballen aufzurollen.

So ist es mit der Handlung des Buches auch. Sie werden anfangs  mit anscheinend unzusammenhängenden Handlungsszenen konfrontiert und fragen sich, was das eine mit dem anderen wohl zu tun haben mag. Dann beginnt sich die „Verwirrung“ zu ordnen. Die Handlung übernimmt ihren durchschaubaren Verlauf. Doch immer wieder ändert sich die Richtung. Sie stoßen auf vordergründige Schlusspunkte und dennoch geht die Handlung anschließend weiter. Bis Sie das überraschende Ende erreichen. Sehr genial geschrieben!

Fazit:

„Das Opfer Null“ ist ein abwechslungsreich geschriebener Thriller, der äußerst geschickt konstruiert ist. Ich, als Leserin, habe mitgerätselt, mitgezweifelt und mitgefiebert. Besonders gefiel mir, dass das Ende bis zum Schluss  nicht offensichtlich vorhersehbar ist! Der Thriller ist ein Lesegenuss, den ich wärmstens empfehlen kann. Deshalb vergebe ich fünf von fünf möglichen Sternen.

 

Meinen herzlichen Dank an die Random House Verlagsgruppe, für diesen außerordentlich guten Thriller!

Das Fenster

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: Deutsche Erstausgabe 5. Mai 2017

Titel der finnischen Originalausgabe: „Takaikkuna“ (Tammi, Helsinki 2015)

Umschlaggestaltung. Katharina Netolitzky / dtv

Satz: Greiner & Reichel, Köln

Druck und Bindung: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm

ISBN: 978 – 3 – 423 – 26144 – 9

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

 

Über die Autorin:

Paulina Susi, 1968 geboren, hat Politikwissenschaft studiert und bei verschiedenen finnischen Magazinen als Journalistin gearbeitet. „Das Fenster“ hat den Finnischen Krimipreis 2016 gewonnen und wurde von Lesern und Presse gleichermaßen enthusiastisch aufgenommen.

 

Blick ins Buch:

„Das Leben der jungen alleinerziehenden Mutter Leia Lane wird ganz plötzlich zum Alptraum: Per SMS erreichen Sie Drohungen, ihre Konten werden gesperrt. Er scheint, als wollte jemand ihre Identität löschen – um schließlich sie selbst auszulöschen. Was sie nicht ahnt: Ihre Verfolger sind hinter einem hochbrisanten Video her, das in hohe politische Kreise führt und zu dem sie Zugang haben soll… Für Leia beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, den sie unbedingt gewinnen muss, denn auch ihre 16-jährige Tochter Vivi gerät ins Visier der unerbittlichen Jäger.“

Covergestaltung:

Auf einem schwarzen Hintergrund ist mittig der Titel des Thrillers platziert. Darunter ist die Abbildung einer Computerkamera zu sehen. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass Titel und Illustration sehr gut gewählt wurden.

Aufbau und Schreibstil:

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Insgesamt umfasst es 91 Kapitel. Es sind  522 Seiten zu lesen.

Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist komplex und spannungsreich.  Die Autorin baut sehr langsam von Anfang an einen Spannungsbogen auf. Dieser wird bis zur letzten Seite gehalten.

Meine Meinung:

Dieser Thriller ist so aufgebaut, als ob Sie zuhause im übertragenen Sinne  eine Suppe kochen würden. Zuerst werden die Zutaten zusammengestellt. Anschließend kommt alles in einen großen Topf. Gewürze dazu und kochen lassen. Nach einer gewissen Garzeit bekommen Sie eine leckere Speise serviert.

So ist es auch im Buch. Zuerst stellt die Autorin die Protagonisten vor. Alle zusammen werden sie anschließend in eine komplexe Handlung verstrickt. Komplikationen und Spannungsmomente  verfeinern den Inhalt. Die Story gelangt  schlussendlich bis zum Siedepunkt, um den Leser abschließend mit einem überraschenden Finale zu belohnen.

Wie Sie sicherlich bei meiner Schilderung herauslesen können, ist die Geschichte so aufgebaut, dass der Leser Aufmerksamkeit und Geduld investieren muss, um in den Genuss des Schlussteils zu gelangen.

Fazit:

Ein spannender Thriller, der absolut realistisch wirkt. Die Handlung könnte auf jeden von uns zutreffen, denn niemand ist vor Zufällen gefeit.

Als einzigen kleinen Minuspunkt möchte ich zum einen  die unzähligen Namen erwähnen, die es mir als Leserin etwas erschwerten, der Handlung zu folgen., zum anderen wird für meinen Geschmack der Spannungsbogen etwas zu langsam aufgebaut.

„Das Fenster“ ist kein Buch,  das  „mal eben so“ zu lesen ist, sondern Sie müssen konzentriert die Handlung verfolgen.

Insgesamt jedoch ein Lesegenuss,  mit dem bewusst  die Ängste der Leser vor virtuellen Gefahren geschürt werden.

Ich bewerte den Thriller mit 4 von 5 möglichen Sternen.

 

Meinen herzlichen Dank an den dtv Verlag für das spannende Buch

Mörderischer Freitag

Fakten:

Verlag: Verlagsgruppe Random House FSC N001967

                 Penguin  Verlag

Erscheinungsdatum:  April 2017

Die englische Originalausgabe erschien  2015 unter dem Titel „Friday On My Mind“ bei Michael Joseph  (Penguin Random House) London

Umschlag: any way Grafikpartner, Hamburg

Satz: Uhl+ Massopust, Aahlen

Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN: 978 – 3 – 328 – 10011 – 9

 

Dieses Buch ist auch als Kindle-Edition, Hörbuch-Download und Audio CD  erhältlich

Über die Autoren:

NICCI FRENC – hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit Jahren sorgen sie mit ihren Psychothrillern international für Furore und verkauften weltweit über 8 Millionen Exemplare. Die beiden leben in Südengland.  „Mörderischer Freitag“ ist der fünfte Band der erfolgreichen 8-teiligen-Krimireihe. Zuletzt erschien bei C. Bertelsmann „Böser Samstag“, der sechste Fall für Fieda Klein.

Blick ins Buch:

„Frieda Kleins Ex-Lebensgefährte Sandy wird ermordet in der Themse aufgefunden. An seinem Handgelenk befindet sich ein Patientenarmband mit ihrem Namen. Frieda ist tief getroffen und gerät dazu noch bald ins Visier der Polizei, bei der sie an wichtigen Stellen höchst unbeliebt ist. Sie muss dringend etwas unternehmen, bevor man ihr den Mord anhängt…“  

Covergestaltung:

Das Deckblatt ziert das so genannte Millennium Wheel, das im Zentrum Londons am Südufer der Themse steht – nahe der Westminster Bridge. Es gilt als eines der Wahrzeichen der britischen Hauptstadt. Wer die Geschichte kennt weiß, dass diese Gestaltung sehr treffend gewählt wurde.

Aufbau und Schreibstil:

Der Thriller besteht aus 34 Kapiteln. Insgesamt sind 407 Seiten zu lesen.

Das Buch liest sich mehr als geschmeidig. Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt. Die Dialoge sind in sich schlüssig. Die Handlung  ist spannungsreich und mit  vielen Zusatzinformationen über London gespickt. Der Schreibstil ist flüssig, variierend und abwechslungsvoll. Der Spannungsbogen, der von Anfang an aufgebaut wird, besteht bis zum Schluss.

Meine Meinung:

„Mörderischer Freitag“ ist der erste Band, den ich gelesen habe. Ich kann ohne Bedenken schreiben, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Ohne jegliche Vorkenntnisse, was voran gegangene Ereignisse in früheren Bänden betrifft, konnte ich dem Inhalt des Thrillers problemlos  folgen. Die Protagonisten sind allesamt sehr gut skizziert und greifbar. Mir gefällt es, wenn ich als Leserin stückchenweise  die Lösung eines Kriminalfalles präsentiert bekomme. Oft genug erwies sich dann allerdings die neue Spur als Sackgasse und man begann mit der sympathischen Frieda Klein „von vorne“ zu ermitteln.  Die dadurch beim Leser gewollt erzeugte Verwirrung macht die Geschichte spannend. Wer ist eigentlich Freund  und wer Feind?

Fazit:

Am Ende des Romans war ich mit der Story, dem Verlauf und dem Ergebnis davon sehr zufrieden.  Wer gute Unterhaltung sucht, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Ich persönlich habe „Feuer gefangen“. Ich bin neugierig geworden auf „Frieda Klein“. Wer ist diese Frau, was hat sie bereits erlebt? Also werde ich nun mit Band 1 beginnen und  sukzessive vom „Bösen Montag“ bis hin zum „Bösen Samstag“  die vielen Seiten der Romane lesen und bin mir sicher: ich werde meine Freude daran haben!   

 

Herzlichen Dank an die Random House Verlagsgruppe für das spannende Lesevergnügen!