Kalte Erinnerung

Fakten:

Verlag: Bastei Lübbe AG, Köln

Erscheinungsdatum: November 2016

Textredaktion: Nadine Burananseda

Projektmanagement: Stephan Trinius

Titelgestaltung: Christin Wilhelm

eBook-Erstellung: Urban Satz-Konzept, Düsseldorf

ISBN: 978 – 3 – 7324 – 3150 – 9

 

Über die Autorin:

Patricia Walter, geboren 1974, studierte in München Statistik und arbeitete in der Versicherungsbranche. In ihrer Freizeit betreibt sie neben dem Schreiben Kampfsport, insbesondere Judo und Kung Fu. Im Judo hat sie den zweiten Schwarzgurt und ist ehrenamtlich als Trainerin tätig. Sie lebt in München. „Kalte Erinnerung“ ist ihr erster Roman.

Blick ins Buch:

Nur wenn sie sich erinnert, wird sie überlebeb.

„Ein eisiger Wintermorgen: Zoe schreckt aus einem Albtraum auf, am ganzen Körper mit Verletzungen übersät und ohne Erinnerung an die vergangenen beiden Tage. Ihr Mann David ist spurlos verschwunden. Kurz darauf wird sie von einer verzerrten Stimme am Telefon bedroht, die die Wahrheit über gestern Nacht wissen will.  Geschockt legt Zoe auf- doch der unheimlichen Forderung des Anrufers kann sie nicht entkommen. Und die Wirklichkeit ist grausamer, als sie sich jemals hätte vorstellen können…“

Covergestaltung:

Eine elegant gekleidete Frau steht, mit dem Rücken zum Betrachter des Buches, auf einer stark verschneiten Straße.  Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass die Gestaltung  des eBook-Einbandes hervorragend gelungen ist.

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Aufbau und Schreibstil:

Das Buch besteht aus 47 Kapiteln und einem Epilog.

Die Autorin spielt sehr geschickt mit der Sprache, um von Anfang an einen Spannungsbogen aufzubauen.  Sie bedient sich bestimmter Stilmittel, um eine beängstigende, geheimnisvolle und unheimliche Stimmung während des Lesens zu erzeugen. Die Handlungsorte sind perfekt im Wechsel, so dass der Leser den Drang verspürt weiterzulesen.  Die Sprache ist einfach zu lesen. Die Handlung ist  zu keinem Zeitpunkt unklar oder verschwommen. Der Spannungsbogen ist stetig und konstant, bis er in einem überraschenden Ende verebbt.

Meine Meinung:

Oh mein Gott, was für ein Buch. Das perfekte Verwirrspiel mit äußerst rasantem Tempo. Die Stunden mit Zoe haben an meinen Nerven gerissen. Binnen kürzester Zeit war ich mit der Hauptfigur des Romans verschmolzen, und es ging mir wie ihr: wer ist Freund, und wer ist Feind? Der Autorin ist es gelungen, die  vollkommene Konfusion zu konstruieren, so dass ich mir als Leserin wie in einem Spiegelkabinett vorkam, in  dem mir permanent Wege des Verdachtes aufgezeigt wurden, die sich bei näherer Betrachtung wiederum als „falsch“ erwiesen. Die temporeiche Geschichte zog mich in ihren Bann, so dass ich nur wenige Stunden benötigte, um das gesamte Buch zu lesen.

Fazit:

Ich habe mit Zoe gelitten, ich habe mit ihr gerätselt, ich war wie sie wütend und ebenso entsetzt. Patricia Walter ist mit ihrem Debüt ein Krimi der Meisterklasse gelungen. Bis zum Schluss brachten mich die hervorragend konzipierten Irrungen und Wirrungen durcheinander, so dass für mich nahezu bis zum Ende unklar war, was tatsächlich passiert sein mag, obwohl ich während des Lesens hunderte von Theorien entwickelt hatte.  So muss für mich ein Thriller sein! Deshalb vergebe ich für  „Kalte  Erinnerung“ 5 von 5 möglichen Sternen  und spreche eine klare Kaufempfehlung aus.

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