Jetzt gibt`s was auf die Ohren

Nur noch fünf Wochen, dann beginnen die Sommerferien bei uns. Wir freuen uns schon sehr, endlich hier für ein paar Tage raus zu kommen. „Tapetenwechsel“  ist Balsam für die Seele. Mal für eine gewisse Zeit raus aus dem Alltag zu sein, tut einfach gut!

Wir haben uns entschieden, dieses Jahr mit dem Auto zu fahren. Zum einen sind wir von Flug- und Zugfahrzeiten unabhängig, zum anderen soll unser Hund mit verreisen. Das geht am besten, wenn wir Koffer, Kinder und Haustier in unserem großen Auto verstauen.

Da die Reise in den Süden geht, wir aber in Hamburg wohnen, werden wir nachts fahren. Zu dieser  Zeit des Tages ist es nicht heiß, es fahren kaum LKW`s , und die Staugefahr ist gering. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kinder schlafen werden, zumindest für eine längere Zeit der Fahrt. Das erspart uns Eltern die dauerschleifenähnliche Frage:“ Mama, wann sind wir da?“.

Klingt doch alles perfekt durchdacht, oder?

Nun, einen Haken hat die ganze Geschichte leider doch. Ich hasse es, wenn es mucksmäuschenstill im Auto ist. Klar, das Radio wird während der Fahrt leise an sein. Es soll mich etwas, mit hoffentlich munterer Musik, unterhalten und dabei aber nicht die Kinder stören. Aber das reicht mir nicht. Ich brauche jemanden zum Quatschen. Jemanden, der mit mir über Gott und die Welt spricht, damit ich wach bleibe. Jemanden, der mit mir zusammen fährt, also sozusagen das Vier-Augen-Prinzip wahrt. Ist sicherer. Du weißt ja nie, ob sich nicht doch eine Wildschweinfamilie ausgerechnet dann auf den Weg über die Autobahn macht, wenn du gerade dort lang fährst, oder?

Aber dieser „Jemand“ ist garantiert nicht mein Mann Philipp. Der sitzt kaum im Auto, da fallen ihm bereits die Augen zu. Das Motorengeräusch soll daran schuld sein, meint er. Also bedeutet das, wenn wir in die Ferien los fahren, werden wir es gerade mal bis kurz hinter den Elbtunnel schaffen,  bevor  es ohrenbetäubend neben mir schnarchen wird… Da kommt bei mir keine Freude auf!

Ich möchte, dass mein Mann als Beifahrer dieses Mal wach bleibt. Mit starkem Kaffee und Red Bull sind gewiss ein paar Stunden raus zu schlagen, aber auf die Länge der Strecke gesehen immer noch zu kurz. Außerdem darf ich dann jede Stunde anhalten, weil Philipp pieseln muss. Das kennst du bestimmt auch, oder?

Nein, es muss etwas sein, das seine Aufmerksamkeit vollständig fesselt!

Nachdem ich mir diesbezüglich wirklich ein paar Tage den Kopf zerbrochen habe, kam mir die grandiose Lösung in den Sinn: Philipp braucht etwas auf die Ohren.

Mein Mann liebt Krimis, wie ich. Allerdings kommt er nicht dazu, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen, weil er, wenn er zum Beispiel in der Bahn sitzt, spätestens nach der dritten Seite eingeschlafen ist. Im Auto ist das nicht anders.

ABER, wenn er ein gutes Hörbuch hätte, war ich mir ziemlich sicher,  würde  er wach blieben. Und wie es dann bei mir so ist, wenn ich eine Idee habe, ich musste diese augenblicklich umsetzten.

Ich stöberte umgehend lange im Netz und fand schließlich den Link zu“ audible“. Es handelt sich hierbei um ein Amazon Unternehmen.  Das stimmte mich sofort positiv, denn ich gehöre zu denjenigen, die mit dem Service von Amazon sehr zufrieden sind– wie viele andere Nutzer auch.

Und die Bestellung  eines Hörbuchs ist ganz einfach. Du meldest dich bei „audible“ an, suchst dir in deinem Lieblingsgenre ein Hörbuch aus, bestellst es und kannst es in Nullkommanichts anhören. Die ersten dreißig Tage sind sogar kostenlos. Danach erhältst du für 9,95 Euro pro Monat deine Wunschbücher fürs Ohr. Du hast dabei keinerlei Mindestvertragslaufzeit, sondern kannst  jederzeit kündigen. Das finde ich ein faires Angebot.

Du kannst dir die Geschichten dann über dein Smartphone, dein Tablet oder am Computer anhören. Kurz gesagt: also überall dort, wo du gerade bist.

Ich habe es getestet und bin absolut begeistert!

Philipp bekam von mir „AchtNacht“ von Sebastian Fritzek zur Probe. Die ungekürzte Geschichte dauert  8 Stunden und 39 Minuten. Und  was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg. Mein Mann setzte sich Samstagabend mit Kopfhörern neben mich ins Bett. Ich las in meinem aktuellen Krimi.  Irgendwann löschte ich gegen Mitternacht mein Licht, Philipp hörte. Ich schlief ein. Philipp war immer noch wach und hörte sich seine Kriminalgeschichte an. Die gesamte Nacht lang!  

Natürlich war er dann gestern todmüde und schlief nahezu den halben Tag, so dass ich mit den Jungs alleine ins Freibad gefahren bin, aber das war mir das Experiment wert! Philipps Resümee ist grandios. Ihm hat das Hörbuch unglaublich großen Spaß bereitet. Die Aufmachung der Geschichte war spannend, der Sprecher super, der Klang 1A.

Logisch also, dass ich für unsere Fahrt in den Urlaub auch einen Krimi bei „audible“ bestellen werde. Jussi Adler-Olsen hat sich Philipp ausgesucht. Bei „Selfies“ beträgt die Spieldauer 17 Stunden und 16 Minuten. Ich weiß heute schon, dass die Autofahrt in den Süden ein Genuss werden wird, endlich!!

Und falls du jetzt sagst, meine Idee ist auch die Lösung für dein „Beifahrerproblem“, dann teste doch „audible“ 30 Tage kostenlos.

Hier ist der Link dazu:

http://www.audible.de/cat/Krimi-Hoerbuecher/656425031

 

Ich wünsch dir ganz viel Spaß damit! Lass mich doch in den Kommentaren wissen, ob du auch so ein „Problem“ beim Autofahren hast, und was ist deine Lösung dafür?

 

© Der Inhalt der Kolumne ist das geistige Gut von Mia Bruckmann und darf nur durch sie verändert und an Dritte weitergeleitet werden. Der Text unterliegt dem deutschen Urheberrecht. 

6 comments on “Jetzt gibt`s was auf die Ohren

  1. Liebe Mia. Deine Idee mit dem Audible Hörbüchern ist wunderbar. Bitte bedenke aber, das Tragen von Kopfhörer bei Autofahrten ist genauso verboten, wie das telefonieren. Wenn du ein intelligentes Radio hast, kannst du dein Handy mit dem Radio koppeln, und dann direkt Über die Auto Lautsprecher anhören. Mein persönlicher Tipp ist: lass den Mann die erste Strecke fahren. Und du liegst neben dabei und entspannst, döst ein wenig und bist topfit wenn es zu Fahrerwechsel kommt . Ich wünsche dir einen wunderschönen Urlaub mit deiner Familie. Kommt gut an und kommt auch genauso gut zurück. Viele liebe Grüße Marion

    1. Meine liebe Marion, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich bin sprachlos.. Heißt das, der Beifahrer darf auch keine Kopfhörer tragen? Du meine Güte… Na, dann muss das Handy angeschlossen werden, hilft ja nichts! Aber auch gut, dann komme ich ebenfalls in den Genuss einer spannenden Geschichte! So bleibe ich garantiert wach.

  2. Bei uns bin eher ich es, die einschläft eben wegen dieses Motorengeräusches. Ich wünsche Dir maximale Erfolge! Nur einen Haken hat die Sache dann doch…Mit Stöpseln in den Ohren wird dein Gatte sich trotzdem nicht mir dir unterhalten können…zumindest sieht er aber die besagte Wildschweinfamilie 😉
    Ganz liebe Grüße Yvonne

    1. Liebe Yvonne, ich muss gerade laut lachen! Du hast natürlich vollkommen recht mit deiner Anmerkung! Philipp wird mit Genuss seiner Kriminalgeschichte lauschen. Das habe ich überhaupt nicht bedacht… ABER, wenn ich quatschen möchte, wäre er zumindest wach. Denn wenn mein Mann schläft, dann schläft er! Den weckt noch nicht einmal die Sirene der Feuerwehr, die neben uns her fährt. Vielen Dank für deine netten Worte!

  3. Hey, Mia
    Super Idee, mit dem Hörbuch
    Vielleicht, könnte man ja etwas mogeln Diese In Ears, nur in einer Seite ins Ohr. Dann kann dein Mann noch zuhören, dir antworten und es fällt nicht ganz so schnell auf, wie richtige Köpfhörer. Obwohl …Männer, tun sich irgendwie ja schwer, mit Multitasking Aber ein Hörbuch, wäre tatsächlich, auch was für mich Bin in letzter Zeit, faul geworden, zu lesen. ..leider Du könntest ja auch auf der Fahrt sowas wie Babble machen…lernst eine neue Sprache Dann redet jemand mit dirund Du hast Unterhaltung Nein, jetzt mal ehrlich Tolle Idee! ! ! Wird bestimmt klappen Ich wünsche Euch ganz tolle Ferien

    1. Liebe Gisela, ich freue mich, von dir zu lesen. Also, dass vorne auch der Beifahrer keine Kopfhörer tragen darf, wusste ich nicht. Irgendwie werden wir das schon hinbekommen. Mir ist wirklich wichtig, das Philipp wach bleibt. Ich habe zwar ein Navy, aber mir ist lieber, dass mein Mann im Zweifelsfall auf einer Landkarte aus Papier nach dem Weg schauen kann. Ich habe da so meine Erfahrungen gemacht. Die Idee mit dem Hörbuch erinnert mich an früher. Als Kind haben wir auch Schallplatte oder Cassette gehört- natürlich nicht im Auto, aber zuhören macht Spaß.

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