Interview in der Zeitschrift „Laura“ im Heft Nr. 23 vom 01.06.2016

Am 26.04.2016 „flatterte“ mir  überraschend von der Zeitschrift „Laura“ die  Anfrage per Mai ins Haus, ob ich bereit wäre, mit der „Laura“ ein Interview zu führen. Die zuständige Redakteurin, die mich anschrieb, hat mich über Google+ gefunden. Dort poste ich regelmäßig, wenn ein neuer Beitrag auf meinem Blog online ist.

Klar, dachte ich mir, das ist etwas Besonderes! Dass meine Kolumnen zu solchen Anfragen führen, hätte ich bis zu diesem Moment nicht gedacht!

Also setzte ich mich hin und schrieb zurück. Thema des Interviews soll sein „Ich bin Vollzeitmutter – na und?“  Das passt auf jeden Fall 100% zu mir.

Keine zwei Tage später rief mich die Redakteurin der „Laura“ an. Wir waren uns auf Anhieb sehr sympathisch. Da Frau P. nicht weit von mir entfernt wohnt, beschlossen wir, das Interview bei mir zuhause zu führen. Dafür vereinbarten wir den 10. Mai 2016 um 10 Uhr. Eine perfekte Uhrzeit! Bis dahin habe ich meine Kinder in die Schule gebracht und war mit Brutus seine Morgenrunde im Moor laufen.

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Die Zeit bis zum Interviewtermin verflogen wie nichts. Am Tag vor dem Gespräch war ich, wie jeden Montag, stundenlang mit Hausputz beschäftigt. Nur dieses Mal gab ich mir besonders viel Mühe, auch jede Spinnwebe und auch das kleinste Katzen- bzw. Hundehaar zu entfernen. Wer Haustiere hat weiß, dass es verdammt schwer ist, dieses zu schaffen.

Mein größter Horror war, dass es am Dienstag regnet. Das würde bedeuten, dass bis um 10 Uhr all meine Mühe möglicher Weise zunichte gemacht würde, weil Hund und Kater von draußen mit Matsch bespritzt, ihre eindeutigen Spuren im Haus verteilt hätten. Nicht damit getan, dass der Boden wieder unmöglich aussehen würde, nein auch in der Küche zum Beispiel gäbe es Fußabdrücke, wenn einer der neugierigen Kater auf die Anrichte springt, um zu sehen, was ich in meiner Tasse habe. Ich fülle nämlich  immer zuerst Milch ein, bevor ich dann den frisch gebrühten Kaffee nach gieße. Wenn das nicht rasch genug passiert, schlabbert gerne mal ein kleines Zünglein aus meiner Tasse die wohlschmeckende Vollmilch…  

Genau, das ist absolut ekelig, aber in 17 Jahren als Katermama, konnte ich das ein oder andere Mal diesen „Anschlag“ auf meine Milch in der Kaffeetasse nicht verhindern.

In der Nacht vor dem Gespräch schlief ich unruhig. Mir gingen so viele eventuelle Fragen durch den Kopf. Besser bereits darüber nachgedacht, als ins Stottern zu geraten, oder?

Dann war endlich der 10. Mai gekommen. Der Morgen verlief wie immer. Um 5.10 Uhr klingelte mein Wecker. Ich  reckte und streckte mich und ging ins Bad. Ich bin lieber fertig gerichtet bevor ich die alltägliche Morgenarbeit verrichte, denn man bzw. ich Frau weiß ja nie, was eventuell kommen mag.

Anschließend ging ich nach unten und fütterte die bereits wartenden Kater und unseren Defender Brutus.  Das nimmt eine gute halbe Stunde in Anspruch, denn jeder Napf und jede Wasserschale wird mit heißem Wasser gesäubert, bevor selbige mit frischem Futter und Wasser von mir neu  befüllt werden. Da unsere drei Kater ziemlich eigenbrötlerisch sind hat natürlich jeder seinen eigenen Futterplatz. William, der jüngste, hat in der Küche in der linken Ecke seine Stelle. Lionel möchte geschützt hinter der Küchentüre sein Futter verspeisen und Max, unser 17jähriger Opakater bevorzugt gleich den Keller, fernab von jeglichem Trubel und vor allem weit weg von Brutus. Unser lieber Hund hat nämlich die Angewohnheit, auch Katzennäpfe leer zu fressen, sofern er dran kommt. Damit dieses nicht passiert, Katzenfutter ist für Hunde giftig, sind die Küche und die Treppe zum Keller mit Babygittertüren verschlossen. Für die Kater haben wir jeweils eine Stange durchgesägt, der breite Hund passt aber definitiv nicht durch.  

Wenn die Tiere versorgt sind, bereite ich die Trinkflaschen und  Brotdosen der Kinder her, damit meine Jungs gut durch den Schultag kommen. Mit knurrendem Magen oder brennender Kehle kann Kind nicht denken und lernen.

Meistens ist es halb sieben, bis ich alles soweit erledigt habe. Dann kommt der vorerst schönste Moment des Morgens. Ich bereite mir meine erste Tasse Kaffee zu und setze mich im Wohnzimmer aufs Sofa. Das Haus ist immer noch herrlich still. Ich genieße es, Schluck für Schluck zu trinken und meinen morgendlichen Gedanken nachzuhängen. Meistens poste ich dabei die ersten Meldungen bei Facebook, Google +, Twitter und Instagram.

Spätestens um kurz vor 7 Uhr wecke ich die Kinder, falls diese bis dahin nicht bereits von alleine wach geworden sind. Perfekter „Wecker“ ist unser Rollladen an der Terrassentüre. Der rattert beim Hochziehen recht laut. Die Kinderzimmer liegen direkt darüber. Kater und Hund möchten nach dem Füttern raus. Klar, erst mal schauen, ob im Garten alles in Ordnung ist. Brutus nimmt seine morgendliche Patrouille sehr ernst.

Kurz vor acht laufe ich mit den Kindern los. Wir wohnen keine 15 Minuten von der Schule entfernt. Brutus darf danach noch mit mir ein paar Schritte durchs Moor traben bevor wir wieder den Heimweg antreten.

Die letzte Stunde bis zum Interview saß ich nervös auf dem Sofa. Philipp war am 10. Mai extra zuhause geblieben, damit ich durch ihn „Rückendeckung“ erhalte, da ich vor außergewöhnlichen Anlässen zu Lampenfieber neige.

Pünktlich um 10 Uhr stand Frau P. von der Zeitschrift „Laura“ bei strahlendem Sonnenschein vor der Türe. Brutus liebte sie auf Anhieb. Normalerweise ist er Fremden gegenüber kritisch eingestellt.

Frau P. und ich setzten uns gemütlich auf die Terrasse. Die Brownes, die ich am Vortag gebacken hatte, dufteten verführerisch auf dem Tisch. Philipp kochte noch einmal Kaffee und dann ging unser Gespräch los.

Als wären wir Freundinnen, plauderten wir insgesamt 1,5 Stunden lang über dies und jenes. Frau P. schrieb Seite für Seite in ihrem Notizblock mit. Gegen 12 Uhr verabschiedeten wir uns herzlich. Frau P. meinte, vielleicht sehen  wir uns ein anderes Mal noch einmal, da Brutus mit seinem Hundecharme ihr Herz erobert hatte.

Kaum war die Redakteurin davon gefahren, stand als nächstes die Fotografin vor der Haustüre. Auch sie war bestimmt zwei Stunden bei uns. Immer wieder zog ich mich um, damit wir neue Aufnahmen machen konnten.  Ich war zum Beispiel im Keller und sortierte Wäsche. Dabei stand die Fotografin auf der Haushaltseiter, um von oben die beste Perspektive dafür zu haben. Ich schüttelte die Betten auf, saugte Staub, leerte den Geschirrspüler und räumte die Kinderzimmer auf. Es knipste und knipste in einem fort. „Schauen Sie mal so oder so. Stopp, die Hand so halten, bitte lächeln“ waren die begleitenden „Kommandos“.  Es machte uns beiden sichtlichen Spaß! Die Fotografin und ich haben beim Shooting sehr viel gelacht.

Abends, als die Anspannung von mir  abfiel, sank ich sehr müde in unser Bett. Was für ein aufregender und zugleich einzigartig toller Tag!

Dann hieß es geduldig sein. Ich konnte es kaum abwarten, den fertigen Text zum Gegenlesen zu erhalten. Am 23. Mai war es soweit. Frau P., die Redakteurin, schickte mir den Entwurf per Mail zu. Ich las und war zufrieden. Aus bestimmt 12 Notizblockseiten hat sie einen kurzen aber informativen Text zusammengefasst.

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Und heute, am 01.06.2016, ist das Interview gedruckt im Heft Nr. 23 im Handel erhältlich. Ich bin natürlich sofort morgens los gefahren, um mir das Heft zu kaufen. Mit einem glücklichen Lächeln kam ich zuhause an. Ich bin stolz darauf, dass meine Kolumnen mir solch eine Chance bieten, meinen Bekanntheitsgrad nun zu vergrößern. Die „Laura“ wird im Quartal um die 160.000 Mal verkauft.

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Wenn ihr mögt, besorgt euch das Heft und lest euch den Artikel durch.

Ansonsten lasst mich wissen: Ist bei euch auch schon einmal so etwas Außergewöhnliches eingetreten? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

P.S. Ich WERDE erst 49 ( in wenigen Wochen).

10 comments on “Interview in der Zeitschrift „Laura“ im Heft Nr. 23 vom 01.06.2016

      1. Gugug meine Liebe,
        wie versprochen, habe ich mir heute zuerst das Heft gekauft und bisher nur dein Interview durchgelesen und nun den Weg auf deinen Blog angetreten. Ich stelle mir das voll spannend vor, wie der Tag lief. Bekommst du noch einige Fotos? Ich denke, dass muss jeder selbst wissen und jeder muss die Entscheidung akzeptieren und wer es nicht tut, ist einfach nur neidisch. Wenn man die Möglichkeit hat, sich voll und ganz auf das Mamasein und Haushalt zu erledigen, dann sollte man das auch nutzen. Ich kann von mir sagen, dass es sehr anstrengend ist, Haushalt, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen und ich geniesse meine Ferien oder auch wenn ich mal krank bin. Und keiner sollte das Mamasein unterschätzen. Ich drück dich!
        Deine Sandra

        1. Dankeschön du Liebste aller Lieben! Ja, ich bekomme noch eine CD mit den Fotos. Sie haben ja nur ein einziges von all den vielen, die gemacht wurden, für den Artikel genommen. Und ich denke auch, wer Vollzeitmamas anfeindet, ist vermutlich einfach nur neidisch! Ich drück dich auch! Bis bald.

  1. Huhu Mia

    Vielen lieben Dank für deinen Besuch auf meiner Bloghütte natürlich komme ich auch gerne bei dir vorbei. Auch wenn es mir noch nicht 100%ig besser geht komme ich gerne vorbei und lese ein bisschen bei dir. Der Artikel ist wirklich klasse geworden.

    Liebe Grüße Moni

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