Ich bin Bozibumä!

Seid gegrüßt, ihr interessierten Erforscher meines Blogs!

Bruckmann mein Name- Mia Bruckmann. Ich bin Bozibumä in einem kleinen Unternehmen der besonderen Art. Wie, euch ist die Berufsbezeichnung nicht bekannt? Ich wette, viele von euch sind das ebenfalls! Nun, um das große Fragezeichen aus eurem Kopf zu entfernen beschreibe ich euch einfach meine Tätigkeit:

Einerseits bin ich Botanikerin. Ich hege und pflege eine sehr seltene Art der Nachtschattengewächse. Dafür ist ein grüner Daumen und besonderes Einfühlungsvermögen in Bezug auf diese Pflanze erforderlich. Der Name des Gewächses ist:“ Philippus Husbandus“. Die Übersetzung ins Deutsche lautet gemäß Duden „Ehemann“. Es handelt sich hierbei um eine Nahrungspflanze im doppelten Sinne. Zum einen hat dieses Gewächs den abgeschwächten Körperbau einer Tomate. Hoch gewachsen, kugelrunden Bauchumfang, und kann im Haus oder auch draußen gehalten werden. Zum anderen ist diese Pflanze Nahrungsspender, denn „Philippus Husbandus“ ist in diesem Unternehmen für die Beschaffung des Lebensunterhaltes zuständig. Meine Aufgabe ist es, das Nachtschattengewächs regelmäßig zu gießen. Am liebsten trinkt „es“ Energiegetränke, Kaffee und Cola. Natürlich gehören gute Zusprache, Streicheleinheiten und ab und zu düngen (da koche ich dann etwas leckeres) auch zur Pflege dazu. „Philippus Husbandus“ hat ab und zu auch Anwandlungen einer Mimose, dann verwandelt sich die leckere Tomate in eine ungenießbar scharfe Peperoni. Meistens ist das der Fall, wenn das Gewächs nach längerer Abwesenheit in seinen „Muttertopf“ zurückkehrt, da die Nahrungsmittelbeschaffung außerhalb unseres Hauses stattfindet. Ehemann ist dann müde und bedarf besonderer Ruhe. Am liebsten würde er dann still und stumm verschlafen in seinem Topf auf der Fensterbank stehen und das Nichtstun genießen.

Dieser Wunsch wird allerdings jäh zunichte gemacht von zwei kleinen bzw. mittelgroßen wilden Dinosauriern, die ich als Zirkusdompteurin in Schach halte. Die Gattung des einen Sauriers lautet:“Türannusminisaurius“. Er ist unberechenbar launisch, brüllt und tobt wenn er in seine Schranken verwiesen wird und ist dann nur durch konsequente Ermahnung und natürlich für gutes Verhalten verstärkende Leckereien (am besten funktioniert es mit Gummibärchen oder Schokolade) zu bändigen. Der andere ist ein „Rafftusmitnixzufriedenus“ Saurier. Auch er ist nicht leicht zu händeln, da er unter „Futterneid“ leidet. Er lebt in der Sorge, zu kurz zu kommen. Deshalb schnappt er alles, was ihm vor seine scharfen Reißzähne kommt, weg. Das Zusammenleben dieser beiden Spezies macht es „Philippus Husbandus“ daher absolut unmöglich in Stille zu entspannen. Die täglich stattfinden Sauriermachtkämpfe, das damit verbundene ohrenbetäubende Gebrüll und die „Schmerzensschreie“ des Verlierers sind eine mächtige Herausforderung auch für mich. Nerven wie Drahtseile sind absolut von Vorteil. Ebenso todesmutiges Einschreiten und blitzartige Reaktionsschnelligkeit. Natürlich können die Dinos auch wunderbar mit einander leben, spielen und Spaß haben, solange jeder mit sich und seiner Umwelt im Einklang ist. Dieses Gleichgewicht zu schaffen, ist meine Hauptaufgabe als Dompteurin. Einfallsreichtum, gleichberechtigte Behandlung und Fütterung sowie ausgiebige Kuschelminuten sind dafür die besten Strategien.

Neben den zweibeinigen Mitgliedern des speziellen Unternehmens leben auch vierbeinige mit im Haus. Für die Stubentiger bin ich der Buttler. Na ihr wisst doch: Hunde haben Herrchen und Katzen Personal. Genau so ist das bei uns auch.

Tatkräftige Unterstützung bei der Ausführung der oben genannten Aufgabenbereiche erhalte ich von Brutus. Unserem Allrounder, unserem Bodyguard. Mächtiger Körperbau, schnell wie eine Gazelle, mutig wie ein Bär, Kraft wie ein Bulle. Er ist Strong Safety, Runningback und Punter in einer „Person“. Er hilft mir bei meiner botanischen Arbeit, in dem er „Philippus Husbandus“ mit seiner fürchterlich nassen Zunge als Liebkosung bearbeitet, wenn Ehemann sich in eine Peperoni verwandelt hat. Brutus trennt die kämpfenden Dinosaurier indem er sich einfach auf das Menschenknäuel legt. Sein Gewicht zwingt die Gegner sich zu trennen. Genauso ist er da, wenn einer der Saurier sich draußen beim Spielen verletzt hat. Dann ist der große Kerl der sanfte“ Dr. Hund“, der alle Tränen trocknet. Und mit den Katern lebt er in friedlicher Koexistenz. Draußen ist er ebenfalls ihr Beschützer. Kein fremder Kater aus der Nachbarschaft traut sich auch nur eine Haaresbreite bei uns in den Garten, weil die die es wagten um ihr Leben rennen mussten. Brutus ist einfach unser bester Freund.Portrait of Bordeaux dog

Kurzum ich bin in diesem Unternehmen, in dem ich Tag aus und Tag ein 24 Stunden tägig bin das dchen für alles. Und was soll ich sagen Leute, ich liebe diesen Job. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich darf kreativ und frei arbeiten. Keiner schreibt mir vor, wie ich handeln, planen und durchführen soll. Ich bin sozusagen selbständige Unternehmerin.

Ab heute nehme ich euch mit in meine schillernde Welt. Wir werden gemeinsam viel erleben. Und ihr da draußen, ich freue mich auf ein munteres Miteinander, denn ich habe ganz viele Fragen. Ihr dürft mir darauf antworten!

Sag, bist du auch ein Bozibumä?

 

Bis bald,

eure Mia Bruckmann

7 comments on “Ich bin Bozibumä!

  1. Hahahahaha, ja, ich bin auch ein Bozibumä….allerdings für 3 Dinos´ + Prinz….Geilomato geschrieben! Ich überlege mir mal Namen für meine 3 Mädels als Dinos´

    LG Ivi

  2. Liebe Mia…

    Großartig beschrieben, Du zauberst mir ein Lächeln ins Gesicht… Ich liebe es…

    Sei ganz lieb gegrüßt

    Mathilda
    (Spieglein, Spieglein an der Wand… )

    1. Liebe Mathilda, wie schön! Ich freue mich riesig, dass du den Weg zu meinem Blog gefunden hast! Ich hoffe, du kannst trotz Gips, schmerzfrei tippen. Herzlichen Dank, dass du meine erste Kolumne so schön kommentiert hast. LG, Mia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier − zwei =