Gehasst

Fakten:

Verlag:  DIGITAL PUBLISHERS GmbH, Stuttgart

Originalausgabe:  April 2016

Titel- und Covergestaltung:  Annadel Hogen

ISBN: 978 – 3 – 945298 – 62 – 6

 

Über den Autor:

Seit 1999 schreibt Andreas Schmidt Kriminalromane und Kurzgeschichten. Den Kontakt zu seinen Lesern – und findet- er auf seinen Lesereisen, die ihn quer durch die Republik führen. Seine Liebe zur Nordsee verarbeitet Schmidt in seinen Küsten-Krimis. Wann immer es seine Zeit zulässt, bereist er den Norden und hält Lesungen zwischen Nord- und Ostsee.

 

Blick ins Buch:

„Ein Wahnsinniger hält eine Stadt in Atem: Er missbraucht junge Frauen und tötet sie auf bestialische Weise, indem er sie zu Tode beißt. Das Ermittlerteam Franka Hahne und Michael Stüttgen ist ihm auf den Fersen, aber der mysteriöse Unbekannte entpuppt sich als Phantom, das immer neue falsche Fährten legt. Binnen drei Tagen zieht er seine Blutspur durch die Stadt und bereitet seinen Opfern und seinen Verfolgern einen Alptraum nach dem nächsten…“   

 

Cover:

Auf der Titelseite des Buches ist in Schwarz/Weiß ein Frauenkopf teilweise zu sehen. An der Schläfe rinnt Blut in feinen Bahnen herab. Am Hals ist ein tiefer Riss erkennbar. Der Buchtitel ist in roten dicken Lettern mittig platziert.

Die  Covergestaltung hat einen engen Bezug zur Geschichte und ist somit perfekt entworfen.

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Aufbau und Stil:

Das Buch hat einen Prolog. Danach folgen in chronologischer Reihenfolge die Tage Dienstag bis Freitag. Die darin enthaltenen Abschnitte sind  in Minutenschritten erzählt.

Der Autor spielt sehr geschickt mit der Sprache, um von Anfang an einen Spannungsbogen aufzubauen. Er bedient sich bestimmter Stilmittel, die eine düstere, unheimliche Stimmung während des Lesens erzeugen. Die Handlungsorte sind perfekt im Wechsel, so dass der Leser den Drang verspürt weiterzulesen.  Die Sprache ist einfach zu lesen. Die Handlung ist  zu keinem Zeitpunkt unklar oder verschwommen.

Der Spannungsbogen ist stetig und konstant, bis er in einem überraschenden Ende verebbt.

 

Meine Meinung:

Das Lesen des Thrillers ist vergleichbar mit dem Besuch eines Gruselkabinetts. Durch gezielt eingesetzte Angstauslöser wie zum Beispiel Dunkelheit, Schatten, komische Geräusche, verlasse Straßen und dunkle Gebäude etc. werden die beim Menschen angeborenen Schreck- und Angstreaktionen während des Lesens hervorgerufen.  

Der Autor schildert sehr detailgetreu die Morde an den jungen Frauen. Die dadurch entstandene Unsicherheit vor dem Unbekannten stimulieren beim Leser Abwehr und Fluchtreflexe. Eigentlich wollte ich als Leserin nicht mit so viel Schauerlichem konfrontiert werden, aber dennoch blieb ich im Geschehen, weil ich das innere zittern, mein Herzklopfen, meine teilweise beschleunigte Atmung genossen habe. Wohlwissend, dass ich zuhause im sicheren Rahmen keinerlei „Gefahr“ ausgesetzt war.  

Im Gegensatz zum grausamen Handeln des Mörders setzt Andreas Schmidt gezielt das Ermittlerduo Hahne und Stüttgen ein. Diese beiden sind realistisch, lebensnah, nüchtern, sachlich, objektiv und rational. Sie stehen mit beiden Beinen auf der Erde und lösen Stück für Stück diesen verzwickt erscheinenden Fall.  

Die Handlung ist abwechslungsreich. Der Autor springt zwischen Mörder und Verfolgern hin und her. Dadurch wird der Thriller kurzweilig, spannungsvoll und unterhaltsam.

 

Fazit:

Der Thriller ist ganz gewiss nichts für schwache Nerven! Andreas Schmidt produziert durch die Kaltblütigkeit des Mörders ab der ersten Seite einen Spannungsbogen, der bis zum Zerreißen gespannt ist. Gänsehaut und Angstschauer durchrieselten meinen Körper. Ich wurde zwischen Ekel und Faszination hin und her gerissen. Erlösend empfand ich dann den überraschenden Schluss.

„Gehasst“ bereitete mir ein Lesevergnügen der besonderen Art. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen für diesen exzellent geschriebenen Thriller.

 

Herzlichen Dank an vorablesen.de und  DIGITAL PUBLISHERS GmbH, Stuttgart für das Lesen und Rezensieren dieses außergewöhnlichen Buches.

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