Fragen über Fragen- an euch!

Moin moin, da kündige ich euch vor einiger Zeit meine neue Kolumne an und dann bleibt mein Blog leer. Wollt ihr wissen warum?

Ich habe mir vor der Veröffentlichung meines Blogs genau überlegt welches Genre ich abdecken möchte. Ich entschied mich, einen Familyblog heraus zu bringen. Meiner Meinung nach beinhaltet dieses, über das Thema „Familie“ zu schreiben. Was ist bei uns so los? Welche Ereignisse fanden statt. Einfach allgemein über das Familienzusammenleben philosophieren.

Nun trug es sich zu, dass mir ein Mensch zugeflüstert hat, dass der Inhalt meines Blogs zu einseitig sei. Nach drei Geschichten aus unserem Leben müsste mal etwas anderes her. Die Texte, die ich verfasse, wären nun langweilig.

Die Art und Weise, wie mir dieses gesagt wurde verursachte so eine Art Schreibblockade. Kein einziges Wort wollte mir mehr gefallen. Die Themen, die ich behandeln wollte kamen mir „zu einseitig“ vor. Heute schreibe ich, weil ich eure Hilfe benötige!! Sagt ihr Lieben, mal ganz ehrlich, wie gefällt euch mein Blog?

Arbeiten wir uns von außen nach innen vor. Zuerst zur Aufmachung meines Blogs. Für die Gestaltung ist ein Profiwebdesigner zuständig. Der Bruder eines Freundes von meinem Husbandus. Die Firma „Spontan und gar nicht teuer“ hat bisher stets wunschgemäß, meiner Meinung nach, sehr gute Arbeit geleistet, aber vielleicht irre ich mich da. Ist es möglich, dass meine Farbwahl schon zu einseitig ist? Zugegeben, ich stehe total auf alles was von Hellrosa bis Dunkellila reicht. Da ich dieses Zuhause nicht so ganz ausleben kann, wie ihr wisst lebe ich als Henne im Korb mit nur männlichen Lebewesen im Haus zusammen, gab mein Ehemann unserem Webdesigner den Auftrag, den Blog in meinen Lieblingsfarben zu gestalten. Ganz nebenbei erwähnt bekam ich diesen Blog zu meinem letzten Geburtstag von Philipp geschenkt. Aber wenn schon die Farbwahl abschreckt, wie soll dann der Inhalt meines Blogs, sprich die Texte, euch „anlocken“? Sagt mir bitte ganz ehrlich: andere Farben? Wenn ja, welche?

Nun zum inhaltlichen: ich gestalte meine Texte so, dass ich sozusagen als Moderatorin euch durch meine Geschichten leite. Meiner Meinung nach ist es nicht von Belang genau auszuführen, welches Geschlecht unsere Kinder haben, wie alt sie genau sind, wie sie aussehen etc. Wichtig ist es, dass wir Kinder haben. Und diese Kinder haben bestimmte Charaktereigenschaften. Am besten passt zu ihnen im Moment der Vergleich mit den Dinosauriern. Ich weiß, diese Tiere sind ausgestorben, aber genau das ist ja der Clou. Ich hoffe, dass aus unseren Raptoren irgendwann einmal pflegeleichte Schmusekater werden. Vielleicht lacht nun der ein oder andere von euch, da um Erfahrung reicher, aber wie bekannt stirbt die Hoffnung zuletzt.

Auch mit der Beschreibung meines Ehemannes bleibe ich bewusst im Nebulösen. Warum ihn genau beschreiben? Haarfarbe, Größe, Gewicht etc. wenn seine Charaktereigenschaften ausschlaggebend sind? Nicht das Äußere macht einen Menschen aus, sondern das Innere, oder liege ich da etwa falsch? Sagt, ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, dass ich meine Familie näher beschreibe?

Zu mir sei gesagt, dass ich als „Familienmanagerin unseres besonderen Unternehmens“, wie ich es zu Anfang betitelt habe, nichts „besonderes“ bin. Oder kann das so überhaupt gesagt werden? Ist eine Frau, die einzig und alleine für die Familie da ist – genauer gesagt, die für ihre Kinder rund um die Uhr erreichbar und ansprechbar ist (ebenso für ihren Mann), die die gemeinsamen Haustiere versorgt, das Haus in Schuss hält, die kocht, wäscht, bügelt, die alle privaten Belange managt (also alle finanziellen Dinge regelt, alle schulischen Termine übernimmt etc.) – ist diese Frau als „nichts Besonderes“ zu betiteln? Was genau macht denn eine Frau zu etwas Einzigartigem? Ist es heute so, dass FRAU nur etwas „zählt“, wenn sie neben der Familie und allem damit zu tun habenden auch noch arbeiten geht? Muss FRAU heute ihr eigenes Geld verdienen, damit sie vollwertig in die Gesellschaft integriert ist? Anders herum gesagt, ist die Frau, die nicht ihr eigenes Geld verdient faul und ein Schmarotzer? Warum bekomme ich als Hausfrau und Mutter eigentlich kein eigenes Gehalt? Ist meine Arbeit minderwertig? Ist es fair, dass ich mir von meinem Nachtschattengewächs anhören muss ich würde SEIN sauer verdientes Geld ausgeben, wenn ich den Kindern innerhalb weniger Monate das dritte Paar Schuhe kaufen muss, weil deren Füße wie „Unkraut“ momentan wachsen? Ist die alte klassische Rollenverteilung: „Mann verdient das Geld für die FAMILIE, Frau versorgt die FAMILIE“ falsch? Oder warum kommt mir zu Ohren, dass sich Leser meiner Kolumne fragen, was an mir Bozibumä so besonderes wäre? Sagt es mir Leute, hebe ich meine Gestalt in falscher Form hervor?

Und nun zum eigentlich Wesentlichen meines Blogs, den Erzählungen. Wie soll ein Familienblog gestaltet werden, wenn das Schreiben über die Familie angeblich langweilig sein soll? Natürlich sind meine „Berichte“ kein Einzelfall. Selbstverständlich sind unsere Erlebnisse mit euren Erlebnissen vergleichbar. Aber macht das denn nicht den Sinn der Texte aus? Eigene Erlebnisse in anderer Form wiederzuerkennen? Sich beim Lesen entspannen können, vielleicht über das ein oder andere lachen? Sind Blogtexte nur interessant, wenn aktuelle Themen aus der Welt, wie zum Beispiel „Flüchtlinge“, „Rechtsradikale“ oder „Fussballereignisse“ mit verarbeitet werden?

Sagt mir: worüber soll ich euch in meinem Blog erzählen? Welche Themen interessieren euch? Muss ich, wie Charlotte Roche, die Autorin von „Feuchtgebiete“ , über die Penislänge meines Ehemannes berichten, oder ist es von Belang, dass ich wie Tim Melzer beschreibe wie ich Spiegelei auf Schwarzbrot zum Mittagessen koche? Soll ich euch wie Tine Wittler mein Haus detailgetreu schilden? Welche Thematik möchtet ihr in meinem Familienblog lesen? Gebt mir Hinweise, gebt mit Tipps.

Oder kann es eventuell möglich sein, dass die Meinung des Flüsterers ein Einzelfall ist? Sind meine Texte vielleicht so wie ich sie schreibe ansprechend, lustig, unterhaltsam und somit völlig okay?

Macht mit mir zusammen den Blog von mir, Mia Bruckmann, zum Knaller! Meldet euch! Sagt mir eure Meinung, helft mir bei der Gestaltung meines Blogs! Ich freue mich auf eure Antworten!

 

Bis bald,

eure Mia

2 comments on “Fragen über Fragen- an euch!

  1. Liebe Mia,
    mein Gefühl sagt mir, dass du zu viel auf das – Entschuldigung – „Geschwätz“ anderer Leute gibst.
    Natürlich muss sich ein Familien-Blog um das Thema Familie drehen. Worum denn auch sonst!?! Oder schreibt Tine Wittler vielleicht über Backen, Reisen oder Politik?! Schuster, bleib bei deine Leisten, ist daher mein Rat an dich.
    Und was die Farbauswahl angeht – die muss und wird nun wirklich nicht jedermanns Geschmack treffen. Dafür sind ja Gottseidank alle Geschmäcker verschieden! Ich mag übrigens deine „Farbpalette“ ☺️
    Wem also dein Style und deine Blogs nicht gefallen, soll halt weg bleiben. Es werden dir Leser alle erhalten bleiben, denen das, was du zu sagen hast, gefällt.
    Somit lautet meine Antwort auf „deine Fragen über Fragen“: Bleib‘ unbedingt dir selber treu!
    Liebe Grüße,
    Deine Pia

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