Einmal lieben geht noch

Fakten:

Verlag: Deutschsprachige Ausgabe Penguin Verlag , München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Erscheinungsdatum:  September 2016

Originaltitel: Quarante tentatives pour trouver l`homme sa vie           

Originalverlag: Editions du Rouergue, Arles 

Umschlag: Sabine Kwauka, München

Satz: Greiner & Reichel, Köln

Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN: 978 – 3 – 328 – 10008 – 9

Auch als Kindle Edition erhältlich

 

Über die Autorin:

Rachel Corenblit hat sich in Frankreich schon als Jugendbuchautorin einen Namen gemacht, bevor sie mit Einmal lieben geht noch ihren ersten Roman für Erwachsene schrieb. In ihn flossen die Erfahrungen vieler weinseliger Gespräche mit (Single-) Freundinnenein, aber auch eines Philosophiestudiums und ihrer Arbeit als Lehrerin. Sie lebt mit ihrem Mann und beiden Kindern in Toulouse.

Blick ins Buch:

„Ihren letzten Lover hat Lucie schon vor Jahren vor die Tür gesetzt – Prädikat „mangelhaft“. Die Ausbeute seither? Mitleiderregend, grauenerweckend, indiskutabel! Das Einzige, was der jungen Lehrerin langsam aber sicher näher kommt, ist die Vierzig. Die Sache ist klar, dem Schicksal muss auf die Sprünge geholfen werden. Und so lässt Lucie ab sofort keine Gelegenheit mehr ungenutzt, den Mann fürs Leben aufzugabeln. Sie macht weder vor dem Ex ihrer besten Freundin noch vor den Vätern ihrer Schüler halt, flirtet an der Tiefkühltruhe im Supermarkt, taxiert das Freiwild im Schwimmbad, umgarnt den makellos schönen Vertretungsarzt… Wer jagt, gewinnt!“

Covergestaltung:

Der Einband erinnert mich etwas an eine Karikatur. Eine Frau hält ein überdimensional großes Herz in Händen. Weiter oben sind vier Männer in unterschiedlichen Posen zu sehen. Der Titel des Buches ist in schnörkeliger Schrift ins Herz geschrieben. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass diese ironisch dargestellte Coverszene sehr gut zum Inhalt passt.

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Aufbau und Schreibstil:

Das Buch besteht aus 40 Kapiteln, insgesamt sind 198 Seiten zu lesen.

Der atypische Schreibstil ist nicht einfach zu lesen. Es bedarf der Konzentration. Der Leser ist aufgefordert abstrakt zu denken, um den Inhalt des Buches verstehen zu können. Obwohl der Lesen zu dem Schluss gelangen könnte, dass der Inhalt eine wirre Aneinanderreihung abstruser Szenen zu sein scheint, schafft es die Autorin einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen bis zum Ende des Buches zu halten.

Meine Meinung:

Vom Klappentext verleitet, begann ich zu lesen und verstand zuerst nur „Bahnhof“. Ich war verwirrt, Meine Annahme, ich würde die heitere Geschichte von Lucie lesen, die nach einer großen Enttäuschung die nächste große Liebe trifft, wurde rasch korrigiert. Doch vom Schreibstil neugierig gemacht, las ich weiter. Und je tiefer ich mich in die Geschichte einließ, desto mehr erfasste mich das Gefühl, das zwischen den Zeilen mitschwang. Irgendwann hatte ich die Idee, dieses Buch ähnelte dem Film „Lola rennt“ mit der Schauspielerin Franka Potente. Es geht nicht um  eine chronologische Geschichte, sondern um Momente, einzelne Szenen, Augenblicke,  Minuten, die jemand erlebt, der auf der Suche nach einem neuen Partner ist und die Gedanken, Gemütsbewegungen und seelischen Regungen dabei. Teilweise ironisch geschrieben, teilweise recht sarkastisch. Aber ich fand mich wieder. Manche Szenerie hatte ich so oder ähnlich schon einmal erlebt.

Fazit:

Wer seichte Lektüre erwartet, wird enttäuscht. Der sehr eigene Schreibstil der Autorin muss dem Leser gefallen. Und der Leser muss bereit sein, sich darauf einzulassen. Wer es aber schafft, auf die „höhere Leseebene“ zu gelangen, in der es um das Fühlen in Situation X oder Y geht, wird seine Freude haben. Ich empfand das Buch als eine Art „Bestandsaufnahme“ der unterschiedlichen Stimmungen als Single.  Es ist ein „Portpourri“ der Gefühle. Mir hat es gefallen!

 

Herzlichen Dank an das Bloggerteam der Verlagsgruppe Random House, dass ich das Buch lesen und rezensieren durfte.  

6 comments on “Einmal lieben geht noch

    1. Liebe Sabine, ich kann dich gut verstehen. Mir geht es auch so. Mit offenen Enden habe ich auch meine „Probleme „. Aber gut, dass es eine große Vielfalt unter Büchern gibt, so dass jeder seine Bedürfnisse befriedigen kann.

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