Die Prinzessin von Arborio von Bettina Balàka

Fakten:

Gebundene Auflage
Verlag: Haymon Verlag, Innsbruck – Wien
www.haymonverlag.at
Erscheinungsdatum: 8. März 2016
Umschlag- und Buchgestaltung: nach Entwürfen von hoeretzeder grafische gestaltung, Scheffau / Tirol
Umschlaggestaltung: Eisele-Grafik-Design, München
Titel-Nr. 537


Zur Autorin:

Bettina Balàka, geboren in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, Theaterstücke und Hörspiele hat sie geschrieben und erfolgreich veröffentlicht

Blick ins Buch:

„Elisabeth Zorzi kann sich eigentlich nicht beklagen. Sie gilt als beliebt, charmant und gutaussehend. Mit ihrem Restaurant, der Cantinetta Zorzi, feiert sie große Erfolge. Nur mit den Männern läuft es nicht so, wie sie es sich vorstellt. Die Verehrer sind zwar zahlreich, doch irgendwann stellt sich jeder von ihnen als Enttäuschung heraus. Und weil Zorzi keine Lust auf Beziehungskrisen und komplizierte Trennungen hat, zieht sie es vor, ihren jeweiligen Partner radikal aus ihrem Leben zu entfernen: drei missglückte Beziehungen, drei tote Männer.

Doch dann kommt der Kriminalpsychologe Arnold Körber Zorzi auf die Spur. Als Fachmann ist er fasziniert von Zorzis Verbrechen – und als Mann noch viel mehr von dieser außergewöhnlichen Frau. Nach vielen Vernehmungen muss er sich schließlich eingestehen: Er ist ihrem Reiz erlegen. Die Serienmörderin und der Profiler – ob diese Liaison ein gutes Ende nehmen kann?“

Cover:

Das gesamte Buch und das Cover sind auf umweltfreundlichem, chlor- und säurefreie-gebleichtem Papier gedruckt.
Das Cover ist schlicht, aber geschmackvoll gestaltet. Der Titel ist in Rot-Orange gehalten. Umrahmt von Blumenkelchen. Für mich sind das die trichterförmigen Blüten einer Engelstrompete. Diese Pflanze bezaubert durch ihr schönes Aussehen, ist allerdings hochgiftig. Der Verzehr von nur wenigen Gramm kann tödliche Folgen haben. Als Assoziation auf die Hauptdarstellerin des Buches, Elisabeth Zorzi, finde ich die Gestaltung des Bucheinbandes sehr passend.

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Aufbau und Stil:

Der Krimi kann unterschiedlich gegliedert werden. Von der Handlung her gibt es vier Abschnitte: 1. Zorzis Leben, 2. Überführung und Prozess, 3. Gefängnis, 4. Schluss. Es ist aber ebenso möglich das Buch in romantischen Krimi mit anschließendem (mörderischem) Liebesroman zu unterteilen.
Der Schreibstil ist leicht, spannungsreich mitreißend, intelligent und fesselnd. Ich hatte Spaß daran, das Buch zu lesen. „Die Prinzessin von Arborio“ bereitet angenehme Lesestunden. Der Spannungsbogen wird von Anfang an aufgebaut und durchgehend gehalten.

Meine Meinung:

Für mich ist Elisabeth Zorzi eine „Bella Donna“. In der Homöopathie ist das die Bezeichnung für „Tollkirsche“. Elisabeth ist verführerisch. Körperlich höchst attraktiv und reizvoll. Sie hat ein einnehmendes Wesen. In Gesprächen ist sie charmant und interessant. Ihr Lächeln ist entwaffnend. Ihre charismatische Ausstrahlung ist betörend, aufregend, sexy. Sinnbildlich verkörpert für mich all dieses eine „vollkommene Kirsche“.
Auch Zorzi ist eine Augenweide. Anregend, zum Anbeißen. Doch leider ist ihr Genuss nicht für jeden Mann bekömmlich. Je nach Intensität der Beziehung, ist Zorzi leider auch totbringend.

Ich war von Anfang an von dieser Frau fasziniert. Immer wenn ich dachte, ich hätte ihr Denkschema erfasst, veränderte sie sich in ihren Handlungen. Ist sie dumm oder intelligent? Ist sie ungeziert oder heimtückisch? Ist sie naiv oder raffiniert? Ist sie anspruchslos oder eitel?

Ebenso ging es mir mit der Geschichte. Es gibt im ersten Abschnitt, der zwar als solcher nicht gekennzeichnet ist, viele Szenenwechsel zwischen Zorzis Vergangenheit und ihrer Gerichtsverhandlung. Obwohl ich als Leserin wusste, dass sie eine Mörderin ist, war ich gespannt, wie es weiter geht. Anschließend folgen der Gefängnisaufenthalt und der Schluss. Ich kam immer wieder zum Punkt „und jetzt?“ und war überrascht, was daraufhin in der Handlung passierte. Die Geschichte wird nie langweilig, zäh oder unglaubwürdig. So schillernd Zorzi ist, genauso brillant ist die Handlung.
Besonders gefällt mir der Schluss. Ich spürte regelrecht das Gefühl von Zufriedenheit. Es kommt so, wie es eigentlich nicht zu erwarten ist.

Das Buch liest sich leicht und flüssig. Meine Stimmung dabei schwang hin und her zwischen Mitgefühl und Unbarmherzigkeit.

Fazit:

Bettina Balàka hat ein tolles Buch geschrieben. Durch die Art der Schreibweise wird der Leser in die Handlung „eingewickelt“, verstrickt. Zorzi hat es geschafft, auch mich in ihren Bann zu ziehen. Elisabeth ist eine dreifache Mörderin, dennoch fand ich sie bis zum Schluss äußerst sympathisch.
Ach ja, nicht zu vergessen! Sie möchten wissen, was es mit dem Buchtitel auf sich hat? Dann gebe ich Ihnen gerne einen Tipp. Schlagen Sie in ihrem gekauften Buch Seite 90 auf. Dort gibt es die Antwort.

Der Krimi erhält von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Haymon Verlag, dass ich „Die Prinzessin von Arborio“ lesen und rezensieren durfte!

6 comments on “Die Prinzessin von Arborio von Bettina Balàka

  1. Ui das klingt ja mal richtig interessant! Ist garantiert ein Buch nach meinem Geschmack!!! Ich denke, dass Frauen die besseren Mörder sind, weil man ihnen nicht so schnell auf die Schliche kommt….
    Hab einen tollen Abend und ich drück dich ganz lieb❤️
    Deine Sandra

    1. Liebe Sandra, ich stimme dir zu. Frauen morden mit Verstand, Männer mit Emotionen. Wäre Zorzi kein Flüchtigkeitsfehler passiert, wer weiß…

        1. Meine liebe Sandra ( lach) , du bist sehr geschickt! Ja, so sind wir Frauen! Lies das Buch, ich habe es am Stück gelesen. Zorzi wird dir gefallen!

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