Die Insel, der Wein und der Tod

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: 26. August  2016

Gesamtherstellung: Druckerei C.H. Beck, Nördlingen

ISBN: 978 – 3 – 423 – 21645 – 6

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

 

Über den Autor:

Paul Grote ist Deutschlands bekanntester und meistgelesener Weinkrimi-Autor.  Der Berliner, Jahrgang 1946, begann nach dem Studium der Soziologie und Politik seine journalistische Laufbahn in Hamburg. Anschließend berichtete er fünfzehn Jahre lang als freier Reporter aus Südamerika. Bei Aufenthalten in Argentinien und Chile entdeckte er sein besonderes Interesse für Wein und Weinbau, den er, zurück in Deutschland, zu seinem Thema machte. 2004 erschien mit „Tod in Bordeaux“ sein erster Weinkrimi. Seitdem hat er die wichtigsten europäischen Weinbaugebiete bereist und jedes Jahr einen neuen Krimi veröffentlicht. Seine bislang dreizehn Bücher sind bei dtv erschienen.

Blick ins Buch:

„Ses Palmes – eine Finca auf Mallorca mit Weinbergen! Für den Tübinger Weinhändler Gerhard Schiller die Erfüllung eines Traums. Schon  lange will er seinen eigenen Wein anbauen, seine Frau Ulrike sich auf der Insel niederlassen. Doch noch zögert Schiller und bittet Henry Meyenbecker, ehemals Weinjournalist, jetzt Verkaufsleiter der Kellerei Penasco in La Roija, um Rat. Tatsächlich ist Henry skeptisch. Die Finca-Besitzerin scheint ihnen etwas zu verheimlichen. Und es gab einen Toten. Aber auch Henry bewegt sich auf gefährlichem Terrain. Er wird gewarnt: Ein Killer ist ihm nach Mallorca gefolgt, von Henrys Schwager Diego, den er vor Jahren hinter Gitter brachte, auf ihn angesetzt…“

Cover:

Unter Verwendung eines Fotos aus dem Privatbesitz des Autors wurde das Cover gestaltet. Der Titel des Krimis und der Name des Autors sind leicht erhaben und können mit den Fingern gefühlt werden. Natürlich passen Titelbild und Inhalt hervorragend  zusammen. Was mir bei diesem Buch außerdem  sehr gefällt ist, dass auf der Coverinnenseite (vorne)  eine Landkarte von Mallorca abgebildet ist, auf der die dort ansässigen Winzer aufgezeigt werden. Hilfreich fand ich die Karte ebenfalls während des Lesens. Ich konnte so nachvollziehen, wo der jeweilige Ort des Geschehens lag.  

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Aufbau und Schreibstil:

Der Kriminalroman besteht aus 21 Kapiteln, die in chronologischer Reihenfolge geschrieben sind. Insgesamt sind 406 Seiten zu lesen.  

„Die Insel, der Wein und der Tod“ ist einfach und gut zu lesen. Die Dialoge sind logisch, durchdacht und schlüssig. Die Protagonisten sind gut dargestellt, besonders die Hauptfigur Henry Meyenbecker fand ich äußerst gewinnend, einnehmend und liebenswürdig.  Die Handlung ist kurzweilig, wechselvoll  und unterhaltsam. Der Spannungsbogen, der im ersten Kapitel aufgebaut wird, hält sich konsequent bis zum Schluss.

Meine Meinung:

Ist es Zufall? Der Aufbau des Krimis könnte  nämlich tatsächlich mit einer Weinprobe verglichen werden. Zuerst wird die Farbe bestimmt. Danach der Wein geschwenkt damit anschließend die Duftnote bestimmt werden kann. Zuletzt  wird probiert. Nun entfaltet sich das ganze Aroma. So ähnlich ist es im Roman.  Während des Lesens des ersten Kapitels wird der Leser auf eine vermeintlich eindeutige Spur „gesetzt“. Auf ein bestimmtes Ereignis wartend präsentieren sich anschließend dem Rezipienten unterschiedliche Zwischenfälle, die die erste Vermutung in Frage stellen,  bis sich im überraschenden Showdown die Lösung des Falles offenbart. Dabei trägt die Hauptfigur, Henry Meyenbecker – ehemals Weinjournalist, maßgeblich während des Lesegenusses zum Wohlbefinden des Lesers  bei.

Fazit:

Ohne großes Blutvergießen schafft es Paul Grote seine Leser in Spannung zu halten. Die Handlung ist abwechslungsreich, und ganz nebenbei erfährt der Leser viel über den Weinanbau auf Mallorca. Alle Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt, so dass ich am Ende sogar „die böse Seite“ sympathisch fand. Gemäß dem Motto. „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ genoss ich als Leserin sozusagen ein „Viel-Gänge-Menü“ ohne am Ende gestopft voll zu sein.

 „Die Insel, der Wein und der Tod“ ist das erste Buch, das ich von Paul Grote gelesen habe, aber ich kann mit Überzeugung sagen, es ist gewiss nicht das letzte!

 

Herzlichen Dank an den dtv Verlag, dass ich dieses hervorragend geschriebene Buch lesen und rezensieren durfte!

10 comments on “Die Insel, der Wein und der Tod

    1. Liebe Leane, ja ich war auch auf den Inhalt gespannt! Demnächst erscheint noch die Rezension zu Herrn Grotes erstem Buch und ein Autoreninterview mit ihm. Der Autor hat schon sehr viel in seinem Leben erlebt. Ich finde ihn als Autor sehr interessant!

  1. Huhu!
    Na das hört sich ja spannend an !
    Oh man , ich darf mir keine Bücher mehr zulegen , ich habe sooo viele !
    Ok , im Moment sind es die meisten EBooks , aber die will man ja auch mal lesen 🙂
    liebe grüße dajana

    1. Liebe Dajana, ich kenne dein Problem Mein Mann meint, wir müssten bald wegen mir das Haus vergrößern, damit meine Bücher alle Platz haben. Aber lesen ist einfach toll! LG

    1. Liebe Nicole, ich gebe dir recht! Nicht jedes Buch passt zu jedem. Deshalb finde ich Rezensionen auch so toll, weil man vorab schon etwas über den Inhalt des Buches erfährt.

  2. Hallöchen,
    eine sehr schöne Rezension. Krimis lese ich hin und wieder ganz gerne mal… umso witziger, wenn man dabei sogar nochmal etwas lernt. 😉

    Viele Grüße
    Bloody

    1. Hallo Bloody, ja, Paul Grote ist da ein echter Meister! Demnächst gibt es auch ein Autoreninterview mit ihm bei mir auf dem Blog.

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