Die Grammatik der Rennpferde

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Umschlaggestaltung: FAVORITBUERO, München

Druck und Bindung: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm

ISBN: 078 – 3 – 423 – 26105 – 0

 

Zur Autorin:

Angelika Jodl unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch. Außerdem schreibt sie Geschichten, hält Vorträge zur deutschen Sprache und reitet ein ausgemustertes Rennpferd. Sie lebt mit Mann, Sohn, Hund und Katzen in München.

Blick ins Buch:

„Sergey Dyck, früher Jockey aus Russland, jetzt Stallbursche in Oberbayern, will sein neues Leben anpacken und ein Rennpferd kaufen. Dafür braucht er nur ein paar mehr Wörter, die  sie ihm beibringen soll. Salli Sturm, leidenschaftliche Sprachlehrerin mit hohem Anspruch an ihre Schüler und sich selbst. So will sie auch ein Wunder an ihrem neuen Privatschüler Sergey vollbringen, denn: „Jeder kann Deutsch lernen!“ Zwei Leben prallen aufeinander, so verschieden wie der Himmel und die Erde.“

Covergestaltung:

Auf einem Beigefarbenen Untergrund ist der Titel des Romans gedruckt. In einem Dunkel-Violett und leuchtendem Hellrot. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass die Gestaltung des Buches sehr zutreffend gewählt wurde. Bereits  diese Details  verraten sehr viel. Im Buch geht es um Gediegenheit  und Leidenschaft. „Die Geradlinige und der Querdenker“ wäre eine für mich ebenso passende Überschrift.

image

Aufbau und Schreibstil:

Der Roman besteht aus zwei Einschüben, die Sergey im Speziellen betreffen und 12 einzelnen Kapiteln. Insgesamt sind 307 Seiten zu lesen. Die Sprache ist leicht, lebendig, gut artikuliert und verständlich. Die Geschichte ist heiter, vergnüglich, lebenslustig und beschwingt. „Die Grammatik der Rennpferde“ verspricht pures Lesevergnügen mit höchst amüsanten Dialogen. An der ein oder anderen Stelle habe ich laut gelacht.  

Meine Meinung:

So außergewöhnlich  wie der Buchtitel ist,  genauso  ungewöhnlich ist die Geschichte. Da gibt es zwei Menschen, die in der aktuellen Situation gänzlich auf sich selbst konzentriert sind. Sergey, der russische Ex-Jockey, der auf  der Suche nach einem Job zufällig eine neue Lebensidee entdeckt und Salli, eine bis dato „verzopft“ wirkende Deutsch Lehrerin.

Just der Zufall bestimmt es, dass sich die Lebenswege dieser beiden kreuzen. Während anfänglich der Umgang miteinander nur Mittel zum Zweck ist, schleicht sich klammheimlich etwas bei beiden ein, mit dem sie niemals gerechnet hätten. Die Liebe.  

Der Roman „Die Grammatik der Rennpferde“ ist herzerwärmend. Die Schilderungen, wie die Liebe, die aus einem winzig kleinen Funken entsteht, Salli und Sergey „beschleicht“  sind dermaßen equicklich, erfrischend und schön, dass ich als Leserin förmlich „sehen“ konnte, wie das „Eis“ zwischen diesen Menschen schmilzt. Das Herzklopfen, das die Protagonisten erleben, erfasste auch mich. Der Geschichtenverlauf schenkte mir vergnügliche Stunden und ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit.

Fazit:

Dieser Roman ist für Romantiker ein absolutes „Muss“! Die Autorin lässt die Liebe zwischen Sergey und Salli mit solch einem Feingefühl wachsen, dass ich Gänsehaut beim Lesen bekam. Beseelt von guten Gefühlen brachte mich das Buch zum Träumen. Die feinsinnig gewählten Worte versetzten mein Herz in Schwingungen. Es ist nicht nur das Geschriebene, das mich als Leserin so angesprochen hat, sondern auch das, was dem Leser zwischen den Zeilen vermittelt wird.  Ganz wundervoll dargestellt ist, wie „Sturkopf“ und „Angsthase“ das Leben für sich neu entdecken.

Mir hat „Die Grammatik der Rennpferde“ mehr als gut gefallen. Ich könnte sagen, ich schwärme davon. Deshalb vergebe ich 5 von 5 zu vergebenen Punkten.   

 

 

 

Herzlichen Dank an dtv Premium für das besondere Lesevergnügen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neun − 8 =