Des einen Freud, des anderen NEID!

Das Gefühl, von dem ich heute schreibe, kennt jeder von uns. Es ist etwas, das dich beschleicht, dass Besitz von dir ergreift. Das dich miesgelaunt und aggressiv werden lässt. Ich spreche vom Neid!

Neid kann unter Freunden, Kollegen, Nachbarn oder Geschwistern auftreten und natürlich auch unter uns Bloggern. Es gibt vieles, worauf wir neidisch sein können. Zum Beispiel auf das Aussehen von jemandem, auf materiellen Besitz, auf besondere Fähigkeiten des anderen, auf soziale Kontakte oder Freundschaften, auf beruflichen Erfolg.  

Stell dir vor, da macht jemand seit kurzem im „Social Media“ mit. Der Person fliegen die Follower nur so zu. Jeder Post erreicht konstant 200 Likes oder mehr. Und binnen kurzer Zeit hat diese Person nahezu das gleiche erreicht, wofür jemand anderes vielleicht Jahre benötigt hat. Was denkst du passiert?

Genau, es tauchen Neider auf. Personen, die dieser Frau oder diesem Mann den Erfolg mit ihrem/seinem Tun nicht gönnen.

Der Neider verspürt vermutlich Gefühle wie zum Beispiel Ärger, des sich steigern kann zur Wut, zu Hass und Feindseligkeit. Und gleichzeitig fühlt  sich der/die Betroffene  anderen gegenüber unterlegen, hat Minderwertigkeitskomplexe.  Der Glaube des Neiders, das Objekt der Begierde nicht bekommen zu können, wächst.

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Die Folge davon ist, dass die betroffene neidische Person anfängt, feindselige Verhaltensweisen aufzubauen. Meistens beginnt es mit Sticheleien und abwertenden Bewertungen dem anderen gegenüber, es kommt zur Verleumdung bis hin zu Mobbing und Aggression. Nicht selten habe ich in einem Social- Media- Kanal gelesen, dass der Account eines Bloggers geblockt oder gar gelöscht wurde, weil ein Anderer sie/ihn beim Betreiber des Kanals angeschwärzt hat.

So sehr ich mich über solch unmoralisches Verhalten aufrege, frage ich mich dennoch: Hat der Neider einen Vorteil davon, neidisch zu sein? Ich behaupte nein! Wer von der giftigen und alles zernagenden Stimme des Neides erobert wird, verliert seine Zufriedenheit und damit die Fähigkeit schätzen und genießen zu könne, was man selbst besitzt.

Somit ist Neid stets eine Warnung. Ein Hinweis, dass etwas im eigenen Leben nicht stimmig ist. Werde wach und begib dich auf die Suche nach  deinem Mangel!

Betrachte dein Leben und schätze wert, was DU bislang für Erfolge erzielt hast. Bleibe bei dir, das steigert deine Zufriedenheit mit dir und deinem Leben. Natürlich ist es menschlich, sich mit anderen zu vergleichen, es kann sogar anregen, sich selbst weiterzuentwickeln, aber wer nur im Außen lebt, übersieht gerne seinen eigenen inneren Reichtum.

Wenn es dir wichtig ist, ein Stück vom Kuchen den der andere bereits besitzt abzubekommen, dann frage dich was du lernen musst, um ebenso erfolgreich zu sein. Werde aktiv!

Lerne dankbar zu sein. Übe in deinem alltäglichen Dasein. Überlege dir zum Beispiel jeden Abend, wofür du an diesem Tag dankbar sein kannst. Beachte dabei auch die angeblich unscheinbaren Dinge! Gab es eine nette Unterhaltung, ein Lob? Vielleicht hat dich jemand freundlich angelächelt,  oder ein Kind wollte dir eine Blume schenken. Hast du jemandem geholfen oder hast du etwas erledigt, das schon länger darauf gewartet hat? Mach dir bewusst, welche Geschenke du an diesem Tag erhalten hast und freue dich darüber.

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Übe dich im „Gönnen können“. Dazu bedarf es einer gewissen inneren Haltung. Versuche den Satz:“ Es ist okay, dass X … hat. Ich gönne es ihr/ihm, auch wenn ich es gerne hätte“ bei dir zu verinnerlichen.  Wenn du Neid verspürt, halte dir dieses Mantra vor Augen und spreche es aus. Wiederhole es, bis der Druck bei dir nach lässt.

Alles im Leben hat zwei Seiten. Nichts ist nur gut, oder nur schlecht. Frage dich, was der andere, dessen Besitz bei dir Neid auslöst, für Nachteile in Kauf nehmen muss. Ist es nicht so, dass jemand, der viel im Social Media unterwegs ist und postet, weniger Freizeit hat? Weniger Zeit für Freunde und Familie? Verzichtet derjenige vielleicht auf Treffen, um abends aktiv sein zu können? Warum tust du es ihm nicht gleich? Wärst du bereit dafür?

Mach dir bewusst, dass der andere seinen Erfolg gewiss nicht geschenkt bekommt. Übernimm somit für DEIN Leben die Verantwortung und suche nach Mitteln und Wegen, die DIR offen stehen, erfolgreich zu werden. Werde aktiv und gestalte DEIN Dasein. Wer das tut, hat keinen Anlass dafür, neidisch zu sein.

Stärke dein Selbstvertrauen, denn das ist der Schlüssel für dein Selbstwertgefühl!

Und denke immer daran: nichts kommt einfach so über Nacht! Du musst Geduld haben und üben. Du wirst Rückschläge verkraften müssen, darfst aber dann nicht aufgeben. Sag dir: Ich schaffe das!

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Mach dir stets bewusst: Dein Neid ist dein eigener Folterknecht! Wenn du andere beneidest, machst du deren Glück zu deinem Unglück! Lass das nicht zu!

Denn, wer anderen Glück gönnen kann, wird inneren Frieden finden!

 

 

 

 

 

18 comments on “Des einen Freud, des anderen NEID!

  1. Super Beitrag meine liebe Mia! Ich hoffe, es lesen viele und nehmen sich deine Worte zu Herzen! Neid ist in unserer Gesellschaft mittlerweile ein großes Problem und wenn ein Menscn neidisch ist, verändert er sich sehr negativ. Jeder sollte echt auf sich schauen, aus seinem Leben was machen und sich nicht mit anderen messen!!!
    Ich drück dich❤️

  2. Hallöchen Mia,
    wirklich ein schöner Beitrag. Neid ist etwas, was wirklich niemand braucht und ich hoffe, dass du mit diesem Post einige Leute zum Nachdenken anregen kannst. Schließlich arbeitet jeder für seinen Erfolg, auch wenn es bei anderen manchmal so einfach aussieht, weil sie vielleicht einmal mehr zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Aber Feindseligkeiten helfen einem da genauso wenig weiter… man muss dann einfach ebenfalls am Ball bleiben und sich auch mal selbst loben, wenn es sonst keiner macht. 😉

    Viele Grüße
    Bloody

    1. Liebe Bloody, wäre schön, wenn der ein oder andere ins Grübeln käme! Es heißt doch: Jeder ist sich selbst der Näheste, daran sollte man sich halten.

    1. Liebe Leane, stimmt, die gibt es, aber das finde ich sehr schadend vor allem überflüssig. Meiner Meinung nach hat der Neider ein Defizit bei SICH zu bearbeiten, dann schafft er/sie auch (fast ) alles, was er/sie sich wünscht. LG, Mia

  3. Meine Mia,

    ein wunderbarer Bericht, vielen lieben Dank dafür…

    Und genau so ist es… Würden mehr Menschen wie Du hier denken, wird die Welt besser sein…

    Einen wunderschönen Abend

    wünscht

    Mathilda

    1. Liebe Mathilda, ich danke dir für deinen Besuch und deine lieben Worte! Ich hoffe, mein Beitrag verbreitet sich und regt zum Nachdenken über sich selbst an. LG, deine Mia

  4. Hallo, sehr schön geschrieben. Neid ist leider heutzutage ein alltäglicher Begleiter. Ich habe es auch schon selbst zu spüren bekommen, einfach ausblenden ist manchmal der beste Weg.Schade das die Menschen sich in diese Richtung entwickeln. LG Nadel

    1. Liebe Nadja, ist es nicht schlimm, dass die allgemeine Negativität die Menschheit zu erfassen scheint? Dabei könnte alles so entspannt und friedlich sein, wenn jeder bei sich bliebe… LG, Mia

  5. Liebe Mia,

    du schreibst wahre Worte! Neid ist das größte Hindernis, nur mal auf die Blogger gesehen, wäre nicht so viel Neid dazwischen, würde das Vernetzen und Unterstützen untereinander viel besser funktionieren.
    Ich hoffe viele lesen deinen Beitrag und denken mal darüber nach.

    LG Alex

  6. Liebe Mia,
    toller Beitrag, sehr wahre Worte. Der Neid trifft einen überall. Im Berufsalltag, wenn dir Kollegen das Leben schwer machen, und du fragst dich, warum? Meistens sind dies tatsächlich Menschen, die im Grunde mit sich und ihrem Leben sehr unzufrieden sind. Eigentlich sollte man mit ihnen Mitleid haben, denn sie sind bestimmt unglücklich..
    Neid ist aber auch eine typisch deutsche Eigenschaft. Wenn du z.B. in den USA ein schönes Haus hast, oder ein tolles Auto fährst, kommen die Leute auf dich zu und sagen: “ Wow, toll, wie hast du das erreicht? Kannst du mir einen Tipp geben, damit ich das vielleicht auch schaffen kann?“ Klingt doch gleich ganz anders und viel positiver…
    Der Satz:“ bei sich bleiben “ trifft den Nagel auf den Kopf!!!
    Wie schon früher erwähnt, deine selbstgeschriebenen Artikel gefallen mir am Besten 🙂
    Weiter so und weiterhin viel Erfolg!
    LG Vera

    1. Liebe Vera, schön dass du dich auch an der Diskussion beteiligst! Ja, der Blick über den Tellerrand und das Interesse daran, von anderen zu lernen, täte vielen von uns gut! Die Einsicht, an sich selbst zu arbeiten, ebenso. Vielleicht rüttelt mein Beitrag den einen oder anderen wach, das würde mich freuen! LG, Mia

  7. Liebe Mia,
    ein sehr guter Betrag, zum Thema, ,Neid *. Super geschrieben! Einfach nur Realität. Neid, begleitet dich fast überall .Leider! Ich habe gelernt, mich für und mit anderen zu freuen, statt es ihnen zu neiden. Ich bin meines eigenen Glückes Schmied. Bin glücklich mit dem was ich habe und bin.

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