Der Geburtstagsmuffel!

Alle Jahre wieder hat Philipp, wie jedes andere Lebewesen auf unserem Planeten auch, Geburtstag. Eigentlich ein Tag der Freude. Für euch vielleicht. Bei uns ist dieser Tag der Tag des „Frustes“. Warum? Nun, ganz einfach, mein Ehemann gehört zu der Kategorie „Geburtstagsmuffel“. Auf einer Skala von 1(kaum) bis 10 (total) ist Philipp bei einer 8,75 einzustufen.

Wie man dem Wort „Muffel“ schon anhören kann, handelt es sich hierbei um eine eher negative Bedeutung. Umgangssprachlich wird so ein mürrischer, unfreundlicher Mensch bezeichnet. Eben jemand, der einer bestimmten Sache gleichgültig oder desinteressiert gegenübersteht.

Philipp gehört tatsächlich auch zu jenen Menschen, die ihren Geburtstag lieber nicht feiern wollen. Blödes Gerede von „Ehrentag“ und so. Er möchte am liebsten seine Ruhe haben. Wird ihm gratuliert schaut er gequält aus seinem Hemdkragen und meint, man möge sich doch die künstliche Freude bitte sparen. Geburtstag sei nichts anderes als ein gewöhnlicher Tag. Er könne ja nichts dafür, dass er an diesem Tag das Licht der Welt erblickt hat.

Husbandus hätte es am liebsten, wenn er an diesem Tag überhaupt nicht erreichbar wäre. Es sei eh nur geheuchelt, diese Glückwünsche wären nicht so gemeint, wie geäußert. Da meldet sich einer das ganze Jahr nicht, spricht oder schreibt dann jedoch am Geburtstag von „von Herzen“ und „allerliebste Grüße“ und ähnlichem. Wenn möglich stellt er sein Handy auf „Lautlos“ und lässt sich am Festnetztelefon von uns, seiner Familie, verleugnen. Wenn alles nichts hilft, geht er schlafen. Da darf er nicht gestört werden. Da ist er dann tatsächlich nicht erreichbar.

All das würde ich persönlich ja gar nicht so schlimm finden. Ich kann es verstehen, wenn einer nicht im Mittelpunkt stehen möchte. Es gefällt nicht jedem in der Schulzeit an diesem Tag auf seinem Stuhl stehen zu dürfen, während die Klassenkameraden ein Geburtstagslied trällern. Oder wenn im Berufsleben die Kollegen alle Meter weit sich einem in den Weg stellen, um dem Geburtstagskind überschwänglich zu gratulieren. Seltsamer Weise ist es dann völlig okay, sich zu umarmen und ähnliches. Mag nicht jeder, akzeptiert!

Was mich jedoch seit nun fast 15 Jahren jährlich persönlich trifft ist, dass mein lieber Philipp auch keine Geschenke annehmen kann. Ich überlege mir wochenlang vor seinem Geburtstag, womit ich ihm eine Freude machen könnte. Leicht mache ich es mir gewiss nicht, denn die Wahrscheinlichkeit, das FALSCHE geschenkt zu haben, ist bei Philipp nahezu 99%.

Natürlich zerbrach ich mir auch dieses Jahr wieder am Tag und in der Nacht mein hübsches Köpfchen. Wovon hätte er etwas? Was wäre nützlich? Erinnert ihn aber gleichzeitig an uns? Langlebig sollte das Geschenk sein. Grübel, grübel!!

Letztendlich habe ich mich für einen neuen Koffer entschieden. Philipp reist sehr viel. Seit Monaten durfte ich mir anhören, dass sein „alter“ Koffer zu klein sei. Außerdem hätte er Angst, dass der Reißverschluss eines Tages aufreißt, womöglich dann wenn er vom einen Gleis zum anderen hetzt, und sein gesamtes Hab und Gut sich auf dem Boden verteilt, während sein Anschlusszug von dannen rollt. Die Farbe Schwarz hätte er ebenso satt! Er bräuchte einen neuen Koffer hielt er mir jedes Mal vor, wenn er wieder am Packen war. Neuer, größer, anders halt.

Okay, dachte ich mir somit letzte Woche. Damit kann ich nicht falsch liegen. Ein Koffer ist ein gutes Geschenk. Er hat ihn stets auf Reisen dabei. Also denkt er an uns, wenn er von Hotel zu Hotel fährt. Ein Koffer hält eigentlich mehrere Jahre und wenn er größer ist als der jetzige, hat Philipp auch einen großen Nutzen davon. Zufrieden war ich. Nein, eher erleichtert, dass ich das ultimative Geschenk für 2016 gewählt hatte.

Ich fuhr am Donnerstag zu uns in die Einkaufsmeile und suchte das dortige Lederwarenfachgeschäft auf. Nach eingehender Beratung verließ ich den Laden mit einem wunderschönen Koffer. Groß, aber nicht zu kompakt. Gut verarbeitet. Stabile Rollen, ein Metallgriff. Auf den Reißverschluss gibt es 5 Jahre Garantie. Und grün war das gute Stück. Ein Lindgrün oder nein, eher Moosgrün. Ein dunkleres Hellgrün würde ich sagen. Zuhause versteckte ich das Geschenk im Gartenschuppen. Dank der Jahreszeit ist Gartenarbeit ja nicht zu erledigen. Puh, Schweißperlen abwischen, alles hat geklappt!

Neben dem Geschenk bekommt natürlich auch jeder, der bei uns Geburtstag hat, einen schönen Gabentisch gedeckt. Hierfür suche ich stets eine passende Papiertischdecke, Servietten und Blumen aus. Und eine selbst gebackene Torte darf auch nicht fehlen. All diese Utensilien hatte ich bereits Anfang der Woche besorgt. Die kluge Frau sorgt vor. Man weiß ja nie, was die Tage sonst so mit sich bringen.

Weil ich freitags das Gefühl hatte, es sei vielleicht besser noch ein „Ausweichgeschenk“ parat zu haben, nur für alle Fälle zur „Sicherheit“ besorgte ich noch ein Zippo Feuerzeug. Philipp sammelt die. Er ist Raucher. In allen möglichen Hosen- oder Jackentaschen steckt ein Feuerzeug. Dennoch „verschwinden“ diese Teile häufig auf mysteriöse Art und Weise, um an anderen Orten, auf die ein Normalsterblicher in Gedanken nie käme, wieder aufzutauchen. Soll heißen, bei Philipp kann es nie genug Feuerzeuge geben, da diese ständig weg sind.

Philipp kam Freitagnachmittag nach Hause. Er hat nun 1 Woche frei. Schön ist das. Wieder einmal ein paar Tage mit ihm zusammen zu haben.

Samstags stand ich vormittags in der Küche um den Tortenboden zu backen. Nachmittags war ich mit den Kindern im Kino, damit Philipp etwas seine Ruhe hat. Er ist von seinen Reisen stets müde und braucht ein paar Stunden, um zuhause richtig anzukommen. Abends wurde dann mit Hilfe von Dino 1 die Torte für den Herrn des Hauses gefüllt und verziert. Den Tisch deckten wir festlich. Die Geschenke kamen an ihren vorgesehenen Platz. Der Geburtstag konnte kommen.

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Müde, dennoch mit gemischten Gefühlen ging ich gegen 23 Uhr ins Bett. Ich war mir dieses Jahr aber mehr als sicher, endlich ein Geschenk zu haben, das Philippus Husbandus, meinem Tomatenbäuchlein, gefällt.

Am Sonntag stand ich morgens relativ früh auf. Wie immer erst die Tiere versorgen. Alle füttern, mit dem Hund raus, Katzentoiletten säubern. Dann holte ich den Koffer aus dem Gartenschuppen und kochte frischen Kaffee.

Die Kinder schliefen bis 8 Uhr. Als diese aufgestanden waren, weckten wir Philipp gegen halb neuen.

Natürlich gratulierten wir ihm nicht, denn genau das will mein Mann ja nicht. Es soll ein Geburtstag ohne das übliche „Gedöns“ sein. Ein ganz normaler Tag an dem es eben eine Torte und Geschenke gibt.

Der Moment der Geschenkeübergabe nahte. Ich merkte, dass ich nervös wurde. Na ja, eher etwas kribbelig. Oder soll ich unruhig sagen? Ich fühlte mich halt so wie ein Hase, der vor der Schlange sitzt und darauf wartet, ob diese mit Giftzähnen zu beißt, oder ob es dieses Jahr anders sein wird.

Wie jedes Jahr fragte ich mich, warum ich meinem Muffel überhaupt etwas schenke? Ja Leute, warum ist der Schenker so masochistisch und tut sich diese „Qual“ immer wieder an?

Ganz allgemein betrachtet dient das Schenken weltweit dazu Beziehungen zu stärken und zu erhalten. ES ist ein Geben und Nehmen. Wer sich beim Verschenken viel Mühe gegeben hat erwartet, dass der andere das gleiche für einen selbst tut. Faires Verhalten wird somit vorausgesetzt. Laut einem Gehirnforscher namens Gerald Hüthner soll schenken sogar gesund machen. Er sagt, wir schenken, weil wir ein altes Grundbedürfnis stillen möchten. Die enge Verbundenheit mit jemandem zu spüren. Damals im Mutterleib mit der Mutter, übertragen auf den Partner möchten wir diese Empfindung ebenfalls nachempfinden. Ist der Schenker glücklich, schüttet er in seinem Gehirn Dopamin und Endorphin aus. Diese Hormone tragen dazu bei, dass sie uns fit machen und unser Stresslevel mindern.

Die unterschiedlichen Schenker-Typen überreichen dementsprechend verschiedene Geschenke. Der Chaot, der wenige Stunden vor dem Ereignis los rennt, um ein passendes Geschenk zu suchen, kauft meistens teuer ein. Rasch gegriffen, im Regelfall unüberlegt, wird etwas besorgt, das meistens nicht den Geschmack des Beschenkten trifft. Der Einfühlsame ist das direkte Gegenteil zum Chaoten. Er überlegt monatelang, was er schenken könnte. Der Einfühlsame stellt hohe Ansprüche an sich und seine Geschenke. Der Kreative ist der Selbstbastler und der Unsichere weiß nicht, was er schenken soll. Er verschenkt meistens Gutscheine, damit sich der Beschenkte selbst aussuchen kann, was er oder sie möchte. Der Langweiler schenkt jedes Jahr das gleiche und der Verweigerer gar nichts. Der Stratege setzt seine Geschenke ein, um ganz subtil den Beschenkten zu verändern und last but not least gibt es den Protzer, der mit seinen übertriebenen Geschenken den Beschenkten in Bedrängnis führt, weil dieser meistens nicht im selben Maße zurück schenken kann.

Ich muss „gestehen“, ich gehöre zur Kategorie „Einfühlsamer Schenker“, weil ich mir wirklich lange schon vor dem Geburtstag Gedanken mache, was Philipp gefallen könnte. Bei mir steckt allerdings kein Hintergedanke dabei, sondern ich glaube es ist bei mir der „Drang“ entstanden, ENDLICH einmal das Gefühl zu haben, es richtig gemacht zu haben. Mich einfach einmal freuen können, dass er sich freut! Ein Leuchten in seinen Augen sehen. Ein einfaches „Danke, das freut mich!“ würde mir schon reichen.

Die Kinder und ich sind zuerst die Treppe hinunter gegangen. Rasch die Torte aus dem Kühlschrank geholt und auf den Tisch gestellt. „Du kannst runter kommen“ rief Dino 1 nach oben.

Philipp stieg die Treppe hinab. Er schaute auf den Gabentisch. „Ein Koffer.“ Philipp kam die Treppe weiter hinunter. „Sag mal Schnuffel ist das dein Ernst?“ fragte er mich. Meint er das positiv oder negativ, sauste es durch meinen Kopf? „Gefällt er dir?“ fragte ich sicherheitshalber nach.

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„Ein Koffer – in GRÜN – sag mal geht`s noch? Seit wann stehe ich auf bunt?“ war die Einleitung und dann kam folgendes:“ Ein Koffer ist für mich ein Arbeitsmittel und kein Geburtstagsgeschenk. Außerdem ist der hier aus Hartplastik mit Reißverschluss. Die Rollen sind zu dünn, die Metallstange ist total klapperig. Und dann die Farbe….. Silber oder Schwarz gefällt mir. Überhaupt, einen Metallkoffer mit Schnallen wünsche ich mir. Den Koffer kannst du gleich zurückgeben. Der ist außerdem viel zu groß. Wie soll ich den denn in der Bahn oben in das Fach bekommen? Eine neue IPad-Hülle hätte ich gerne gehabt“.

Peng! Das tat weh! Ich setzte mich stumm an den Frühstückstisch. Der Hunger war mir schlagartig vergangen. Am liebsten hätte ich die Torte genommen und meinem Mann ins Gesicht geknallt. Mir in solch einem miesen Ton zu sagen, dass mein Geschenk der allerletzte „Schrott“ ist, verletzte tief. Er indessen ließ sich gemütlich auf seinem Stuhl nieder. „Wer möchte ein Stück Torte?“ fragte er in die Runde, ohne zu bemerken, dass mir die Tränen über das Gesicht rollten.
„Stopp Papa, erst Kerzen anzünden“ warf mein kleiner Dino ein, als Philipp mit dem großen Messer die Torte anschneiden wollte. „Ach, Kerzen….. Brauch ich nicht!“ war die Antwort. Da verstummten auch die Kinder. Dino 2 entdeckte meine Tränen. Er stupste meinen Tomatenbauch an. „Mama weint“. Philipp schaute mich an. „Also echt, was soll das jetzt? Warum weinst du? Kann es nicht mal an meinem Geburtstag fröhlich sein?“.

Da platzte mir die Hutschnur! Und scheiß auf Geburtstag, der kein Geburtstag sein darf, weil mein scheiß Ehemann auf Geburtstag scheißt!

„WAS bildest du dir ein?“ fauchte ich Philipp an. Ich fühlte mich wie ein Tiger, der kurz vor dem Absprung war, um das Schweinchen, das vor ihm sitzt, in 1000 Stücke zu reißen. „Ich habe mir noch nie im Leben so viel Unverschämtheit zugetraut wie du gerade eben. Wie kannst du es wagen, mir dermaßen unverblümt ins Gesicht zu schleudern, was ich dir da für einen scheiß Koffer gekauft habe? Du hast mir noch nie gesagt, welche konkrete Vorstellung du hast von so einem beschissenen Teil! Ich höre dich nur seit Monaten fluchen, wie blöd dein alter Koffer ist. Zu klein, scheiß Schwarz. Von Schnallen zum Verschließen und aus Metall höre ich gerade eben das erste Mal etwas. Weißt du was, ich tausche das blöde Teil morgen um.“ Mit diesen Worten sprang ich vom Tisch auf, ich packte den Koffer und polterte damit in den Keller. Aus den Augen mit diesem Scheiß!

Wutschnaubend kam ich wieder oben beim Frühstückstisch an. „Im Übrigen kannst du dir gewiss sein, dass ich dir nie wieder etwas schenken werde! Das gerade eben war echt der Gipfel! Ich bin doch nicht krank und tue mir ein weiteres Mal deine scheiß Laune an. Nächstes Jahr bist du an deinem Scheißtag gefälligst bei der Arbeit! Wage es nicht, hier aufzutauchen, damit du meine Torte essen kannst!“ platzte es weiter aus mir heraus. Entgeistert starrte Philipp mich an. „Spinnst du? Jetzt versaust du mir doch echt mit deiner blöden Laune den Geburtstag!“ erwiderte er mir entrüstet. „Hast du deine Tage, oder was?“ fragte er mich weiter.
Da wurde ich innerlich mit einem Mal ganz ruhig. Aller Stress war weg. Ich war nur noch wütend. Verletzt und wütend. Oder wütend und verletzt? Egal! Ohne mir Gedanken zu machen schoss aus meinem Mund:“ Ich will die Scheidung! So einen wie dich habe ich nicht verdient!“. Ich stand auf. Rief meinen Hund und knallte die Haustüre von außen zu.

Natürlich musste ich Sekunden später klingeln, denn ich stand in Hausschuhen ohne Mantel vor der Türe. Meine Kinder öffneten die Türe. „Mama“ kam von Dino 1 „muss das jedes Jahr so sein? Könnt ihr nicht ein einziges Mal an Papas Geburtstag nett zu einander sein?“. Ich schaute in zwei traurige Kindergesichter und bekam postwendend ein schlechtes Gewissen. Ach je, was haben wir da wieder angerichtet. Die Kinder kennen Geburtstag als etwas Schönes. Da wird gelacht. Da freut man sich. Da ist es spannend und lustig. Alle sind fröhlich. „Ihr habt recht“ sagte ich „Papa und ich hören jetzt auf zu streiten. Ich laufe mit dem Hund eine Runde. Dann geht es mir wieder gut, versprochen!“.

Ich lief 20 Minuten über die Felder und schrie meine Enttäuschung in den Wind. Warum ist Philipp so? Was hat er davon, alle Geschenke immer mies zu machen? Letztes Jahr saß ich zum Beispiel eine Woche lang in jeder freien Minute auf dem Sofa und strickte ihm aus Alpacca Wolle einen langen Schal. Er hatte sich einen gewünscht. Lang, warm und kuschelig sollte der Schal sein. Auch vor einem Jahr hatte ich ein Notfallgeschenk im Schrank. Einen weiteren Schal. Gekauft. Von Tommi Hilfiger. Weder der selbstgemachte noch der gekaufte waren ihm gut genug. Der Alpacca Schal würde doch seine Hemden voll fusseln und der Hilfiger Schal sei viel zu dick, war damals die erste Reaktion. Heute trägt er hauptsächlich den Hilfiger Schal, weil er schön dick und warm ist und den selbstgestrickten ebenfalls, wenn er kein Hemd trägt. So viel einmal dazu!

Wieder zuhause angekommen, war Philipp zu Bett gegangen. Gute Idee. So konnte sich die explosive Stimmung weiter abkühlen. Von meiner Schwester kam per Post ein anderes Zippo Feuerzeug. Das Päckchen legte ich ihm an seinen Platz.

Nach Philipps Erwachen war der Tag dann ein ganz normaler Tag. Nix mehr von Geburtstag oder so die Rede. Gut, der ein oder andere Anruf kam. Oder WhatsApp Nachrichten. Andere gratulierten über Facebook. Das Abendessen kochte mein Mann. Wie an anderen normalen Tagen auch. „Da haben ja ganz schön viele an mich gedacht“ stellte er nur einmal beim Essen fest. Ich überging diese Aussage einfach.

Im Bett später nahm mich mein Geburtstagsmuffel in den Arm. „Dein Feuerzeug gefällt mir sehr gut. Danke! Und den Koffer nehme ich jetzt. Du hast es ja nur gut gemeint. Woher sollst du wissen, was ich mir vorstelle, wenn ich es dir nie gesagt habe. Ich habe Pia geschrieben und mich für das andere Feuerzeug bedankt. Kann ich beide gut brauchen“. An einander gekuschelt schliefen wir ein.

Schlau von meinem Mann. Natürlich habe ich nun wieder den Vorsatz, ihm nächstes Jahr das ultimative Geburtstagsgeschenk zu überreichen Nächstes Jahr schaffe ich es!
Und ihr, die ihr das lest und auch Geburtstagsmuffels seid, gebt mir Antwort: Was mache ich falsch? Mache ich etwas falsch? Warum seid ihr so?

Wer von euch Schenkern lebt auch mit einem Muffel zusammen? Hast du mir einen Tipp? Wie gehst du mit deinem Muffel um?

Nachwort: Heute war ich mit Philipp im Lederwarenfachgeschäft. Ich wollte, dass er den Koffer umtauscht. Er sollte sich den Koffer, der ihm persönlich gut gefällt, aussuchen. Es dauerte ziemlich lange. Ich saß derweil im Geschäft in der Sofaecke und trank Kaffee. Ergebnis: Ein Hartschalenkoffer, mit kleinen Rollen, der Metallgriff ist etwas wackelig (muss so sein, hat mir mein Mann erklärt, sonst könnte die Stange bei einem Sturz brechen) und Reißverschluss. Farbe: SCHWARZ!

15 comments on “Der Geburtstagsmuffel!

  1. Hey Mia,
    ich weiß gar nicht ob ich lachen oder weinen soll. Am Anfang dachte ich, ich sei auch ein Geburtstagsmuffel. Dann kam ich aber schnell zu dem Entschluss, dass ich wohl doch keiner bin. Nach einigem Schmunzeln kam das Mitleid, sein Verhalten ist echt unschön. Ich würde ihm wohl echt nichts schenken und dann mal schauen wie er reagiert ^^
    Kuchen gäbe es auch nicht und auch keine Kerzen. Ein ganz normaler Tag eben 🙂

    Schön geschrieben, ich komme jetzt öfter vorbei 🙂
    Liebe Grüße
    Sylvia

        1. Liebe Sylvia, damit hast du vollkommen recht. Allerdings wird es dabei bereits wieder “ schwierig „, da es viele Möglichkeiten gibt… Die Wahrscheinlichkeit den falschen Gutschein zu schenken ist extrem hoch. Aber es wäre ein Versuch wert!

  2. Liebe Mia, zuerst muss ich mir die Tränchen aus den Augen wischen. Die ersten vom schmunzeln und lachen, die anderen weil ich so sensibel bin und mit dir gelitten habe.
    Und Mia, ich bin Geburtstagsmuffel 10 🙁
    So gern wie ich meinen Mann und meinen kleinen Schatz das Fest so angenehm und festlich geschmückt gestalte, mit Torte und dem ganzen Zauber…
    …so sehr würde ich an meinem Geburtstag lieber im Erdboden versinken. Und keiner soll sich bloß nicht irgendwelche Mühen machen.
    Geschenke pah!
    Du hast das super gemacht, sogar ein ´Notfallgeschenk´, aber Hallo!!!
    An diesem Tag kann man es einem Geburtstagsmuffel nicht recht machen.
    Sagt ein von Kopf bis Fuß – Geburtstagsmuffel!!! :-);-)
    Viele liebe Grüße
    Nadine

    1. Liebe Nadine ich danke dir. Schön, dass ich einen “ bekennenden“ Muffel unter den Kommentaren habe! Es tut gut zu wissen, dass ich nichts “ falsch“ gemacht habe. Nächstes Jahr wird es anders. Garantiert!

  3. OMG….
    Ich weiss jetzt gar nicht so recht was ich schreiben soll, weil ich doch etwas nettes schreiben möchte.
    Okay also richte ich nur ein paar Worte an dich: du hast dir so viel Mühe gegeben und dann so was. Mach dir doch nächstes Jahr eindach einen schönen Tag mit deinen Kindern ohne Geschenk und ohne Torte und ohne gratulieren. So möchte er das und so sollte er es vielleicht mal bekommen.
    Das hast du echt nicht verdient!!!!
    Ach meine Liebe ich drücke dich ganz fest!!!! ❤❤❤

    1. Liebe Sandra, sei nicht traurig! Ich glaube bei meinem Mann kann ich sagen: rauhe Schale, weicher Kern. Ich werde es machen, wie es mir die liebe Nadine geraten hat. Ab sofort KEIN GEBURTSTAG mehr. Ein Tag wie jeder andere. So, wie es Philipp sich wünscht. Ich bin stark wie eine Löwin. Noch ein bisschen die Wunden lecken und dann ist es Schnee von gestern!

  4. Liebe Mia,

    ich hätte nicht gedacht, das dein Göttergatte so schlimm ist, immerhin hat er sich noch artig bedankt:)
    Beim nächsten Geburtstag würde ich ihn auch mal total übergehen, dann schaut er bestimmt blöd aus der Wäsche :))
    Strafe muss sein 🙂
    LG
    Vera

  5. Ojee liebe Mia. Am Anfang deiner „Geschichte“ musste ich noch grinsen. Ein jaja typisch Mann kam mir über die Lippen. Naja, was soll ich sagen. Danach konnte ich nur noch ungläubig Kopf schütteln und du tatest mir unheimlich leid. 😉
    Finde ich gut, dass er dann doch Einsicht hatte.
    „Flüster“ mir als Frau gefällt dieser farbenfrohe grüne Koffer viel besser als ein schwarzer 😉
    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ich würde nächstes Jahr den Geburtstag schön unter den Tisch fallen lassen und dir mit deinen Kindern einen eigenen schönen Tag machen. Vielleicht ins Schwimmbad oder so….. Ohne Göttergatten!
    Ich glaube, da wird er dann doch mal nachdenken….. 😉
    Liebe Grüße <3
    Nila

    1. Danke du Liebe! Mir persönlich gefällt “ bunt“ im Allgemeinen. Und ich wiederhole mich gerne: nächstes Jahr wird alles anders!

  6. Liebe Mia,

    mir erging es wie den anderen Lesern…über die ersten Zeilen musste ich grinsen und hab zustimmend genickt. Dann blieb mir das Lachen im Halse stecken…irgendwie hatte ich mit einer positiven Wendung gerechnet, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert und nicht jede Geschichte hat ihr Happy End an der Stelle, an der man es erwartet…manchmal muss man sie zu ende lesen…

    Bis ganz bald.

    Anke

  7. Ich bin auch Geburtstagsmuffel.
    Entweder bin ich nicht zu Hause und unterwegs oder ich verkrieche mich.
    Der Grund dafür ist das zu oft ein Familiengeburtstag oder mehr einfach in die Hose gegangen ist und Stress und Ärerg am Geburtstag kann ich nicht gebrauchen.
    Da verzichte ich lieber aufs feiern.
    Grüße Marie

    1. Liebe Marie, ich glaube die Situation ist “ einfacher“ für den Muffel, als für die Familie. Ich habe aus diesem Geburtstag sehr viel gelernt und auch für mich Konsequenzen gezogen! Der nächste Geburtstag wird anders werden, garantiert!

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