Backfischalarm

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: 10. März 2017

Umschlagillustration: Gerhard Glück

Gesamtherstellung: Druckerei C. H. Beck, Nördlingen

ISBN: 978 – 3- 423 – 21672 – 2

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

Das Buch ist auch als Kindle-Edition oder Hörbuch-Download erhältich

 

Über den Autor:

Krischan Koch lebt dicht am Wasser – in Hamburg, wo er als Filmkritiker für den NDR arbeitet, und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er die verrückt bösen Kabarettprogramme für den „Hamburger Sportverein“ erfindet. Dort schreibt er, mit Blick auf die See, auch seine erfolgreichen Kriminalromane. Für seinen fünften Fall schickt er Dorfpolizist Thies Detlefsen mal wieder auf die Insel.

Blick ins Buch:

„Polizeiobermeister Thies Detlefsens Zwillingstöchter Telje und Tadje setzen mit der 10a der Theodor-Storm-Schule zur herbstlichen Klassenfahrt nach Amrum über. Mit an Bord der Fähre sind Junglehrerin Vanessa Leobell, der „voll süße“  Referendar Manuel Scholz mit modischem Piratentuch um den Kopf und Klassenlehrer Dr. Niggermeier. Die Überfahrt ist äußerst stürmisch, was jedoch die Schüler nicht davon abhält, unzählige Selfies und wackelige Filmaufnahmen zu machen – bis einer von ihnen den Toten entdeckt: Jungreeder Bent Blankenhorn sitzt ermordet auf dem Sonnendeck. Alarmstufe Rot für Thies und KHK Nicole Stappenbeck aus Kiel, die umgehend die Ermittlungen auf der vom Herbstnebel umwaberten Insel aufnehmen.“

Covergestaltung:

Sehr farbenfroh leuchtet dem Leser der Einband, der eher auf ein Jugendbuch hinweist, entgegen. Dargestellt wird eine Szene aus dem Buchinhalt. Mir gefällt das Cover sehr gut, denn für mich macht diese Szenenskizze die Leichtigkeit und den norddeutschen Humor der Story deutlich sichtbar.

Aufbau und Schreibstil:

Der Kriminalroman besteht aus 49 Kapiteln, und zwei leckeren Koch- Rezepten und Drinks im Anschluss – was mir sehr gefällt. Insgesamt sind 277 Seiten zu lesen.

Der Inhalt ist kurzweilig, vergnüglich, unterhaltsam und fröhlich gestaltet. Der Schreibstil ist spritzig und anregend. Die Dialoge sind  geistreich, witzig und sehr amüsant. Die Handlung ist in sich schlüssig. Humor und Spannung wechseln sich hervorragend ab. Der Spannungsbogen, der sich von Anfang an aufbaut, wird bis zum Ende gehalten.

Meine Meinung:

Backfischalarm sprudelt nur so vor Situationskomik. Herrlich skizziert werden dabei besonders die Jugendlichen der Klasse 10a. Ich konnte mir die beschriebenen Charaktere leibhaftig vorstellen. Da ich auch einen Pubertierenden hier zuhause habe,  zog ich zahlreiche Vergleiche, und habe mich bei der Darstellung der Jungs und Mädchen königlich amüsiert.

In diese Heiterkeit hinein hat der Autor  den Kriminalfall sehr geschickt eingeflochten. Der Leser hat viel zu rätseln, kann seine eigenen Ermittlungsrückschlüsse ziehen, um dann vom weiteren Verlauf der Geschichte wieder überrascht zu werden.

Beides zusammen erzeugt puren Lesespaß.

Fazit:

Der  Insel-Krimi ist hervorragend mit einem allseits bekannten „Überraschungsei“ zu vergleichen. Die äußere Verpackung (sprich das Buchcover) ist  sehr ansprechend gestaltet. Während des Lesens wird die Story „ausgepackt“. Dabei kommen Spaß und Spannung nicht zu kurz. Die Handlung an sich ist ansprechend, wie Schokolade, nur dass der Leser von dieser Köstlichkeit kein Gramm zunimmt. Das passende „Aroma“ erhält der Roman durch das wundervoll dargestellte Inselflair und das irgendwie typisch Norddeutsche. Sehr gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen.

Meinen herzlichen Dank an den dtv Verlag für die tolle Lektüre! 

2 comments on “Backfischalarm

  1. Hi!
    Ich fand diesen Krimi – wie eigentlich alles von Krischan Koch – mal wieder großartig.
    Es hat natürlich sehr gut gepasst, weil ich im Winter auf Amrum gewesen bin und die ganzen Ortschaften nun kenne – und dazu auch die übellaunigen Typen auf der Fähre.
    Was ich unrealistisch fand war lediglich der Umstand, wie schnell es Thies und Nicole immer geschafft haben, von Amrum nach Hamburg und wieder zurück zu fahren. Denn der Verkehr dort oben ist eine Katastrophe – und dann muss man ja auch noch wieder auf die Insel kommen! 😉
    LG
    Sabienes

    1. Liebe Sabine, darüber habe ich auch nachgedacht. Aber da Krischan Koch ja in Hamburg wohnt, und auch ein Domizil auf Amrum besitzt, dachte ich mir, dass er vermutlich in etwa abschätzen kann, wie schnell man von A nach B kommt. Und selbst wenn das zur „künstlerischem Freiheit “ gehört, stört es die Geschichte nicht wirklich, oder? Schön, dass dir die Geschichte auch gefallen hat. Und vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

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