Autoreninterview mit Sandra Girod

Ich freue mich sehr, euch Sandra Girod vorstellen zu dürfen. Sie ist meiner Meinung nach ein phantastische Autorin, denn ihr ist es in ihren beiden Büchern hervorragend gelungen, ein ernstes Thema humorvoll zu verpacken. Die Rezensionen zu Sandra Girods Büchern findet ihr ebenfalls hier bei mir auf dem Blog.

Hier meine Fragen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

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  1. Sie sind Journalistin und haben unter anderem für die BZ, Petra, Für Sie und als leitende Redakteurin bei der Laura gearbeitet. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben? Bei meinem ersten Roman handelte es sich um eine Notlösung. Ich bin mit 44 Jahren  zum zweiten Mal Mutter geworden und hätte während  meiner Elternzeit gern als freie Autorin  für Zeitungen und Zeitschriften geschrieben – doch meine damalige Chefredakteurin verweigerte mir dafür die Erlaubnis. Mir blieb nichts anderes übrig als erst einmal für mich selbst zu schreiben. 
  1. Wie lange hat es gedauert, bis von der Idee an, Ihr Debüt „Nenn mich nicht Hasi!“ im Buchhandel zu kaufen war? So ganz genau kann ich es gar nicht beantworten, aber es waren bestimmt vier Jahre. Erst einmal musste ich den Roman ja schreiben. Dann einen Verlag finden. Und anschließend warten bis ein Programmplatz für den Roman vorgesehen war. „Hasi“ erschien schließlich  – sehr passend  – zu Ostern 2014. Ich bin natürlich sehr glücklich bei einem großen Publikumsverlag wie Blanvalet untergekommen zu sein. Aber im Buchhandel ticken die Uhren anders. Als Romanautorin musste ich lernen, geduldig zu bleiben.
  1. Wie lange schrieben Sie an Ihrem zweiten Roman ? An der allerersten Fassung von „Manchmal will man eben Meer“ habe ich bummelig acht Monate geschrieben. Doch dann kommen noch die Überarbeitungen. Die erste, die zweite, die dritte… Herrjemine, es geht tatsächlich immer noch etwas besser.    

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  1. Gab es in der Entstehungsphase Blockaden? Wenn ja, wie gehen Sie damit um? Nicht nur einige Blockaden! Schreiben ist für mich der ständige Kampf gegen Blockaden. Es soll Autoren geben, denen die Worte nur so aus den Fingern fließen. Ich gehöre leider nicht dazu. Wenn ich ganz verzweifelt bin, gehe ich schwimmen. Meistens hilft`s.
  1. Warum das Genre „Bellestristik“ ? Vermutlich, weil ich es am besten kann…
  1. Was inspiriert Sie, Ihre Hauptfiguren für Ihre Bücher zu wählen? Zeitungsartikel, Gespräche mit Freunden und der Familie, Anekdoten der Kinder, Beobachtungen im Bus – ich sammle ständig Eindrücke. Ohne Notizbuch verlasse ich nicht das Haus.
  1. Sind persönliche Erlebnisse in den Büchern integriert? Aber sie werden schon ordentlich durchgeschüttelt bis sie es in einen Roman schaffen. Nehmen wir „Nenn mich nichts Hasi!“:  In meiner Nachbarschaft rechts befindet sich ein Kaninchenstall mit Häschen, die den Roman-Hasen nicht so unähnlich sind. Sie büxen auch gern mal aus. Links von mir wohnt ein Nachbar, der aber so überhaupt gar keine Ähnlichkeit mit dem öligen Ekelpaket aus dem Buch hat.
  1. Wer ist Ihr Lieblingsprotagonist? In „Manchmal will man eben Meer“ sind mir Dirty Diana, Güler, die tüffelige Eva und Rendsburg schon sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mich so lange mit den Figuren beschäftigt, dass ich zum Schluss fast geglaubt habe, es gäbe sie wirklich.
  1. Wie finden Sie die Thematik für Ihre Bücher? Gute Frage! Ehm, nächste Frage..?
  1. Wie wann finden Sie die Zeit zu schreiben?  Wenn meine Kinder in der Schule sind, gehe ich an den Schreibtisch. Und wenn mir dann nichts einfällt, hoffe ich auf Inspiration in den Abendstunden. Vor Textabgabe feile ich auch manchmal rund um die Uhr am Manuskript. 
  1. Ist ein weiterer Roman in Arbeit? Wenn ja, verraten Sie uns schon etwas daraus? Ich gucke gerade, ob ich auch Krimi kann.

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 Ich bedanke mich herzlich, liebe Sandra Girod, für dieses Interview ! 

 

 

 

 

 

 

4 comments on “Autoreninterview mit Sandra Girod

    1. Liebe Leane, ich stimme dir zu! Durch die Interviews lernt man den Menschen kennen. Ich persönlich lese dann die Werke desjenigen mit anderen Augen. Danke für deinen lieben Kommentar!

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