Autoreninterview Katharina Kraemer

Es ist immer wieder aufs Neue spanndend, Autoren besser kennenzulernen. Heute stelle ich euch eine vielseitige und interessante Frau vor. Ich habe noch keines ihrer Werke gelsesen, aber das Interwiew machte mich sehr neugierig. Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen!

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  1. Wer ist Katharina Kraemer? Stellen Sie sich bitte den Leserinnen und Lesern in wenigen Sätzen vor.

 

Geboren bin ich 1964, aufgewachsen am Niederrhein, habe aber auch lange in Bayern gelebt. Seit acht Jahren lebe ich im Süden Ungarns. Eine Vielzahl an Geschichten sind entstanden, mal nachdenklich, mal humorvoll. Trotz – oder gerade wegen – persönlicher Schwierigkeiten gebe ich eine Hoffnung nie auf: mit meine Erzählungen den Leser zu berühren.

Bisherige eigene Veröffentlichungen:

Oma Marthas Märchenbuch – 100 Jahre „Es war einmal“
BoD, erhältlich ausschließlich als Hardcover im Buchhandel und allen Online-Shops
ISBN 978-3-7357-8656-2

Cabo da Roca – Fels der Entscheidung (Autobiografie)
BoD, erhältlich als Paperback und E-Book im Buchhandel und allen Online-Shops
ISBN 978-3-7412-0821-8

 

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  1. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?

 

Ich erinnere mich noch gerne meiner allerersten Zeilen – ein Schulgedicht (im Alter von etwa 8 Jahren):

Der Winter ist ein Bösewicht,

die Bäume tragen Schneegewicht,

die Stämme sind kahl

und so schwarz wie ein Pfahl,

die Felder sind weiß

und auf dem See liegt Eis.

 

In den seither vergangenen Jahrzehnten hat sich mein Schreibstil sicher geändert – ist erwachsen geworden – aber die Freude am Schreiben ist ungetrübt.

Ich schreibe, seit ich weiß, was ein Stift ist … beschreibt sehr gut die Motivation, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Es hat was von Unvergänglichkeit – was aufgeschrieben ist, geht nicht verloren. Ob ich was zu sagen habe, soll der Leser entscheiden. Zuerst waren es „nur“ Gedichte, erst später – mit Mitte 20 – habe ich angefangen, Prosa zu schreiben.

 

  1. Welche Art von Büchern schreiben Sie?

 

Das kommt ganz darauf an. Es sind inzwischen eine ganze Reihe Kurzgeschichten entstanden, die zumeist „aus dem Leben“ gegriffen sind. Das betrifft auch mein „Steckenpferd“: Drabbles, mal bitterböse, mal zum Schmunzeln. Des Weiteren eine Teil-Autobiografie (Coming-out)

 

  1. Welche Genre wählen Sie und warum?

 

Ich habe mich nicht festgelegt.  Jedoch wird es von mir eher kein Fantasy/Horror/Thriller geben.

 

  1. Gab es in der Entstehungsphase Blockaden? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?

 

Blockaden kenne ich. Es gab Jahre, in denen ich kein einziges Wort geschrieben und – leider auch – kein einziges Buch gelesen habe. Inzwischen habe ich diese größte Krise wohl überwunden. Wenn ich spüre, dass nichts fließt, betrübt mich das nicht. Dann mache ich etwas anderes …

 

  1. Wie lange schreiben Sie an einem Buch?

 

„Cabo da Roca – Fels der Entscheidung“ lag fast drei Jahrzehnte „fertig“ in der Schublade. Das Schreiben daran hat mehr als drei Jahre gedauert, das Überarbeiten fast ein ganzes Jahr. Allerdings habe ich es nahezu zwanzig Jahre nicht angerührt, wie auch das zweite inzwischen fast fertige Skript, das ebenso alt ist und eine ebenso lange Entstehungsgeschichte hat – noch unveröffentlicht. Die Überarbeitung daran dauert an.

Kurzgeschichten gehen etwas schneller, in der Regel wenige Tage bis zu ein paar Wochen.

 

  1. Was inspiriert Sie, Ihre Hauptfiguren für Ihre Bücher zu wählen?

 

Meine Protagonisten haben viel von mir. Aber sie sind oft auch Abbilder der Menschen, die mich umgeben.

 

  1. Sind persönliche Erlebnisse in den Büchern integriert?

 

Ein klares „Ja“. Aber nicht nur, sonst wäre ich Mörder, Giftspritze, Tier.

 

  1. Wer ist Ihr Lieblingsprotagonist?

 

Da habe ich – je nach Geschichte – immer einen anderen.

Für die homoerotischen Geschichten sind es zwei Frauen, die ich persönlich kenne.

 

  1. Wie finden Sie die Thematik für Ihre Bücher?

 

Manchmal inspiriert mich ein Gedanke, ein Post im Netz, eine Begebenheit abseits des Schreibtischs. Natürlich bieten auch Ausschreibungen, die ich entdecke, reichlich Thema.

 

  1. Wie bzw. wann finden Sie die Zeit zu schreiben?

 

Da ich seit geraumer Zeit berentet bin, finde ich immer wieder Zeit zum Schreiben. Manchmal muss anderes dahinter anstehen. Aber ich versuche, für alles Zeit zu haben – auch zum Leben.

 

  1. Ist ein weiterer Roman in Arbeit? Wenn ja, verraten Sie uns schon etwas daraus?

 

„Was bleibt, ist nur Erinnerung“ – Wie zuvor schon angedeutet, liegt noch ein längeres Skript in der Schublade. Es ist die Biografie einer Frau, die als Junge geboren wurde. Es beschreibt die Zeit VOR ihrem Leben als Frau. Es ist die fantastisch anmutende, aufrichtige Beschreibung keines einfachen und ebenso wenig einzigartigen Lebensweges. Es handelt davon, wie „er“ seine wahre Identität zu finden sucht, und von „ihr“, die seinem Leben ihren Stempel aufdrückt.

Die Veröffentlichung steht sicher spätestens im kommenden Jahr an.

Dazu sind ein paar weitere Kurzgeschichten in Planung und Werden, die möglicherweise auch mal zu einem „Bündel“ geschnürt werden …

 

3 comments on “Autoreninterview Katharina Kraemer

    1. Liebe Katharina, das stimmt. Ich werde mir bei nächster Gelegenheit eines deiner Bücher holen und lesen. Genau das schätze ich an Interviews, man bekommt neue Anregungen. Schön, dass du mitgemacht hast!

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