Autoreninterview Charlotte Zeiler

  1. Sie arbeiten hauptberuflich als Krankenschwester auf einer Intensivstation, wie kamen Sie zum Schreiben?

Es hört sich vielleicht etwas platt an, aber ich habe tatsächlich schon immer gerne geschrieben, gelesen und mir Geschichten ausgedacht.

Ich hatte bereits als Kind eine blühende Phantasie und träumte mich in ferne und vor allem vergangene Welten und Zeiten.

Mein Job als Krankenschwester auf einer interdisziplinären Intensivstation hat mich oft an meine eigenen Grenzen gebracht: Nämlich immer dann, wenn es tatsächlich um Leben oder Tod ging und es eben  nicht der vielleicht 80 jährige chronisch kranke Patient war, der im Sterben lag, sondern ein junger Mensch…

 Mittlerweile habe ich keine Angst mehr vor dem Tod.

Ich habe viele  „Dinge“ gesehen und miterlebt, die mich glauben lassen, dass es tatsächlich noch mehr gibt.

Wie das „mehr“ aussieht ist für jeden anders definierbar.

Und genau diesen Interpretationsfreiraum mag ich. 

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  1. Wie lange hat es gedauert, bis von der Idee an, das fertige Werk im Buchhandel zu kaufen war?

 10 Jahre

  1. Sind eigene Erlebnisse Bestandteil ihres Romanes?

 Auf jeden Fall!

Obwohl der Plot nur meiner Phantasie entsprungen ist, spielt meine persönliche Erfahrung doch eine große Rolle.

  1. Welches Genre haben Sie gewählt und warum?

Ehrlich gesagt habe ich mir um das Genre gar keine Gedanken gemacht. Irgendwann war die entscheidende Idee geboren und dann folgte wie ein Puzzle die ganze Geschichte incl. Recherche.

Ich bin von Hölzchen auf Stöckchen gekommen und aus der anfänglich kleinen Idee ist letztendlich eine umfangreiche Geschichte geworden, die leider in kein vorgegebenes Schema passt.

Selbst wenn ich vorher gewusst hätte, dass dies das Ausschlusskriterium für die meisten Literaturagenturen – Absagen werden würde, hätte ich die Geschichte genau so geschrieben.

Ich liebe sie einfach und die Vorstellung von… (aber ich möchte nicht zu viel verraten)

  1. Wie lange haben Sie an Ihrem Debütroman „La Viva Seconda“ geschrieben?

Ich bin Autodidakt und es hat alles Ewigkeiten gedauert. Ich habe viele Anfängerfehler gemacht und das Pferd sozusagen von hinten aufgezäumt.

Das Manuskript wurde bestimmt …ach ganz oft neu geschrieben. 😉

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  1. Sie haben Sie erst Ihr Buch selbst verlegt, dann kamen Verlage auf Sie zu. Erzählen Sie Ihren Werdegang als Autorin.

Ich bin leider kein sehr selbstbewusster Mensch und außerdem auch nicht wirklich super geduldig.

Diese Kombination ist schlecht in diesem Business.

Angefangen habe ich in Schreibwerkstätten, die ich besucht habe.

Workshops, Gründung eines eigenen Roman (Schreib) Kränzchens, Teilnahme an einem Krimi – Workshop, dann habe ich die ersten Testleser gesucht, Teilnahme am Autoren- Slam, Teilnahme am Piper-Award auf wattpad , Bewerbungen bei Literatur – Agenturen…

schlussendlich Veröffentlichung des Romans auf Amazon im SP

gute Rezensionen, mediale Aufmerksamkeit…

Verlagsangebot J

  1. Skizzieren Sie kurz den Inhalt des Romans

Es geht um:
… LIEBE und VERLUST, KRANKHEIT und TOD
… das HIER und JETZT und die VERGANGENHEIT
… KÖLN, DRESDEN, PARIS und FLORENZ
… die Geschichte der MEDICI, die französische KÖNIGIN und den Maler RUBENS
… einen NOTARZT und eine SCHWERVERLETZTE
… HERZ und VERSTAND
… ein BILD und einen RING
… die SUCHE nach der eigenen IDENTITÄT und die
Suche nach dem GLÜCK
… ZUFALL und SCHICKSAL, aber vielleicht auch nur darum,
dass es keinen Zufall und kein Schicksal gibt

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  1. Wer ist Ihr Lieblingsprotagonist?

Kann ich ehrlich nicht sagen. Sie sind mir alle ans Herz gewachsen.

  1. Wann finden Sie Zeit, zu schreiben?

In jeder freien Minute.

  1. Gab es in den Entstehungsphasen Blockaden? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?

In der Entstehungsphase nicht. Die Blockaden kamen eher in der Überarbeitungsphase. (Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.)

Es hilft da nur eine kreative Schreibpause. Ich habe zu dieser Zeit mein Internetpräsenz aufgebaut.

  1. Werden weitere Bücher folgen?

Zumindest eins noch. Die abschließende Fortsetzung des Romans. Ich habe das Ende des ersten Buches so aufgebaut, dass es ein logisches Ende gibt und im Grunde auch so für sich stehen könnte.

Aber ich sag mal so:

Ich mag Filme wie: Sucker Punch, Pans Labyrinth, Inception, Cloud Atlas, Shutter Island…

Deshalb gibt es schon viele versteckte Hinweise (Namen, Orte, Gegenstände, Andeutungen), die für die Fortsetzung relevant sind.

Ich bin vom Sternzeichen: Wassermann und bin von vielen Dingen zu begeistern.

Wer weiß, wohin mich meine Reise noch führt.

Im Moment genieße ich das Interesse für das Buch, die netten Feedbacks, Leserbriefe und die großartige Unterstützung.

Ich bin angekommen.

Danke,

Charlotte Zeiler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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