Am falschen Ufer der Rhône

Fakten:

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München

Erscheinungsdatum: August 2017

Umschlaggestaltung: Fotos von gettyimages/ Richard Susanto und aus dem Privatbesitz des Autors.

Gesamtherstellung: Druckerei C.H. Beck, Nördlingen

ISBN: 978 – 3 – 423 – 21691 – 3

Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier

Auch als Kindle-Edition erhältlich

 

Über den Autor:

Paul Grote ist Deutschlands bekanntester und meistgelesener Weinkrimi-Autor. Der Berliner, Jahrgang 1964, begann nach dem Studium der Soziologie und Politik seine journalistische Laufbahn in Hamburg. Anschließend berichtete er über fünfzehn Jahre lang als freier Reporter aus Südamerika. Bei Aufenthalten in Argentinien und Chile entdeckte er sein besonderes Interesse für Wein und Weinbau, den er, zurück in Deutschland, zu seinem Thema machte. 2004 erschien mit »Tod in Bordeaux«  sein erster Weinkrimi. Seitdem hat er die wichtigsten europäischen Weinbaugebiete bereist und jedes Jahr einen neuen Krimi veröffentlicht. Seine Bücher sind bei dtv erschienen.

Blick ins Buch:

„Für seine Patentochter Simone, gelernte Weinbautechnikerin, sucht Martin Bongers einen Praktikumsplatz, der mehr zu bieten hat als sein Bordelaiser »Garagenweingut«.

Das weltberühmte Châteauneuf-du-Pape scheint ihm der perfekte Ort dafür. Doch der Spitzenwinzer Didier Lamarc, für Martin die erste Adresse, ist seit zwei Jahren spurlos verschwunden. Und Joseph de Bergerac, der nach ihm den renommierten Concours de la St. Marc gewann, kam bei einem Autounfall mit Fahrerflucht ums Leben. Nur ein seltsamer Zufall?

Simone, am linken Ufer der Rhône angekommen, will sich umhören. Dabei trifft sie den deutschen Jungwinzer Thomas Achenbach, der vor beruflichen und privaten Problemen nach Lirac ans rechte Ufer der Rhône geflüchtet ist. Als das Nachbarweingut von einer Diebesbande überfallen wird, erwacht Thomas aus seiner Lethargie. Und reißt Simone mit  in einen Strudel der Ereignisse….“

Covergestaltung:

Auf dem Cover sind die Brücke von Avignon und ein Weinkeller abgebildet. Wer die Bücher von Paul Grote kennt weiß, dass diese Abbildungen stets eng mit dem Inhalt des Romans verbunden sind. Wie immer stammt das Fotomaterial auch aus dem Privatbesitz  des Autors.

 

Aufbau und Schreibstil:

Der Kriminalroman besteht aus 30 Kapiteln. Insgesamt sind 423 Seiten zu lesen.

 Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung  ist spannungsreich.  Paul Grote baut von Anfang an einen Spannungsbogen auf. Dieser wird bis zur letzten Seite gehalten.

Meine Meinung:

Der Roman erinnert mich an eine „Sternfahrt“. Aus unterschiedlichen Richtungen starten die einzelnen Protagonisten, um  dann im Zentrum der Handlung zu einem einzigen Handlungsstrang zu verschmelzen.

Wie immer lernt der Leser ganz beiläufig wieder sehr viel über den Wein der Region. Ich hätte mich gerne umgehend ins Auto gesetzt, um an der Rhône den beschriebenen Handlungsort aufzusuchen.

Die Geschichte ist geschickt konstruiert. Im Fokus stehen Simone und Thomas, die mit ihrem Tun, den mir aus den früheren Romanen ans Herz gewachsenen Weinjournalist Henry Meienbecker, ersetzen.  Die beiden sind mir sehr sympathisch, obgleich mir Henry dennoch etwas fehlt.   

Fazit:

Wer die Weinkrimis von Paul Grote liebt, weiß, dass der Autor stets solide Recherchen betreibt, bevor er sich ans Schreiben setzt. So auch in diesem Roman. Die benannten Orte sind real, was die Handlung umso glaubhafter wirken lässt. Ohne großes Blutvergießen erlebt der Leser eine spannende Geschichte, die sich beim Lesen  mit einem guten Glas Rotwein,  zum Beispiel aus dem Weinbaugebiet Crozes-Hermitage, gut kombinieren lässt.

 

Ich danke dem dtv Verlag für die spannende Lektüre 

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